Archiv der Kategorie: Technik

Auffahrunfall mit einer Anhängerkupplung

Das sind auch so Unfälle, die ärgerlich sind. Front- und Heckschürzen nehmen da durchaus einiges an Rempeleien auf und fangen die Kräfte ab, bevor sie an das Chassis des Fahrzeuges kommen. Wenn da nur nicht Anhängerkupplungen im Weg stehen würden …

Die stehen natürlich starr im Weg und wenn diese dann verformt werden, schiebt sich ein wirklich hartes Stück Metall ins Auto. Dementsprechend viel geht dann dabei üblicherweise auch kaputt. An den Markierungen des Gutachters sieht man recht deutlich, dass das keine einfache Bagatelle ist.

Opel Insignia ohne Heckklappe.

Keine Sorge, es sieht schlimmer aus, als es ist, ein Opel Insignia ohne Heckklappe und Heckschürze. Aber wenn nach einem „Unfallklassiker“ – ein Auto fährt hinten drauf – Heckklappe und -schürze hinüber sind, dann müssen beide ausgetauscht werden und dann sieht das Auto vorübergehend eben so aus. Irgendwie seltsam.

In den meisten Fällen laufen solche Unfälle aber glimpflich ab und sind auch gut durch uns zu reparieren. Üblicherweise nimmt die Heckschürze dabei die meiste Aufprallenergie auf.

Häufig gestellte Fragen zum Opel Cascada.

Wenn es ein Opel-Modell gibt, zu dem wir überdurchschnittlich viele Anfragen bekommen, dann ist es der Opel Cascada. Die allermeisten Anfragen sind dabei gar nicht deshalb, dass der Cascada unzuverlässig sei, sondern weil es darum geht, mit einem Cabrioverdeck „alt“ zu werden. Das ist schön, wenn sich ein Cabriobesitzer schon beizeiten darum Gedanken macht, denn wenn es erst einmal kaputt ist, wird die Sache nur teurer.

Eine Reihe von technischen Fragen haben wir schon in einem früheren Artikel beantwortet, jetzt aber haben wir vor allem ein paar Fragen gesammelt, die mit nicht mehr ganz neuen Cascadas zu tun haben.

„Ich habe nach einigen Jahren sichtbare Falten im Verdeck, ist das in Ordnung?“

Grundsätzlich ja, das ist nicht zu vermeiden, wenn das Verdeck häufig genutzt wird, was bei einem Cabrio ja durchaus gewollt ist. Sie müssen sich vorstellen, dass so ein Verdeck ständig „draußen“ ist. Im Winter ist es während der Fahrt sehr kalt, im Sommer knallt die Sonne drauf, Regen, Schnee, Hagel… so ein Verdeck hat es nicht leicht im Leben.

Die Witterung ist mächtig und daher steht jedes Cabrioverdeck unter einem witterungsbedingten Verschleiß, von Anfang an. Das zeigt sich vor allem eben durch das Verdeck, das im Laufe der Jahre die Imprägnierung verliert (dazu gleich noch etwas), etwas heller wird und auch an den beabsichtigten Stellen mehr oder weniger sichtbare Falten im Stoff erzeugt. Dieser natürliche Verschleiß lässt sich jedoch durch gute Pflege zumindest bremsen.

Aber, wir sagen es auch gleich dazu: Ein schlampig gepflegtes Cabrioverdeck hält nicht ewig. Das gilt für historische Cabrios genauso, wie für nagelneue. Wer ein Cabrio kauft und sehr lange fahren will, muss damit rechnen, dass ein Cabrio in Sachen Dach mehr Pflege braucht, als ein „normales“ Auto (und selbst das braucht in Sachen Lack regelmäßig Pflege).

„Muss ich bei meinem Cascada das Verdeck regelmäßig imprägnieren?“

Die Frage ist einfach zu beantworten und beantwortet sich fast von allein: Der Cascada hat ein Stoffdach und Stoff ist nicht grundsätzlich wasserdicht. Zwar kommt der Cascada mit einem gut imprägnierten Verdeckstoff, aber im Laufe der Zeit lässt die Wirkung nach, abhängig davon, wie stark es unter der Witterung steht und auch abhängig davon, wie häufig z.B. das Auto in die Waschanlage kommt. Jede Außeneinwirkung kosten ein wenig Imprägnierung.

Doch dagegen können Sie etwas tun, nämlich wiederum nachimprägnieren. Dazu gibt es im Fachhandel und dem Opel-Service-Partner Ihres Vertrauens sehr wirkungsvolle Imprägniermittel. Auch die meisten Autowerkstätten übernehmen diese Aufgabe als Serviceleistung gern.

Wie oft imprägniert werden muss, darüber lässt sich diskutieren, eben abhängig davon, wie stark das Dach mit Wasser zu tun hatte. Aber glücklicherweise sieht man die Vorboten einer nachlassenden Imprägnierung durch kleine Wasserflecke, die im Laufe der Zeit immer größer werden (was Sie natürlich vermeiden sollten). Viele Cabriobesitzer schwören auf eine jährliche Imprägnierung, gern zu Beginn der Cabriosaison. Dagegen können wir nichts einwenden, wenn die Imprägnierung sorgfältig durchgeführt wird.

Und, kleiner Tipp: Nehmen Sie bitte nicht den billigsten Imprägnierer, sondern Markenprodukte. Ihr Cabrioverdeck wird Ihnen das auf Dauer danken. Und ein zweiter Tipp: Führen Sie ein kleines „Verdeck-Inspektionsbuch“, das Sie beim Scheckheft des Autos lagern. Wenn Sie nämlich irgendwann Ihr Cabrio verkaufen wollen, hat ein nachweisbar so „scheckheft-gepflegtes“ Auto durchaus ein geldwerter Vorteil.

„Muss ich bei meinem Cascada die Verdeckmechanik warten oder fetten?“

Nein, bitte: Finger weg, wenn Sie nicht exakt wissen, was Sie da tun! Der Cascada hat ein elektromechanisches Verdeck und ist prinzipiell für den normalen Autobesitzer wartungsfrei. Kümmern sollte sich um die Innereien immer ein fachkundiger Mechatroniker. Das einzige, was Sie warten sollten, sind die Gummiflächen, an denen das Verdeck Kontakt zur Außenhülle der Karosserie hat – hier tut es ein handelsüblicher Gummipflegestift.

Wenn das Verdeck quietscht oder andere seltsame Geräusche von sich gibt, dann ist übrigens ein Vorstellen beim Opel-Service-Partner das beste Vorgehen. Vieles, was am Anfang noch leise quietscht, quietscht im Laufe der Zeit dann meist noch lauter, bis irgendwann dann etwas richtig kaputt ist. Kann man vermeiden.

„Man kann beim Cascada ja während der Fahrt das Verdeck öffnen oder schließen? Ist das in Ordnung?“

Also rein technisch gesehen ist der Cascada mit so einer Spezifikation geplant und gebaut worden, kann das also dauerhaft. Die Frage ist da immer: Muss man das Verdeck tatsächlich auch jedes Mal während der Fahrt auf- und zumachen? Anderes Beispiel: Natürlich könnten Sie bei den meisten Fahrzeugen auch im dritten (oder gar im zweiten) Gang durch die Stadt düsen, aber das macht keiner, weil es laut ist, viel Benzin verbraucht und landläufig die Erfahrung gilt, dass so ein übermäßiger Motorverschleiß entsteht. Kann man tun, muss man aber nicht.

Die meisten Cabriobesitzer sind „Genießerfahrer“ und haben eine andere Beziehung zu ihrem Auto. Unter anderem auch deshalb, weil Cabrios deutlich weniger Besitzerwechsel haben und länger im Besitz bleiben. Damit in der Zeit das Auto möglichst viel Freude und wenig Ärger verursacht, ist ein angemessener Gebrauch niemals eine falsche Entscheidung.

„Muss ich irgendwann damit rechnen, das Verdeck wechseln zu müssen?“

Schwer zu beantwortende Frage, es hängt, wie Sie schon oben gelesen haben sollten, sehr davon ab, wie alt ein Cabrio wird und wie gut das Verdeck im Laufe seines Lebens gepflegt wird. Es gibt viele historische Cabrios auf unseren Straßen mit originalen Verdecken, aber dazu muss man auch sagen, dass bei historisch werdenden Cabrios in erster Linie die Verdecke zum Problemfall werden.

Cabriofans wissen das allerdings von Anfang an. Es kostet zwar Geld, aber Verdecke sind in modernen Fahrzeugen austauschbare Module und können im Bedarfsfall komplett ausgetauscht werden. Auch für den Cascada wird es ab der Einstellung der Serienproduktion mindestens zehn Jahre lang originale Verdecke geben, üblicherweise auch lange danach. Und der After-Sales-Zubehörmarkt zeigt sehr eindrucksvoll, dass auch für noch ältere Cabrios sehr gute Verdeckalternativen gebaut werden.

Sprich: Die Gefahr, dass Sie in zehn, zwanzig Jahren mit einem Cascada ohne Verdeck dastehen, ist unbegründet. Dazu hat der Cascada „zu viel“ echte Klasse und bereits heute einen großen Kreis von Besitzern, die gedenken, das Auto wirklich sehr lange zu fahren.

Tankaufkleber.

Ja, wir wissen, dieser Benzin-Tankaufkleber sieht bescheiden aus, aber es geht leider mitunter nicht anders. Es passiert leider immer wieder, dass in einen Benziner fälschlicherweise Diesel getankt wird und das erzeugt eine Menge Ärger und Arbeit.

Denn tatsächlich gilt diese alte Regel, dass man bei einem Benziner mit „etwas Diesel“ noch problemlos weiterfahren könne, so nicht mehr. Diesel hat eine höhere Zündtemperatur und schon wenig Dieselkraftstoff erzeugt Stress in einem modernen Motor und kann schwere Schäden auslösen.

Nun steht zwar im Tankdeckel üblicherweise ein Hinweis auf den zu tankenden Kraftstoff, aber seien wir ehrlich – wann schaut man da schon hin, wenn es schnell gehen muss? Bei allen Mietwagenverleiherern gehören daher Falschtankungen zu den häufigsten Servicefällen.

Daher: Deutlicher Aufkleber. Wenig schön, aber wirkt.

Uli baut: Einen bürstenlosen Gleichstrommotor.

Elektromotoren mit Bürsten haben das Problem, dass sie nicht ganz wartungsfrei sind. Denn die Bürsten, die den Strom auf die Welle mit den Läufern übertragen, sind einer ständigen Abnutzung unterworfen, was wir sehr schön beim letzten Elektromotor mit zwei Läufern gesehen haben.

Die Lösung ist ein bürstenloser Elektromotor, der, wenn er einmal gebaut ist, praktisch wartungsfrei ist. Und auch an diese Elektromotorentechnik hat sich Uli herangewagt und einen entsprechenden Motor gebaut.

Für Uli war dies der anspruchvollste Motor bisher, weil doch eine Menge Material verbaut ist und eine ausgefeilte Elektronik notwendig war. Und an der „kleinen Macke“ arbeitet er auch noch, für Motorenleute ist solches Feintuning Ehrensache. 🙂

Und auch der nächste Elektromotor ist schon in Planung, aber dazu schreiben wir dann etwas, wenn er fertig ist.

Kleines Ratespiel.

Schauen Sie sich einmal das folgende Bild an und raten Sie einmal, was selbst mich, der nun viele Dinge in Autos gesehen hat, so auch noch nicht kannte:

Es ist natürlich das Thema mit dem Fensterheben. Denn zum einen gibt es Knöpfe für die elektrische Verstellung und weiter rechts ist dann doch eine Handkurbel verbaut. Und zwar so sorgfältig, als ob die Kurbel original wäre.

Ist es aber nicht: Tatsächlich hat das Auto elektrische Fensterheber, aber auf der Fahrerseite war die Mechanik dann irgendwann defekt. Da wollte der damalige Besitzer wohl nicht auf neue Technik setzen, sondern hat eine Handkurbel eingebaut. Und das, wie gesagt, so sorgfältig und ohne Kratzer, dass selbst wir da zweimal hinschauen mussten. Respekt, einwandfreie Arbeit. 🙂

Tote Maus im Motorraum.

Auch das kommt vor – Leichenfunde im Motorraum. Und hier brauchen wir keine Mordkommission, denn da wissen wir schon, was hier passiert ist, nämlich ein Mord, meist verursacht durch einen Marder. Die bringen nämlich ihr Opfer gern in Verstecke, um sie dort dann zu zerlegen. Das klappt oft, aber nicht immer, denn wenn sie sich beim Fressen gestört fühlen, verschwinden sie auch schnell wieder, lassen ihr Gejagtes aber natürlich dann zurück.

Und diese Kadaver haben es buchstäblich in sich. Je länger sie da im Motorraum liegen, desto stärker riecht es nach Verwesung. Und dieser Verwesungsgeruch dringt früher oder später in das Fahrzeuginnere, nämlich dann, wenn eine Lüftung loslegt. Das hält wirklich niemand aus, da hat Mutter Natur schon gut dafür gesorgt, dass man sich von Kadavern am besten fernhält.

Daher: Wenn Sie schon den leisesten Hauch von Verwesungsgeruch am oder in Ihrem Auto wahrnehmen – checken, woher das kommt! Wenn es im Motorraum gut sichtbar ist, können Sie das Elend mit einer Plastiktüte selbst entfernen, ansonsten können Sie auch zu Ihrer Autowerkstatt fahren, da wird sowas auch erledigt und bei Bedarf auch gleich mit einer Motorreinigung gekontert, die Sie auf keinen Fall selbst zu Hause machen dürfen.

Uli baut: Einen Elektromotor mit zwei Läufern.

Viele Gerstelblog-Leser und YouTube-Abonnenten kennen unseren Diagnosetechniker und Serviceberater Uli Bischoff. Und sie kennen auch sein besonderes Hobby, das (natürlich) mit Motoren zu tun hat, nämlich der Bau von Elektromotoren. Und da nicht einfach nur fertig konfektionierte Modellbaumotoren, sondern richtig selbst konstruierte, aus einfachsten Materialien, wie sie in einer Werkstatt als vermeintlicher Abfall anfallen.

Für seinen neuesten Motor wird es nun deutlich komplizierter – ein Elektromotor mit zwei Läufern wurde gebaut. Und damit der funktioniert, braucht er eine ausgefeilte Stromverteilung, die mit einer Portion (natürlich auch selbstgebauter) Elektronik funktioniert:

Kleine Ankündigung: Der nächste Motor ist auch schon fertig und kommt nächste Woche. Und der ist wirklich ein Meisterstück.

Eiskratzen für Profis

Wir bekommen ja durchaus auch Fragen, für die sich der ein oder andere Autofahrer etwas schämt. Tatsächlich muss man sich aber für keine Frage wirklich schämen, schon eher ein Autohaus, das so Fragen nicht beantworten will oder kann. Es geht heute um das Eiskratzen. Das passt gut zur Jahreszeit. 🙂

Eiskratzen (weitgehend) vermeiden

Um Eisbildung auf einem parkenden Auto zu vermeiden, helfen zwei Dinge.

  1. Abdecken der Scheiben
  2. Pflege der Scheiben

Während das Abdecken sehr einfach zu erklären ist, wirft die Pflege der Scheiben zur Vermeidung von hartnäckigem Eis so manch Stirnfalte auf. Aber es ist eigentlich ganz einfach: Eis bildet sich vor allem um bestehende Partikel, dazu gehört Schmutz und Staub. Je mehr davon auf der Scheibe ist, desto hartnäckiger bildet sich Eis. Wer also im Winter penibel mit Scheibenreiniger die Scheiben sauber hält (also wirklich mit Lappen und nicht einfach nur via Scheibenwischer), muss tatsächlich weniger kratzen.

Und: Wenn Sie auch gleich die Scheiben innen sauberhalten, haben Sie auch erheblich weniger Probleme mit kondensierender Feuchtigkeit innen an den Scheiben.

Eis kratzen

In Sachen Eiskratzen gibt es unendlich viel Werkzeug. Wir empfehlen: Eiskratzen nur mit einem echten Eiskratzer und mit keinem anderen Werkzeug. Denn alternative Werkzeuge sind entweder mit einer zu harten oder zu weichen Kante versehen. Mit einer zu weichen Kante kratzen Sie ewig und mit einer zu harten Kante beschädigen Sie die Scheibe, besonders die weichere Windschutzscheibe.

Praktisch sind Eiskratzer, die in einen Handschuh eingearbeitet sind. Ist wirklich keine Besonderheit, aber wer einmal im Winter das Vergnügen hatte, mit so einem Werkzeug zu kratzen, will es nicht mehr missen.

Eis mit Scheibenenteiser säubern

Das sind dann die echten Profis – nämlich die, die mit einem Scheibenenteiser kommen und vor dem Kratzen erst einmal die Scheiben damit behandeln. Denn dann müssen Sie in der Regel gar nicht mehr so viel kratzen.

Scheibenenteiser bzw. entsprechendes Konzentrat können Sie im Handel kaufen oder auch ganz einfach selbst herstellen. Nehmen Sie eine Pumpflasche und füllen Sie sie bis zur Hälfte mit Wasser und zur anderen Hälfte mit Spiritus auf. Dazu noch ein paar Spritzer Spülmittel und fertig!

Sehr viel Scheibenenteiser brauchen Sie übrigens nicht. Räumen Sie zunächst den Schnee von den Scheiben und sprühen Sie das hartnäckige Eis einfach großflächig mit dem Scheibenenteiser ein, am besten oben. Dann können Sie bequem das sofort auftauende Eis zusammen mit dem Enteiser nach unten abziehen.

Was ist eigentlich EURO 6d-TEMP?

In Sachen Abgasnormen haben wir in den letzten Monaten einiges zu erklären gehabt und haben immer noch viel neues. Zum Beispiel zur Abgasnormen-Familie EURO 6. Denn die hat inzwischen vier Normen:

  • EURO 6b
  • EURO 6c
  • EURO 6d-TEMP
  • EURO 6d

Die Unterscheidung dieser Unternormen ist gar nicht so kompliziert.

Euro 6b und der Rest der Familie.

EURO 6b unterscheidet sich von allen weiteren EURO-6-Normen, indem die Werte von EURO-6b-zertifizierten Fahrzeugen nach dem so genannten NEFZ-Testzyklus gemessen wurden. Das ist ein strenger Testzyklus, der nach Aussage vieler Experten jedoch nicht sehr praxisnah ist.

Sprich: EURO 6b kann alles, was alle anderen EURO-6-Normen können, aber gemessen wurden diese Werte nach dem alten NEFZ-Testzyklus.

Der Nachfolger EURO 6c ist also das, was Standard ist und nach dem neuen, praxisnäheren Testzyklus WLTP („Worldwide harmonized Light vehicles Test procedure“) gemessen wurde.

EURO 6d-TEMP und EURO 6d

Bei den EURO-6d-Normen gelten im Prinzip alle Grenzwerte von EURO 6c, nur sind bei diesen Normen zusätzlich noch Werte für den so genannten „RDE-Konformitätsfaktor“ dabei. Dieser Faktor wurde eingeführt, um real auftretende Werte zu bekommen. Gemessen wird hierbei mit Fahrzeugen, die ein Abgasmesswerkzeug an Bord haben. So können diese Werte nicht manipuliert werden wie bisher mit dem NEFZ-Zyklus, der bei einigen Autoherstellern von der Elektronik erkannt wurde und dann manipulierte Messwerte entstanden.

Dieser RDE-Faktor ist bei EURO 6d-TEMP 2,1 und bei EURO 6d dann 1,5. Angepeilt werden soll zukünftig EURO 6d, die Norm EURO 6d-TEMP ist, so wie es der Name schon sagt, eine vorübergehende Norm, so dass EURO 6d spätestens bei allen neuen Typen ab 1. Januar 2020 und bei allen erstzugelassenen Fahrzeugen ab 1. Januar 2021 gefordert wird, übrigens unabhängig davon, ob Diesel oder Benziner.

Wie erkennt der Laie nun, welche EURO-6-Norm ein Auto hat?

Leidiges Thema: So ohne weiteres nämlich mangels Plakette überhaupt nicht, davon hatten wir es vor einigen Monaten ja schon mal. Es gibt weiterhin keine Plakette, die mehr als die „grüne Plakette“ kann, der Gesetzgeber ist hier nicht weitergekommen.

Daher sind Informationen über die EURO-Abgasnorm aus den Dokumentationen der Autohersteller herauszulesen. In allen Verkaufsunterlagen finden sich entsprechende Angaben. Oder Sie fragen einfach weiterhin uns Autohändler und Werkstätten. 🙂