Archiv des Autors: Timo Gerstel

Opel Insignia ohne Heckklappe.

Keine Sorge, es sieht schlimmer aus, als es ist, ein Opel Insignia ohne Heckklappe und Heckschürze. Aber wenn nach einem „Unfallklassiker“ – ein Auto fährt hinten drauf – Heckklappe und -schürze hinüber sind, dann müssen beide ausgetauscht werden und dann sieht das Auto vorübergehend eben so aus. Irgendwie seltsam.

In den meisten Fällen laufen solche Unfälle aber glimpflich ab und sind auch gut durch uns zu reparieren. Üblicherweise nimmt die Heckschürze dabei die meiste Aufprallenergie auf.

Häufig gestellte Fragen zum Opel Cascada.

Wenn es ein Opel-Modell gibt, zu dem wir überdurchschnittlich viele Anfragen bekommen, dann ist es der Opel Cascada. Die allermeisten Anfragen sind dabei gar nicht deshalb, dass der Cascada unzuverlässig sei, sondern weil es darum geht, mit einem Cabrioverdeck „alt“ zu werden. Das ist schön, wenn sich ein Cabriobesitzer schon beizeiten darum Gedanken macht, denn wenn es erst einmal kaputt ist, wird die Sache nur teurer.

Eine Reihe von technischen Fragen haben wir schon in einem früheren Artikel beantwortet, jetzt aber haben wir vor allem ein paar Fragen gesammelt, die mit nicht mehr ganz neuen Cascadas zu tun haben.

„Ich habe nach einigen Jahren sichtbare Falten im Verdeck, ist das in Ordnung?“

Grundsätzlich ja, das ist nicht zu vermeiden, wenn das Verdeck häufig genutzt wird, was bei einem Cabrio ja durchaus gewollt ist. Sie müssen sich vorstellen, dass so ein Verdeck ständig „draußen“ ist. Im Winter ist es während der Fahrt sehr kalt, im Sommer knallt die Sonne drauf, Regen, Schnee, Hagel… so ein Verdeck hat es nicht leicht im Leben.

Die Witterung ist mächtig und daher steht jedes Cabrioverdeck unter einem witterungsbedingten Verschleiß, von Anfang an. Das zeigt sich vor allem eben durch das Verdeck, das im Laufe der Jahre die Imprägnierung verliert (dazu gleich noch etwas), etwas heller wird und auch an den beabsichtigten Stellen mehr oder weniger sichtbare Falten im Stoff erzeugt. Dieser natürliche Verschleiß lässt sich jedoch durch gute Pflege zumindest bremsen.

Aber, wir sagen es auch gleich dazu: Ein schlampig gepflegtes Cabrioverdeck hält nicht ewig. Das gilt für historische Cabrios genauso, wie für nagelneue. Wer ein Cabrio kauft und sehr lange fahren will, muss damit rechnen, dass ein Cabrio in Sachen Dach mehr Pflege braucht, als ein „normales“ Auto (und selbst das braucht in Sachen Lack regelmäßig Pflege).

„Muss ich bei meinem Cascada das Verdeck regelmäßig imprägnieren?“

Die Frage ist einfach zu beantworten und beantwortet sich fast von allein: Der Cascada hat ein Stoffdach und Stoff ist nicht grundsätzlich wasserdicht. Zwar kommt der Cascada mit einem gut imprägnierten Verdeckstoff, aber im Laufe der Zeit lässt die Wirkung nach, abhängig davon, wie stark es unter der Witterung steht und auch abhängig davon, wie häufig z.B. das Auto in die Waschanlage kommt. Jede Außeneinwirkung kosten ein wenig Imprägnierung.

Doch dagegen können Sie etwas tun, nämlich wiederum nachimprägnieren. Dazu gibt es im Fachhandel und dem Opel-Service-Partner Ihres Vertrauens sehr wirkungsvolle Imprägniermittel. Auch die meisten Autowerkstätten übernehmen diese Aufgabe als Serviceleistung gern.

Wie oft imprägniert werden muss, darüber lässt sich diskutieren, eben abhängig davon, wie stark das Dach mit Wasser zu tun hatte. Aber glücklicherweise sieht man die Vorboten einer nachlassenden Imprägnierung durch kleine Wasserflecke, die im Laufe der Zeit immer größer werden (was Sie natürlich vermeiden sollten). Viele Cabriobesitzer schwören auf eine jährliche Imprägnierung, gern zu Beginn der Cabriosaison. Dagegen können wir nichts einwenden, wenn die Imprägnierung sorgfältig durchgeführt wird.

Und, kleiner Tipp: Nehmen Sie bitte nicht den billigsten Imprägnierer, sondern Markenprodukte. Ihr Cabrioverdeck wird Ihnen das auf Dauer danken. Und ein zweiter Tipp: Führen Sie ein kleines „Verdeck-Inspektionsbuch“, das Sie beim Scheckheft des Autos lagern. Wenn Sie nämlich irgendwann Ihr Cabrio verkaufen wollen, hat ein nachweisbar so „scheckheft-gepflegtes“ Auto durchaus ein geldwerter Vorteil.

„Muss ich bei meinem Cascada die Verdeckmechanik warten oder fetten?“

Nein, bitte: Finger weg, wenn Sie nicht exakt wissen, was Sie da tun! Der Cascada hat ein elektromechanisches Verdeck und ist prinzipiell für den normalen Autobesitzer wartungsfrei. Kümmern sollte sich um die Innereien immer ein fachkundiger Mechatroniker. Das einzige, was Sie warten sollten, sind die Gummiflächen, an denen das Verdeck Kontakt zur Außenhülle der Karosserie hat – hier tut es ein handelsüblicher Gummipflegestift.

Wenn das Verdeck quietscht oder andere seltsame Geräusche von sich gibt, dann ist übrigens ein Vorstellen beim Opel-Service-Partner das beste Vorgehen. Vieles, was am Anfang noch leise quietscht, quietscht im Laufe der Zeit dann meist noch lauter, bis irgendwann dann etwas richtig kaputt ist. Kann man vermeiden.

„Man kann beim Cascada ja während der Fahrt das Verdeck öffnen oder schließen? Ist das in Ordnung?“

Also rein technisch gesehen ist der Cascada mit so einer Spezifikation geplant und gebaut worden, kann das also dauerhaft. Die Frage ist da immer: Muss man das Verdeck tatsächlich auch jedes Mal während der Fahrt auf- und zumachen? Anderes Beispiel: Natürlich könnten Sie bei den meisten Fahrzeugen auch im dritten (oder gar im zweiten) Gang durch die Stadt düsen, aber das macht keiner, weil es laut ist, viel Benzin verbraucht und landläufig die Erfahrung gilt, dass so ein übermäßiger Motorverschleiß entsteht. Kann man tun, muss man aber nicht.

Die meisten Cabriobesitzer sind „Genießerfahrer“ und haben eine andere Beziehung zu ihrem Auto. Unter anderem auch deshalb, weil Cabrios deutlich weniger Besitzerwechsel haben und länger im Besitz bleiben. Damit in der Zeit das Auto möglichst viel Freude und wenig Ärger verursacht, ist ein angemessener Gebrauch niemals eine falsche Entscheidung.

„Muss ich irgendwann damit rechnen, das Verdeck wechseln zu müssen?“

Schwer zu beantwortende Frage, es hängt, wie Sie schon oben gelesen haben sollten, sehr davon ab, wie alt ein Cabrio wird und wie gut das Verdeck im Laufe seines Lebens gepflegt wird. Es gibt viele historische Cabrios auf unseren Straßen mit originalen Verdecken, aber dazu muss man auch sagen, dass bei historisch werdenden Cabrios in erster Linie die Verdecke zum Problemfall werden.

Cabriofans wissen das allerdings von Anfang an. Es kostet zwar Geld, aber Verdecke sind in modernen Fahrzeugen austauschbare Module und können im Bedarfsfall komplett ausgetauscht werden. Auch für den Cascada wird es ab der Einstellung der Serienproduktion mindestens zehn Jahre lang originale Verdecke geben, üblicherweise auch lange danach. Und der After-Sales-Zubehörmarkt zeigt sehr eindrucksvoll, dass auch für noch ältere Cabrios sehr gute Verdeckalternativen gebaut werden.

Sprich: Die Gefahr, dass Sie in zehn, zwanzig Jahren mit einem Cascada ohne Verdeck dastehen, ist unbegründet. Dazu hat der Cascada „zu viel“ echte Klasse und bereits heute einen großen Kreis von Besitzern, die gedenken, das Auto wirklich sehr lange zu fahren.

Nächster Samstag leider geschlossen.

Unsere Autohaus-Samstage sind bei vielen Kunden recht beliebt. Birnchen am Scheinwerfer kaputt, Inspektion vereinbaren, Räder wechseln oder beim Verkauf sich ein Angebot für einen Neu- oder Gebrauchtwagen geben lassen und das alles bei angenehmer Atmosphäre – das pflegen wir seit über 100 Jahren und hätten das auch am Samstag, den 11. Mai so gemacht, wenn nicht „höhere Gewalt“ uns dazu zwingt, erst gar nicht aufzuschließen.

Am Samstag demonstriert nämlich eine Kleinstpartei und durch notwendige größere Gebietsabsicherungen durch die Polizei ist ein großer Teil der Pforzheimer Oststadt davon betroffen. Eine Reihe von Gewerbetreibenden rund um unser Autohaus wurden von der Polizei gebeten, am Samstag erst gar nicht zu öffnen und wir tun das daher auch.

Leider. Auch wir bedauern diese gesamte Entwicklung.

Tote Maus im Motorraum.

Auch das kommt vor – Leichenfunde im Motorraum. Und hier brauchen wir keine Mordkommission, denn da wissen wir schon, was hier passiert ist, nämlich ein Mord, meist verursacht durch einen Marder. Die bringen nämlich ihr Opfer gern in Verstecke, um sie dort dann zu zerlegen. Das klappt oft, aber nicht immer, denn wenn sie sich beim Fressen gestört fühlen, verschwinden sie auch schnell wieder, lassen ihr Gejagtes aber natürlich dann zurück.

Und diese Kadaver haben es buchstäblich in sich. Je länger sie da im Motorraum liegen, desto stärker riecht es nach Verwesung. Und dieser Verwesungsgeruch dringt früher oder später in das Fahrzeuginnere, nämlich dann, wenn eine Lüftung loslegt. Das hält wirklich niemand aus, da hat Mutter Natur schon gut dafür gesorgt, dass man sich von Kadavern am besten fernhält.

Daher: Wenn Sie schon den leisesten Hauch von Verwesungsgeruch am oder in Ihrem Auto wahrnehmen – checken, woher das kommt! Wenn es im Motorraum gut sichtbar ist, können Sie das Elend mit einer Plastiktüte selbst entfernen, ansonsten können Sie auch zu Ihrer Autowerkstatt fahren, da wird sowas auch erledigt und bei Bedarf auch gleich mit einer Motorreinigung gekontert, die Sie auf keinen Fall selbst zu Hause machen dürfen.

Der Aprilscherz, der keiner war.

Das mit dem Ford Mustang … tja, ist kein Aprilscherz. Tatsächlich steht bei uns im Autohaus einer, wobei ich aber gleich vorwegschicken muss, dass das mein privater Oldtimer ist und dieser nicht im Besitz des Autohauses ist. So viel Oldtimerliebe geht dann auch für ein Opel-Autohaus nicht so ohne weiteres. 🙂

Zu dieser Anschaffung muss ich sagen, dass ich schon immer für den Mustang der ersten Generation geschwärmt habe und dieses Auto die Erfüllung eines großen Jugendtraumes ist. Ich kann mich – wie man ja im Gerstelblog immer wieder lesen kann – durchaus für fast jedes Auto begeistern, aber der Mustang ist dann doch in einer etwas anderen Liga unterwegs. Das gute Stück hier ist sehr gut erhalten und brauchte nur noch wenig Restaurationsarbeiten, aber das ist für mich nun das kleinste Problem. Wichtig ist für uns alle, dass ein Oldtimer auch ein Oldtimer bleibt und nicht verbaut wird.

Nun gut, aber dennoch, wie gesagt, der Mustang ist von Ford und wir sind weiterhin ein Opel-Autohaus. Sie werden dieses schwarze Stück daher nicht bei uns im Showroom finden und eher auch nicht bei Fahrzeugmessen wie beispielsweise dem kommenden Pforzheimer Automarkt. Tut mir leid, Opel geht bei der Arbeit vor. 🙂

Wir haben jetzt einen Opel Mustang!

Wir sind ja in Sachen Oldtimer durchaus gut ausgestattet und zählen einige ältere Boliden zu unserem Bestand. Die regelmäßigen Gerstelblog-Leser kennen ja schon unseren P4, den Kapitän, den Opel Blitz als Anhänger und nochmal als Feuerwehrauto … wir sind wirklich gut ausgestattet und fast alle diese Oldtimer sind vollständig fahrbereit, weil wir ja letztlich auch ein Autohaus sind und kein Parkhaus.

So, jetzt kommt es: Wir haben nun einen Opel Mustang … okay, natürlich einen Ford Mustang. Mit Ford hatten wir nie sonderlich große Probleme, immerhin haben wir ja auch mehrere Jahrzehnte GM-Erfahrung, wir kennen also amerikanische Autos. Und letztlich sieht der Mustang ja auch gar nicht so anders aus, wie so manch Chevy-Kollege. Oldtimer ist Oldtimer, wir reparieren ja auch Oldtimer verschiedener Marken.

Unser Opel … äh… Ford Mustang

Wir haben natürlich jetzt ein paar Probleme, denn wo stellt man einen Ford Mustang hin, wenn man ein Opel-Autohaus ist? Wir verstecken ihn daher etwas, um Fragen auszuweichen. Aber Sie können es uns ruhig glauben! Wir haben jetzt einen Ford Mustang und das als Opel-Autohaus! 😉

Einstellen der Frontkamera

Moderne Technik erfordert modernes Werkzeug. Zum Beispiel zum Einstellen der Frontkamera bei einem Opel Grandland X.

Tatsächlich ist eine korrekt eingestellte Frontkamera bei allen modernen Assistenzsystemen wirklich zwingend notwendig und vorgeschrieben. Daher gibt es hier ein offizielles Werkzeug mit einer Tafel und einem aufgedruckten Code.

Anlernen der Frontkamera bei einem Opel Grandland X

Diesen Code kann die Kamera im Modus zur Einstellung erkennen und dann können wir die Kamera entsprechend justieren. Nichts, was man einfach mal nebenbei macht und vor allem braucht man das passende Werkzeug, hier mit der entsprechenden Tafel.

36. Pforzheimer Automarkt – wir sind dabei!

Frühjahr ist nicht nur die Zeit von Schneeglöckchen und Krokusse, sondern auch die des traditionsreichen Pforzheimer Automarkts. Da gab es in den vergangenen Jahren ja immer wieder mehr oder weniger leise Diskussionen darüber, ob es mit dem Pforzheimer Automarkt weitergeht – zumindest in diesem Jahr geht es mit der nunmehr 36. Auflage weiter. Notieren Sie schon mal die Termine:

  • Samstag, 6. April 2019 von 10 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 7. April 2019 von 11 bis 18 Uhr

Der Veranstaltungsort des Pforzheimer Automarkts ist wie immer der Pforzheimer Messplatz.

Auch wir vom Autohaus Gerstel sind auf dem Automarkt dabei, so wie die letzten Jahre auch. Bei Opel ist zwar gerade alles so etwas im Wandel, aber mit der aktuellen Modellpalette und den Paradepferden Combo, Grandland X und Crossland X müssen wir uns nicht verstecken – ganz im Gegenteil.

Wir sind am angestammten Platz am Anfang des Pforzheimer Automarkts und voraussichtlich werden wir wieder die einzigen sein, die ein gelbes Zelt haben. (Auch das ein Insiderwitz, den nur die eingefleischten Gerstelblog-Leser verstehen. ;-))

Näheres zu den Vorbereitungen und vor allem zu unserem genauen Programm gibt es in den nächsten Wochen hier im Gerstelblog.

Auch eine Form der Abgasvermeidung.

Das Bild ist schon recht interessant – ein fast perfekt nach unten abgedrückter Auspuff, so dass bei diesem Auto tatsächlich gar nichts mehr geht.

Der Grund dieses „Umbaus“ ist allerdings eher unfreiwilliger Natur, denn diesem Corsa wurde hinten hineingefahren und recht stark beschädigt, was man auch am Stoßfänger sehen kann.

Tatsächlich ist so ein Unfall kein Rempler mehr, vielmehr entsteht bei entsprechendem Alter des Fahrzeuges sehr schnell ein wirtschaftlicher Totalschaden. Das kommt dann für viele Autobesitzer durchaus überraschend, denn oftmals sieht man bei modernen Autos den wahren Schaden erst, wenn man hinter die Kulissen schaut.