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Der 14. August fällt dieses Jahr aus.

Kalender werden von Menschen gemacht und Menschen machen hin und wieder auch Fehler. Das haben wir gerade eindrucksvoll beim Kalender der Opel Bank gemerkt, als wir kurz mal schauen wollten, was für ein Datum der Montag übernächster Woche hat: Der 15. Nein, der 14. Wie bitte? Also im Kalender steht der 15. … ach du liebe Zeit!

Also an alle Opel-Kollegen, die auch den Dreimonatskalender der Opel Bank im Einsatz haben: Vorsicht, der August ist etwas kaputt. 🙂

Das Altöl wurde übrigens gerade abgeholt. Der Tankwagen im Hintergrund dürfte ein guter Hinweis dafür sein, dass das keine kleinen Kanistermengen sind, die wir regelmäßig abzugeben haben. (Klar, der Tankwagen fährt noch ein paar weitere Abholstellen an…)

Unüblicher Druckverlust.

Was macht man, wenn man immer wieder feststellt, dass Kühlmittel im Ausgleichsbehälter fehlt, ohne das man auf den ersten Blick was sieht? Richtig, man geht einer intensiven Prüfung nach. Glücklicherweise sind heute verbaute Materialien schon hochentwickelt und auch Dichtungen halten um einiges länger, als bei früheren Autos.

Aber manchmal hilft nichts und eine Druckprüfung ist angesagt. So wie bei einem Astra H, den mein Diagnosekollege Markus zu überprüfen hatte. Bei einer Druckprüfung wird das Kühlsystem mit einem vordefinierten Druck beaufschlagt und dann wartet man einfach mal ab – irgendwann muss sich ja was zeigen und das geht dann auch ganz schnell. Der Verursacher:

In diesem Fall war der Fehler an einer kuriosen Stelle, denn der Ausgleichsbehälter hat an der Unterseite einen Riss, der bei zunehmender Erwärmung und Druckaufbau Kühlwasser ablässt. Sieht man natürlich in eingebautem Zustand gar nicht und selbst wenn man den Druckbehälter ausbaut, muss man schon sehr genau hinschauen.

Das ist mit einem Austausch des Ausgleichsbehälters glücklicherweise einfach zu beheben, aber das Problem muss man erst einmal finden!

Bremsen bis zum Gehtnichtmehr.

Wir ahnen ja schon, was Sache ist, wenn ein Kunde sagt, dass er sein Fahrzeug nicht mehr vernünftig abbremsen kann und beim Bremsen komische Geräusche ertönen. Wenn dann bei der Demontage des Rades schon die Einzelteile herunterfallen und sich am Ende dieses Elend präsentiert, dann wird es selbst den Hartgesottenen unter uns Autoleuten kurz mal anders.

Verschliessene Bremsscheibe

Hier ist die Bremsscheibe gebrochen und das ist damit der Super-GAU in Sachen Bremsen. Wenn das bei einer höheren Fahrgeschwindigkeit passiert, kann man von Glück und guter Reaktion sprechen, wenn man geistesgegenwärtig vorsichtig mit der Handbremse zu bremsen versucht, um das fahrende Auto anzuhalten (und dann keinesfalls mehr weiterfährt). Zum einen hat man keine funktionierende Bremse mehr und zum anderen würde jeder Bremsversuch noch viel mehr an Bremse, Achse und Aufhängung beschädigen, als jetzt schon kaputt ist.

Dass wir hier nicht von Materialfehler sprechen, sondern von schlichtem Verschleiß und fehlender Inspektion und Wartung, sieht man bei näherer Betrachtung. Sprich: Wer mit einer nicht mehr sachgemäß funktionierenden Bremse einen Unfall verursacht, hat mit ziemlicher Sicherheit danach das Problem, dass jeder geübte Kfz-Sachverständige dem Umstand auf die Schliche kommt.

Verschliessene Bremsscheibe

Deshalb: Regelmäßig zur Inspektion, denn da wird der Zustand der Bremsen geprüft und zudem in den üblichen Wartungsintervallen auch ein Austausch von Komponenten der Bremse vorgeschlagen. Darauf zu warten, bis etwas so heruntergefahren ist, dass es dann im Ernstfall kaputtgeht, ist gerade bei Bremsen ein Spiel mit dem Leben der Insassen.

Tordefekt.

Die EM ist vorbei, wir können wieder gefahrlos von „Toren“ sprechen. Und hier geht es tatsächlich um ein anderes Tor, nämlich das zentrale Rolltor zur Werkstatt. Das funktioniert eigentlich zuverlässig. „Eigentlich“ deshalb, weil es irgendwann eben nicht mehr ging. Ohne funktionierendes Tor keine Werkstatt. Also musste diese Leiter ran, unter Ausdehnung aller Sicherheitsvorschriften.

Tordefekt

Immerhin ist das Tor so schwer, dass niemand einfach mal ebens so die Leiter mitnehmen kann. Außerdem war immer ein Mitarbeiter in der Nähe (links in der Waschbucht) und außerdem kümmerte sich recht schnell ein Techniker um das Tor. Und das Problem ist so selten, dass wir das hier zum ersten Mal hatten.

Aber doch immer wieder erstaunlich, wie an sich banale Dinge, innerhalb kürzester Zeit echte Probleme erzeugen können, wenn man sich nicht sofort etwas einfallen lässt. 🙂

Zerstörte Kupplung.

Eine moderne Kupplung in einem Auto mit manuellem Schaltgetriebe hält einiges aus, selbst wenn man Anhänger einer schleifenden Kupplung ist. Übertreiben sollte man es allerdings auch nicht mit der Schleiferei, denn ansonsten kann auf Dauer auch gern mal das hier passieren:

Man beachte den dunkleren Teil links oben, das ist nämlich ein herausgebrochenes Stück der Druckscheibe, auf die die eigentliche Kupplungsscheibe aufliegt, wenn die Kupplung geschlossen ist. Und die ist nicht einfach so gebrochen, sondern die bläulichen Verfärbungen rechts zeigen sehr deutlich, dass die Druckscheibe thermisch extrem belastet wurde. Und das passiert normalerweise nur dann, wenn man die Kupplung extrem schleifen lässt. Der ganze verbrutzelte Belag der Kupplungsscheibe hat sich darunter gesammelt und zwar auch nicht gerade wenig:

Das ist die eine Hälfte der Geschichte. Die andere Hälfte ist die, dass der Autofahrer, in dessen Auto diese Scheibe gebrochen ist, wegen diesem Problem nicht zum ersten Mal bei uns war. Wir reden hier nicht von einem Materialfehler, sondern davon, dass der Kunde einfach nicht gut mit seinem manuellen Schaltgetriebe auskommt. Sprich: Er kuppelt nicht gern, kuppelt deshalb auch ständig falsch und verschleißt damit eigentlich völlig unnötig die Kupplung seines Autos.

Das haben wir ihm gesagt, inklusive dem Hinweis, dass er eigentlich „ein Fall“ für ein Automatikgetriebe wäre. 😮

Radschrauben mit einem gefährlichen Detail.

Auch so ein Klassiker aus dem Kabinett des Leichtsinns. Fällt Ihnen bei dieser Radschraube etwas auf?

Die Brisanz dieser beschädigten Radschraube verbirgt sich auf der linken Seite beim Gewinde. Von diesem Gewinde sehen Sie nämlich nur die untersten drei, vier Windungen, während die restlichen Windungen unter einer dicken Schicht von Hanf liegen. Und damit ist auch schon klar, welches Schicksal dieser Radbolzen hinter sich hat: Vermutlich überdreht, dabei das Gewinde des Bolzen und vermutlich auch in der Radnabe beschädigt und weil der Bolzen dann nicht mehr hielt, wurde beim Einschrauben Hanf verwendet.

Purer Leichtsinn. Wenn ein Gewinde kaputt ist, dann ist es kaputt und das wird auch durch Hanf nicht mehr besser. Da helfen nur noch neue Radbolzen und im Zweifelsfall ist dann auch noch eine neue Radnabe fällig. Teurer Spaß wenn man ohne Drehmomentschlüssel am Rad herumfuhrwerkt.

Reifenbeule – ein Notfall.

Dass etwas im Reifen steckt, kommt häufiger vor und ist für die allermeisten Kunden auch ein deutliches Signal, dass so ein Reifen damit seine Verkehrssicherheit eingebüßt hat. Zwar gibt es die Möglichkeit der Reifenreparaturen, die von Fachbetrieben sicherlich auch in guter Qualität durchgeführt werden. Wir sind allerdings keine Fans davon. Vor fünfzig Jahren fuhren Autos noch nicht so schnell, aber wenn heute Autos locker 200 km/h und schneller auf der Autobahn fahren können und das dann mit einem reparierten Reifen, der vielleicht mehr Beschädigungen aufweist, als sichtbar war … muss man nicht haben.

Wenn ein Reifen aber Beulen wirft, ist er definitiv kaputt:

In so einem Fall ist für gewöhnlich die Karkasse des Reifens beschädigt, also das im Reifen eingearbeitete, tragende Gerüst. Das passiert gern mal, wenn man über hohe Bordsteinkanten oder über irgendetwas sehr hohes rollt. Wie auch immer: Bei so einem Reifen ist Feierabend, so ein Rad wird nicht mehr montiert und es ist wohl oder übel ein neuer Reifen fällig.

Kinosesseldefekt.

Unsere Kinosessel im Wartebereich erfreuen sich größter Beliebtheit. Sie sehen gut aus, sind platzsparend, pflegeleicht und seeehr bequem. So bequem, dass wir schon wartende Kunden hatten, die innerhalb kürzester Zeit im Kinosessel sitzend in Morpheus‘ Arme weggedämmert sind. Schlafende Kunden im Wartebereich, da kann man natürlich als böser Zeitgenosse den Eindruck bekommen, dass wir Kunde so lange warten lassen, dass sie bei uns übernachten müssen, aber bitte – jeder, der sich über die ausgesprochen hohe Bequemlichkeit unserer Kinosessel überzeugen möchte, der sei hiermit herzlich zum Probesitzen eingeladen. Einen vernünftigen Kaffee zum Aufwachen hätten wir auch auf Lager. 🙂

Eigentlich sind echte Kinosessel extrem wartungsarm, was ja auch so nicht unbedingt schlecht ist. Denn wenn man in einem Kinosaal mehrere hundert Kinosessel hat, will man da ja nicht ständig zig Sitze reparieren müssen. Ein Sessel hat aber dann doch Probleme verursacht, nämlich laut geknallt, wenn sich jemand darauf gesetzt hat. Solche technischen Unzulänglichkeiten lassen mir ja schon wieder keine Ruhe…

Ich vermute, da ist das Lager hinüber. Vermutlich muss das alles mal in Ruhe auseinandergenommen werden. Mich alten Mechaniker haut das nicht um!

9 Uhr 23 und 27 Sekunden.

9 Uhr 23 und 27 Sekunden – eigentlich keine besondere Uhrzeit, wenn nicht genau um diese Uhrzeit die Uhr in der Werkstatthalle ausgefallen wäre. Und ich wunderte mich noch, warum es bis zur Frühstückspause (bei uns heißt das „Vesperpause“) noch so lange dauert. Pustekuchen – Uhr kaputt! Vermutlich hätten wir noch stundenlang auf das Frühstück warten können.

So steht das gute Stück nun inklusive Aktuator bei mir am Schreibtisch am Aktenregal. Ich müsste mal nachschauen, wo es klemmt, denn als Nebenuhr bekommt die Uhr eigentlich ihr Zeitsignal von der Hauptuhr und wenn so eine funkgesteuerte Uhr nicht mehr tut, dann muss da das geschulte Uhrenauge nachschauen. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich ein Faible für Funkuhren und solche Uhren habe? Das gute Stück hier ist nämlich, wie konnte es auch anders sein, ebenfalls ein historisches Schätzchen, nämlich vom deutschen Hersteller Telenorma, die eigentlich „Telephonbau und Normalzeit“ hieß). Eigentlich unkaputtbare Uhren. Eigentlich. 🙂