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Sommerräder jetzt schon aufziehen? Nein!

Das Wetter schlägt bei uns hier gerade Kapriolen, keine Frage. Das Thermometer richtet sich hier gerade auf 17° Celsius aus und das sind Frühlingstemperaturen. Und bei solchen Temperaturen kommen auch automatisch die ersten Anrufe zwecks Räderwechsel. Das sollte aber wirklich gut überlegt sein und wird von uns sicherlich nicht empfohlen.

Denn wir haben immer noch Winter und auch wenn wir gerade eine richtige Schönwetterlage haben – das ist nur tagsüber, die Sonne scheint immer noch sehr kurz und eine hereinbrechende Kaltwetterlage wäre zumindest nichts ungewöhnliches. Das Risiko, dann mit Sommerreifen herumfahren zu müssen – und sei es auch nur für wenige Tage – ist unkalkulierbar. Die härter gemischten Sommerreifenmischungen verlieren einen Teil ihres Grips schon bei Temperaturen um den Nullpunkt und da fehlen Ihnen dann bei einer Notbremsung vielleicht genau die Zentimeter und Meter, die sie noch hätten brauchen können.

Deshalb: Winterräder dranlassen, zumindest noch bis März und das auch bei „Tagfahrern“. Schon nächste Woche kündigt sich eine Kaltfront an (sogar bei uns hier unten) und spätestens da würden wir unsere „Frühsommerräderaufzieher“ auch wiedersehen. So oder so.

Der bewährte Opel Winter-Check.

Der Winter kommt ja jetzt in wirklich ganz großen Schritten auf uns zu und spätestens jetzt wird es Zeit, zu wissen, ob das eigene Auto eigentlich auch winterfest ist. Auch dieses Jahr haben wir den Opel Winter-Check im Serviceprogramm. Die Gerstelblog-Insider wissen das natürlich allein schon deshalb, weil wir vor einigen Tagen über die Servicepinguine 2013 geschrieben haben und die Gesellen kommen immer im Rahmen des Opel Winter-Checks. Wieder etwas gelernt. 😉

Den Opel Winter-Check gibt es in zwei Paketen:

Der Winter-Check mit Garantie-Zertifikat.

Das ist das „Hauptpaket“ des Winterchecks, das es noch bis zum 28. Februar 2014 gibt. Hier prüfen wir insgesamt 14 Punkte an Ihrem Opel, die allesamt mit Winterfestigkeit zu tun haben. Wie sehen die Kühlflüssigkeiten des Fahrzeuges aus, ist genügend Frostschutz vorhanden? Wie ist der Zustand der Starterbatterie? Ist die Beleuchtung in Ordnung? Und so weiter. Dazu gibt es ein Prüfprotokoll von uns zum Abheften und für das gute Gewissen. Und damit Sie in Sachen Kühlsystem auf der sicheren Seite sind, geben wir Ihnen auf die geprüften Teil des Kühlsystems noch ein Garantie-Zertifikat mit einer Gültigkeit bis zum 31. März 2014 drauf.

Diesen Opel-Wintercheck gibt es bei uns auch diese Saison wieder für faire 19,90 Euro inkl. Mehrwertsteuer.

Das zusätzliche Garantie-Zertifikat für die Starterbatterie.

Als Zusatzpaket zum Opel Winter-Check gibt es noch ein Garantie-Zertifikat für die Starterbatterie. Dieses Zusatzpaket gibt es nur zusammen mit einem Opel Winter-Check und mit diesem Garantie-Zertifikat garantieren wir Ihnen, dass Ihre Starterbatterie fit für den Winter ist. Auch hier gilt die Garantie bis zum 31. März 2014 und sollte die so von uns zertifizierte Starterbatterie dennoch im Winter schlappmachen, stehen wir dafür ein.

Dieses zusätzliche Garantie-Zertifikat für Ihre Starterbatterie kostet diese Saison bei uns auch wieder nur 9,90 Euro inkl. Mehrwertsteuer. Und wenn Ihre Starterbatterie beim Winter-Check durchfällt, lassen wir Sie natürlich nicht allein und verweisen auch unsere Batteriewochen und machen Ihnen ein geschmeidiges Angebot für eine originale Ersatzbatterie.

Sprich: Sie investieren 29,80 Euro in Ihren Opel und bekommen die Gewissheit, dass Ihr Auto auch nach unseren Vorstellungen winterfest ist.

Bei uns einchecken!

Das geht wieder ganz, ganz einfach. Entweder rufen Sie uns einfach unter 07231 280009-0 an und reservieren mit dem Stichwort „Opel Winter-Check“ einen Termin in unserer Werkstatt oder Sie reservieren einfach online unter myOpel.de. Wenn Sie dort Ihren Opel hinterlegen und uns als Ihren bevorzugten Opel Service Partner eintragen, können Sie auch ganz einfach einen Werkstatttermin mit uns vereinbaren.

Räderunwuchten durch Schnee in der Felge.

Im Winter drängt es immer wieder mal den ein oder anderen Kunden ins Autohaus mit dem Verdacht auf einen größeren Räder- oder Achsenschaden, weil sein Auto plötzlich angefangen hat, bei höheren Geschwindigkeiten zu vibrieren. Vibrationen, die durch Räderunwuchten entstehen, also wenn ein Rad nicht mehr rund läuft, sondern umgangssprachlich „eiert“, können sehr unangenehm sein und so manch Autofahrer packt da durchaus die Panik.

Das erste, was wir uns in so einem Falle anschauen, sind die Räder selbst. Denn wenn das Auto mit Sportfelgen ausgestattet ist, dann kommen plötzlich auftretende Vibrationen durch Unwuchten gern davon, dass in den Felgen Schnee steckt. Je nach Felgenkonstruktion sammelt sich in Sportfelgen mehr oder weniger viel Schnee und sorgt dafür, dass bei höheren Umdrehungen des Rades richtig ordentliche Fliehkräfte entstehen, die dann naturgemäß ungleichmäßig auf das Rad verteilt sind und Unwuchten auslösen, die man in ungünstigen Fällen so noch nicht mal von unausgewuchteten Rädern mit Neureifen kennt. Es hilft dann, gerade wenn man auf einer Fahrt im Schnee ist, kurz anzuhalten und den Schnee (und das meist schon entstandene Eis) aus den Felgen herauszubürsten.

Solche Putzaktionen sind auf einer längeren Fahrt im Schnee natürlich nicht sonderlich unterhaltsam. Und das ist dann auch einer der Hauptgründe, warum man deshalb Winterreifen auf zugegebenermaßen hässliche schwarze aber vor allem geschlossene Felgen aufzieht.

Ein Roboter-Schneepflug.

Zum Wochenende hin wieder eine ganz skurrile Geschichte, natürlich aus den USA. Da hat sich doch jemand tatsächlich darüber geärgert, regelmäßig Schnee schippen zu müssen und weil sich dann zwei Männer getroffen haben, um über dieses Problem zu sinnieren, gab es auch eine entsprechende Lösung dafür – ein Roboter-Schneepflug:

Der hätte eigentlich auch von uns sein können. Für unseren Hof könnten wie den allemal gut gebrauchen. 🙂

„Gefrierbrand“ im Dieselmotor – Es war einmal …

… vor nicht allzu langer Zeit ziemlich kalt. Dieselfahrer hatten im vergangenen Winter häufig das Problem, dass sie bei Minusgraden mit einem unruhigen Motorlauf kämpfen mussten oder gar nicht mehr starten konnten. Warum? Bereits ab Minus 8° C besteht die Gefahr, dass Dieselkraftstoffe versulzen (Paraffin flockt aus). Das verstopft Filter und Leitungen, und das Fahrzeug streikt – trotz Winterdiesel und Markenkraftstoff. Wobei wir da mit dem möglicherweise nicht überall so richtig echten Winterdiesel da durchaus so unsere Verdächtigungen hatten, aber wir sind keine Laboranten.

Jedenfalls, mit dem idealen Fließverbesserer micrologic® PREMIUM 187 von unserem Kooperationspartner TUNAP helfen wir unseren Kunden, dass das Dieselfahrzeug auch bei kalten Temperaturen zuverlässig anspringt. Dazu muss der Kunde einfach rechtzeitig eine Dose in den Tank einfüllen, bevor es friert. Und das Beste ist: Man kann sich auf der Web-Adresse www.kaeltewarner.de kostenlos registrieren lassen und wird dann per E-Mail vor drohendem Kälteeinbruch gewarnt. Somit muss ich den Zusatz nicht einfach blind einfüllen, sondern nur dann, wenn ich ihn auch wirklich brauche.

Den Fließverbesserer haben wir ab sofort bei uns vorrätig. Kostet mit 12,80 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) zwar durchaus Geld, allerdings ist der Fließverbesserer ja für eine komplette Tankfüllung gedacht und soll auch nur dann zum Einsatz kommen, wenn es wirklich nötig wird.

Winterreifen mit Spikes?

Gerade zur aktuellen Winterreifensaison haben wir immer wieder mal die Frage zu beantworten, ob es denn auch Winterreifen mit Spikes gibt. Und das ist so eine typische Frage mit einer „Ja, aber“-Antwort. Aber mal von vorn:

Reifen mit Spikes haben in der Lauffläche zusätzlich eingearbeitete Stahlstifte, die 1 bis 2 Millimeter aus der Lauffläche herausragen. Und während viele Autofahrer glauben, dass das spitze Dornen sind, sind es meist nur stumpfe Stahlspitzen mit einem Durchmesser von ebenfalls meist nur 1 bis 2 Millimeter.

Reifen mit Spikes haben im normalen Straßenverkehr eigentlich nur Nachteile:

  • Sie sind hörbar lauter, da die Spikes auf der Fahrbahn ein Fahrgeräusch erzeugen und das mitunter richtig nervig ist.
  • Spikes beschädigen die Straße, da das Gewicht des Autos zu einem Teil auf den Stahlspitzen aufliegt und diese in die Straße gedrückt werden. Viele glauben, dass da „nur“ Fahrbahnmarkierungen leiden, aber tatsächlich verschleißen Spikes die gesamte Fahrbahn nach und nach.
  • Und das größte Problem: Reifen mit Spikes haben nur bei einem Einsatzzweck deutlich besseren Grip, nämlich beim Fahren auf Eis. Bei allen anderen Straßenverhältnissen haben sie deutlich schlechtere Griffigkeitswerte und verschleißen dann auch noch am stärksten.

Aus diesen Gründen und weil eben in Deutschland weitgehend die Notwendigkeit fehlt, regelmäßig auf Eis fahren zu müssen, sind in Deutschland Reifen mit Spikes bei motorisierten Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen verboten. Mit drei Ausnahmen:

  1. Einsatzfahrzeuge.
  2. Im Kleinen Deutschen Eck zwischen Lofer und Bad Reichenhall.
  3. Im Korridor zwischen der Grenze zu Österreich und bis 15 Kilometer ins deutsche Hinterland.

Die letzten zwei Ausnahmen vor allem deswegen, weil es hier witterungsbedingt im Winter tatsächlich regelmäßig vereiste Straßen gibt und zudem in Österreich von Oktober bis Mai Reifen mit Spikes bei motorisierten Fahrzeugen erlaubt sind. Aber sonst: Pardon, keine Reifen mit Spikes. Die Alternative sind Schneeketten.

Vereiste Scheiben.

Die Winterthemen sammeln sich ja nur so im Autohaus und gestern und heute sind wir eigentlich fast mehr beratend tätig, als „schraubend“. Ist aber auch gar nicht so unangenehm, denn zufriedene und mobile Kunden sind uns allemal lieber als Kunden, deren Auto wegen Winterschadens in der Werkstatt steht. Eine Reihe der ständig vorkommenden Fragen sammeln wir und bloggen sie.

Vereiste Scheiben

Ja, das Scheibenkratzen macht „Spaß“. Und ist eigentlich auch unnötig, wenn man sich darauf vorbereitet. Und es gibt viele Wege, vereiste Scheiben zu verhindern:

  • Eine Garage (klar, hat nicht jeder)
  • Eine Standheizung mit Zeitprogrammierung oder zumindest Fernsteuerung (auch klar, hat auch nicht jeder)
  • Auto sinnvoll parken. Erfahrene Autofahrer parken ihr Fahrzeug – wenn es denn geht – hinter einem Haus, passend zur entgegengesetzten Windrichtung. Schon hat man das Auto deutlich weniger „im Wind“.
  • Scheiben abdecken, entsprechende Matten und Hauben gibt es wirklich genügend, in jeder Preisklasse und jeder Ausstattung. Ist natürlich etwas Arbeit, jeden Abend das Auto einzupacken, dafür ist das Auto morgens eisfrei.
  • Enteisungsspray. Es wundert uns immer wieder, warum nur die wenigsten Autofahrer sowas im Auto haben, denn selbst bei Minustemperaturen kann man mit Enteisungsspray die Scheiben ruckzuck eisfrei bekommen oder zumindest dafür sorgen, dass man erheblich weniger kratzen muss. Und Enteisungssprays gibt es inzwischen auch umweltfreundlich und auch in Pumpflaschen.
  • Eiskratzer und Handschuhe. Und selbst wenn Sie keine der obigen Mittel haben: Auch beim Eiskratzer kann man sich vor dem Winter nach sinnvollen Modellen umschauen. Sehr praktisch sind zum Beispiel spezielle Handschuhe mit einem eingebauten Eiskratzer. Wärmt die Hand und gleichzeitig ist der Eiskratzer so in den Handschuh eingearbeitet, dass man mit einer Faust kratzen kann. Verknotet man sich so schon mal nicht die kalten Finger.

Vereiste Scheiben von innen

Das ist dann so ziemlich das ärgerlichste, was man morgens haben kann: Vereiste Scheiben, die aber innen vereist sind. Da kratzt man sich morgens dann wirklich einen Hexenschuss. Und wenn dann der Innenraum erwärmt ist, hat man zudem noch einen Haufen Wassertropfen auf den Polstern und Flächen und, wenn man die Feuchtigkeit nicht nach außen befördert, den gleichen Spaß spätestens am nächsten Morgen wieder.

Klare Regel: Sind die Scheiben von innen vereist, ist Feuchtigkeit im Auto, die sich eben an den Scheiben abgelagert hat. Und diese Feuchtigkeit muss hinaus. Also:

  • Tatsächlich die Scheiben von innen heraus freikratzen und das heruntergekratzte Eis möglichst auffangen und draußen entsorgen (geht gut mit einer Kehrschaufel). Das Freikratzen ist auch deshalb unumgänglich, weil bei Temperaturen unter minus 10 Grad auch eine von innen beheizte Frontscheibe kaum warm genug wird, um darauf liegendes Eis abzutauen.
  • Nasser Mantel im Auto oder Regenschirm? Raus damit, wenn Sie sie nicht mehr benötigen. Nasses Zeug sollte im Winter niemals im Passagierraum gelagert werden, schon gar nicht über Nacht. Wenn, dann nur im Kofferraum.
  • Nach den Fußmatten schauen! Liegt hier Schnee oder sind sie gar eingefroren? Dann raus mit denen und zu Hause oder in der Garage trocknen und erst dann wieder ins Auto. Oder am besten im Winter gleich für Gummimatten sorgen, die speichern die Feuchtigkeit nicht.
  • Wenn Sie ein feuchtes Auto haben, dann legen sie es trocken. Also auch bei einer kurzen Fahrt die Heizung aufdrehen und, wenn Sie eine Klimaanlage haben, auch die Klimaanlage. Die Klimaanlage kühlt im Winter nämlich nicht, sondern sorgt mit ihrem anderen Nebeneffekt für Linderung: Sie entfeuchtet nämlich den Innenraum.
  • Wenn Sie auf einer längeren Fahrt sind, planen Sie die Heizleistung so ein, dass Sie einige Minuten vor dem Ziel schon mal langsam die Heizung herunterdrehen, um das Fahrzeug nicht mit voller Wärme abzustellen. Warme Luft speichert nämlich erheblich mehr Feuchtigkeit, als kalte und wenn sie vor dem Abstellen den Großteil der warmen Luft herausbefördert haben, bleibt auch weniger Feuchtigkeit im Auto eingeschlossen.

Wie die Windschutzscheibe im Winter nicht einfriert

Es gibt kaum etwas grässlicheres während einer Fahrt im Winter. Die Windschutzscheibe ist weitgehend frei, man hat Salzspritzer drauf, möchte sie mit Scheibenwischwasser wegwischen und plötzlich gefriert das Wasser. Ist man gerade flott unterwegs, ist das wirklich eine lebensgefährliche Sache, denn so werden die nächsten Meter zum Blindflug.

Für den Winter daher noch ein paar Tipps in Sachen Windschutzscheibe:

  • Vor der Fahrt: Windschutzscheibe tunlichst freiräumen und zwar so sauber wie möglich. Je sauberer sie freigeräumt ist, desto schneller kann man sie von innen beheizen. Ist die Scheibe innen beschlagen oder gar vereist, auch hier räumen (hatten wir ja schon weiter oben).
  • Heizung an und die Heizleistung zunächst nach oben zur Windschutzscheibe lenken. Denn die müssen sie von innen beheizen, damit während der Fahrt auf die Scheibe kommende Feuchtigkeit möglichst nicht gefriert. Wenn Sie einen modernen Wagen mit Klimaautomatik haben, sorgt diese meist schon dafür, dass in der Automatikstellung zunächst die volle Heizleistung zur Windschutzscheibe kommt und erst nach und nach auch der Innenraum beheizt wird.
  • Wenn Sie eine Klimaautomatik haben, nutzen sie diese auch. Stellen Sie eine angenehme Temperatur ein und lassen Sie die Heizung arbeiten. Wenn Sie sich an der ständig laufenden Lüftung stören, bedenken Sie, dass die Windschutzscheibe im Winter ständig beheizt werden muss, damit sie eisfrei bleibt.

Winterfester Diesel?

Nach dem Kältewochenende haben wir uns ja schon gedacht, dass der Montag ein harter Montag wird. Und es war gut, sich mental darauf vorbereitet zu haben, denn es kam heute tatsächlich dick. Und das begann schon frühmorgens damit, dass unsere Wasserleitung ins Autohaus „dick“ war, nämlich zugefroren. Da ja derzeit die Straße offen ist, sind natürlich auch die Wasserleitungen an dieser Stelle nicht mehr frostgeschützt und deshalb gab es heute morgen auch kein Wasser bei uns. Immerhin wurde das sofort von dem Bauunternehmen, das die Straße bei uns bearbeitet, sofort angegangen und das zugefrorene Stück aus der Wasserleitung kurzerhand herausgesägt. Da lief nichts mehr:

Was sich montags immer zeigt, sind die Pannenfahrzeuge, die am Wochenende schlappgemacht haben. Und das sind im Anbetracht der Kälte vor allem zwei Kategorien von Fahrzeugen: Die Autos mit schwachbrüstiger Autobatterie und Autos mit Dieselmotoren und keinem winterfesten Diesel. Autos mit schwacher Autobatterie können wir relativ einfach versorgen, dazu wird die Autobatterie ausgetauscht. Die Sache mit dem nicht winterfesten Diesel ist dann schon schwieriger.

Winterfester Diesel?

Tatsächlich gibt es verschiedene Arten von Dieselkraftstoff für verschiedene Temperaturen. Dafür sorgt in Deutschland eine eigene Norm namens DIN EN 590:

  • Sommerdiesel, kältefest bis 0° und erhältlich vom 15.04. bis 30.09.
  • Übergangsdiesel, kältefest bis minus 10° und erhältlich vom 1.10. bis 15.11. sowie 1.03. bis 14.04.
  • Winterdiesel, kältefest bis minus 20° und erhältlich vom 16.11 bis 28.02.

(In der Zwischenzeit ist es so, dass es häufig den Übergangsdiesel nicht mehr gibt, sondern auch in dessen Zeiträumen Winterdiesel angeboten wird.)

So, zurück zum Sommer- und Winterdiesel. Vom Prinzip her sind beide Arten ähnlich, außer das dem Winterdiesel weitere Additive beigemischt sind, die dafür sorgen sollen, dass das Paraffin im Dieselkraftstoff bei kalten Temperaturen nicht ausflockt. Flockt der Kraftstoff nämlich aus, setzt er sich im Tank und im Kraftstofffilter ab und versulzt diese. Ein versulzter Kraftstofffilter sieht so aus, heute frisch aus einem Auto ausgebaut:

Auch für den Laien sichtbar, dass mit so einem Kraftstofffilter nichts mehr geht und dieser ausgetauscht werden muss.

So, nun wird es spannend: Eigentlich sollte Dieselkraftstoff, der hier und heute getankt wird, ja bis minus 20° frostsicher sein, also auch derzeit in den kalten Nächten noch keine Probleme auslösen. Tut er dies aber dennoch – so wie oben im Bild – dann ist die Vermutung groß, dass etwas mit dem Kraftstoff nicht stimmt. Entweder ist der Diesel noch vor dem 15. November getankt worden (bei wenig benutzten Fahrzeugen oder einem Nachtanken aus dem Reservekanister durchaus denkbar) oder die Tankstelle, von dem dieser Kraftstoff stammte, hatte zum Zeitpunkt des Tankens möglicherweise keinen Winterdiesel am Start.

Wir schreiben das deshalb so deutlich, weil Sie sich darüber bitte Gedanken machen sollten, wie es zum Versulzen kommen konnte, wenn es bei Ihrem Dieselfahrzeug passiert. Denn Fakt ist leider auch, dass der Austausch eines Kraftstofffilters auch bei einem Neuwagen keine Garantieleistung ist, weil ja nicht das Auto einen Mangel hat, sondern ja offensichtlich der Dieselkraftstoff. Auch darüber hatten wir heute leider ein paar Diskussionen, die uns auch keinen Spaß machen, aber weder wir, noch Opel können etwas dafür, wenn etwas mit dem Kraftstoff, der getankt wurde, nicht stimmt.

Wenn Sie definitiv wissen, dass Sie keinen winterfesten Dieselkraftstoff im Tank haben, dann probieren sie es bei Minustemperaturen auch nicht aus, mit dem Fahrzeug zu fahren. Denn möglicherweise wird das Auto anspringen und der Motor vielleicht auch ein paar Sekunden/Minuten auch laufen, dann aber, wenn der Kraftstofffilter versulzt, ausgehen und nicht mehr anspringen.

Gemeinsam durch mit Väterchen Frost.

Aktuell ist es ja in Deutschland praktisch überall gerade temperaturmäßig unter dem Nullpunkt und es tauchen nun Probleme auf, die wir in unseren Breitengraden eigentlich eher selten tagsüber haben: Frost und Eis. Und das zerrt an Autos, die ja bei jedem Wetter mobil sein sollen. Zur Zeit erreichen uns eine Reihe von Fragen zu diesem Thema, die wir hier mal nach und nach beantworten wollen:

Kühlwasser ist vereist

Das ist schlecht und eine echte Schlamperei des Fahrzeughalters, wenn das Kühlwasser tatsächlich vereist ist. Denn Kühlwasser muss auch im tiefsten Winter nicht vereisen, wenn dem Kühlwasser ein passender Frostschutz beigemengt ist. Und fehlender Frostschutz ist gar nicht so witzig, denn da Eis ein größeres Volumen beansprucht, wie flüssiges Wasser, kann vereistes Kühlwasser Kühlmittelleitungen und den Kühler beschädigen. Zu beachten ist auch, dass im Winter bei kaltem Kühlsystem der Kühlmittelstand knapp über der KALT/COLD Markierung liegen sollte.

Wie gesagt, muss alles nicht sein. Frostschutzmittel gibt es im Handel oder bei uns, ebenso einfachste Geräte zum Messen des Frostschutzmittelgehaltes. Können wir alles vor Ort tun, gern auch kurzfristig, wenn Sie bei uns vorbeischauen.

Vereistes Scheibenwischwasser

Mindestens genauso schlecht und richtig gefährlich, denn Scheibenwischwasser braucht man im Winter immer wieder, weil erheblich mehr Dreck auf den Scheiben landet, inklusive Salz. Ist das Wischwasser vereist, kommt erst gar kein Wasser aus den Düsen. Und selbst wenn das Wasser nicht vereist ist, aber keinen Frostschutz hat, gefriert es dann in Sekundenschnelle auf einer möglicherweise kalten und noch nicht von innen beheizten Windschutzscheibe. Das hat schon zu genügend Unfällen geführt.

Bei frostsicherem Scheibenwischwasser ist es noch einfacher, als bei Kühlmittel – es gibt schon fertige Lösungen in Kanistern, die man einfach nur in den Scheibenwischwassertank leeren muss. Hat man noch Wasser im Tank, kann man sich auch mit einem Konzentrat behelfen, das Sie dann einfach nachschütten können.

Ach ja, die Scheibenwischwasserdüsen. Sollte man natürlich im Winter von Schnee befreien und auch mal mit Enteiser einsprühen. Das beste Scheibenwischwasser nützt nichts, wenn die Düsen eingefroren sind.

Autobatterie

Wenn Sie eine alte Autobatterie haben, die schon bei Normaltemperaturen oder an kälteren Abenden nicht mehr so mag, wie eine frische, dann haben Sie jetzt unter Umständen an so manchen Morgen ein Problem. Im Winter zeigt sich die Qualität einer Autobatterie am deutlichsten und wenn Sie merken, dass Sie eine neue brauchen, dann kaufen Sie genau jetzt eine und muten Sie Ihrem Motor keine morgendlichen Anlasserorgien zu. Das rächt sich.

Autobatterie, klar, bekommen Sie auch bei uns. Wir messen auch gern bei Ihrer Autobatterie, wie fit sie für den Winter ist.

Gummidichtungen

Auch sehr beliebtes Spiel: Im Winter ruckartig die Autotüre aufreißen und eine möglicherweise schon beschädigte Gummidichtung gleich meterweise mit. Auch hier: Schlamperei, die man sich sparen kann, wenn man die Gummidichtungen mit etwas Gummipflegemittel oder einfach mit Vaseline einschmiert. Hilft.

Wo Gummipflegemittel und Vaseline nicht hilft und nicht eingesetzt werden darf: Bei Scheibenwischern, denn denen nimmt man durch solche Mittel die Wischfähigkeit und dann schmiert es gewaltig, wenn es regnet. Wenn die Scheibenwischer im Winter vereist sind, dann kratzen Sie sie vorsichtig frei (oder Enteisungsspray) und lassen Sie das keinesfalls aus Bequemlichkeit den Scheibenwischermotor erledigen!

Der Opel Ampera im Winter.

Beim Premierenwochenende am letzten Samstag hatten wir die Frage häufiger: Wie verhält sich die Batterie des Opel Ampera eigentlich im Winter? Und das ist eine sehr berechtigte Frage, denn jeder Autobesitzer weiß, dass sich eine Starterbatterie im Winter anders verhält, als im Sommer. Und wenn ein Auto seine Batterie nicht zur zum Starten, sondern auch zum Fahren nutzen soll, will man natürlich wissen, ob die Ampera-Batterie im Winter denn überhaupt taugt?

Kurzum: Sie taugt. Genau zu diesem Thema hat Roland Matthé, Spezialist bei Opel für Batteriesysteme und seit 2006 (!) Ampera-Kenner, heute einen Artikel im offiziellen Opel-Ampera-Weblog geschrieben, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen: Das thermische System bringt’s

Die Elektronik des Opel Ampera sorgt sich um seine Batterie und hält sie im optimalen Zustand. Das gilt nicht nur für die Ladung und Entladung – die Batterie wird ja nie vollständig entladen – sondern auch für widrige Temperaturen. Ab bestimmten Temperaturen wird die Batterie mit einem Flüssigkeitskreislauf beheizt und in optimalen Temperaturbereichen gehalten.

Den Autobesitzer muss das übrigens gar nicht interessieren. Im Winter sollte lediglich zugeschaut werden, dass der Opel Ampera mit angeschlossenem Ladekabel geparkt wird. Um alles weitere kümmert sich der Opel Ampera selbst. Und per Fernbedienung lässt sich dann der Opel Ampera auch sehr bequem über die serienmäßige Standheizung „per Steckdose“ innenheizen, ohne dass man sich darüber Gedanken machen muss, dass dies kostbaren Batteriestrom kostet.