Der erste neue Opel Meriva bei uns im Autohaus.

Wenn ein neues Opel-Modell kommt, sind wir alle wieder Kinder, die ein neues Spielzeug bekommen. Über die offiziellen (und inoffiziellen) Opel-Kanäle wird schon Monate im voraus getrommelt, es gibt Einführungen, es gibt Veranstaltungen für Verkäufer und Techniker, Hunger machendes Werbematerial und so weiter. Wenn dann aber das erste Fahrzeug des Modells kommt, dann ist das Hochspannung pur und vom Chef bis zum Azubi muss, darf und soll sich jeder einmal das Auto anschauen. Das ist übrigens schon seit 99 Jahren so…

Zugegeben, unser Film ist sicherlich kein Oscar-verdächtiges Werk, aber so sieht es eben nun mal aus, wenn wir ein neues Opel-Modell in die Finger bekommen. Am letzten Freitag war es dann soweit, als ich den neuen Opel Meriva B abgeholt habe, standesgemäß natürlich auf einem Anhänger. Symbolisch haben wir dann auch unseren „alten“ Meriva-A-Vorführwagen aus unserem Showroom gerollt und Platz gemacht. Auftritt, bitte!

Das ist selbstverständlich noch nicht die offizielle Vorstellungsparty für den neuen Opel Meriva gewesen, die wird am 12. und 13. Juni bei uns im Autohaus stattfinden und dazu erwarten wir – Sie! Nähere Informationen dazu gibt es in den nächsten Tagen, inklusive dem Unterhaltungsprogramm.

Autohaus Gærstel.

So in etwa würde unser Autohaus in norwegischer Sprache heißen. Sollten wir im Hinterkopf behalten, denn unsere Reichweite reicht tatsächlich bis nach Norwegen, denn von dort kommt jedes Jahr ein Fahrzeug, das bei uns seinen Kundendienst bekommt, ein Opel Corsa. Das Autokennzeichen beweist es:

Die norwegische Flagge und das Nationalitätszeichen „N“ sind klar, die Buchstaben „RJ“ bedeuten, dass das Fahrzeug in Stavanger in der Provinz Rogaland registriert ist. Der gelbe Aufkleber rechts, dessen Farbe von Jahr zu Jahr unterschiedlich ist, ist ein amtliches Siegel, das man vom norwegischen Straßenverkehrsamt bekommt, wenn man für das Auto Steuern und Versicherung bezahlt hat und die technische Untersuchung (der norwegische „TÜV“) bestanden wurde.

Und wie kommen wir nun zu diesem Kunden? Ganz einfach: Familiäre Beziehungen des Besitzers führen das Auto mindestens einmal im Jahr nach Pforzheim und wenn dann schon der Besitzer Urlaub hier macht, macht sein Auto eben auch Urlaub von ihm und wird bei uns inspiziert. Und dann haben wir eben auch „Ausländer“ auf dem Hof stehen. Ein Opel ist ein Opel – egal, welches Kennzeichen er trägt.

Wildsau gegen Opel Vectra.

Unfälle mit Tiere sind zweifellos immer eine üble Sache. Selbst kleinere Tiere können beträchtlichen Schaden an Fahrzeugen auslösen und dann kommen immer auch so Sachen wie Mitleid und Tierliebe dazu, die oft dazu führen, dass man im Affekt das Steuer verreißt und unfreiwillig möglicherweise schlimme Folgeunfälle auslöst. Das hier ist ein klassischer Wildunfall mit einem Wildschwein, das während der Fahrt gegen einen Opel Vectra C Caravan gelaufen ist (ein Klick für eine Großansicht):

Das Wildschwein hat den Zusammenstoß nicht überlebt, die Insassen kamen, wie man so sagt, „mit dem Schrecken davon“. Und wirklich angenehm sind solche Zusammenstöße wirklich nicht, man kann sich bei diesem Schaden sehr gut vorstellen, was für einen Rumms das gemacht haben wird. Und wenn nach solchen Unfällen am Straßenrand dann auch noch verängstigte Ferkel auftauchen, die ihre verunfallte Mama suchen und dann vielleicht auch noch die mit im Auto sitzenden Kinder bei der ganzen Misere anfangen loszuheulen, dann ist der Tag definitiv gelaufen und der Fahrer fix und alle. Da ist dann gelegentlich richtige Lebenshilfe gefragt. 🙁

Wie kommen eigentlich die Teile ins Autohaus?

Sehr oft kommt es vor, dass sich Kunden bei uns im Haus darüber wundern, wie schnell es den mit unseren Teilen geht. Nun, ich will das mal erklären und etwas Licht (im wahrsten Sinne des Wortes) ins Dunkel bringen. Denn dahinter steckt tatsächlich eine Logistik vom Feinsten.

Die ganze Logistik fängt bei uns im Autohaus an: Hier geben wir in unser vollständig vernetztes Dealer Management System (DMS) eine Bestellung auf. Zuerst muss aber entschieden werden: „Lagerbestellung“ oder „Top-Dring-Bestellung“. Das bedeutet nicht nur in der Liefergeschwindigkeit einen Unterschied, sondern auch im Lieferpreis. Lager-Bestellung bedeutet, dass wir innerhalb von 2-3 Werktagen das bestellte Teil bekommen. „Top-Dring“ hingegen ist, wie der Name schon sagt, dringend!

Eine berechtigte Frage ist hierbei immer, wann denn etwas dringend ist und wann nicht. Grundsätzlich ist es meistens immer dringend, wenn ein Fahrzeug nicht mehr fährt, aber gebraucht wird oder ein sicherheitsrelevantes Teil am Fahrzeug defekt ist, so dass das Fahrzeug nicht mehr betriebssicher ist. Das ist ein Auto beispielsweise, wenn der Motor nicht mehr funktioniert, aber auch schon, wenn die Lenkstange hakt. Nicht dringend hingegen sind alle anderen Defekte, die zwar meist nervig sind, aber die Betriebssicherheit nicht gefährden. Also beispielsweise so Sachen wie ein defekter Aschenbecher, eine kaputtgegangene Kofferraumabdeckung und und und. Man glaubt es manchmal nicht, was man alles in einem Auto kaputtbekommen kann, aber für solche Kleingeschichten kann man dann einen Werkstatttermin machen und in Ruhe die entsprechenden Teile kommen lassen.

Bestellen wir beispielsweise bis 9 Uhr, bekommen wir das Teil, wenn es in Stuttgart im dortigen Regional-Stützpunkt-Lager (RSL) vorrätig ist, um 12 Uhr geliefert. Bestellen wir Top-Dring bis 18 Uhr kommt nachts um 2 Uhr ein TNT-Innight Fahrer und liefert so unsere Teile an. Sollte ein Teil sowohl in Stuttgart als auch in Rüsselheim nicht vorrätig sein, bekommen wir über unser DMS eine dementsprechende Meldung. Dann wird es richtig spannend hinter den Kulissen.

Da inzwischen alle großen Autohersteller nunmehr „just in time“ produzieren, halten sie dementsprechend keine großen Lager mit Teilen mehr und dadurch steigt die Gefahr von „Back orders“, also Teilebestellungen für Teile, die gerade nicht lieferbar sind. Solche Lieferengpässe können aber durch sogenannte „Beschaffungsaufträge“ schnell behoben werden. Das bedeutet, dass ein Teil in so einem Falle dann europaweit gesucht wird und aus einem anderen Opel-Teilelager uns direkt zugesendet wird, wenn es dort vorhanden ist.

Diese Wahnsinnsgeschwindigkeit macht mir persönlich im Alltag zu schaffen, wenn es dann mal nicht so ist. Man stelle sich mich, Timo Gerstel im Schuhladen vor: Die nette Verkäuferin teilt mir mit, dass diese Schuhe in meiner Größe nicht vorrätig sind. Kein Problem, sage ich, dann bestellen wir die halt. Spätestens jetzt raufe ich mir die Haare, denn: Als die Verkäuferin jetzt mit dem Liefertermin rausrückt, fehlen mir die Worte – 4 bis 6 Wochen. Solche Zeiten bin ich einfach nicht gewohnt.

Wenn Sie also demnächst einen völlig verwirrten, nicht mehr einzukriegenden Kunden in einem Schuhgeschäft sehen, der wegen der Lieferzeit flippt, könnte es sich durchaus um einen Menschen aus der Automobilbranche handeln, der andere Lieferzeiten gewohnt ist. 😉

Experten am/im Netz.

Vor gut 2 Wochen rief mich ein Mann von einer Firma namens Live-Expert an. Er stellte sich und sein System vor, ein System mit dem es möglich ist ein Gutachten eines verunfallten Fahrzeugs sofort hier und jetzt zu erstellen. Hää? Sollen wir jetzt ein Büro für einen Gutachter bereitstellen, der den ganzen Tag Kaffee trinkt und wartet bis ein Unfall kommt? Selbst eine Gutachterausbildung machen? Falsch gedacht… Die Sache ist die: Als der Außendienstmitarbeiter von Live-Expert dann bei mir war, wurde mir alles klar!

Fleißig packte er aus seinem Auto (kein Opel… *knirsch*) ein recht professionelles Stativ, eine Art Videokamera und ein Laptop. Alles findet Platz auf oder am Stativ und steht fast so wie eine Profikamera vom ZDF vor mir. Nach dreimaligen Umkreisen war ich schlicht weg begeistert. Und jetzt wie funktionierts?

Stellen wir uns folgenden Fall vor: Ein Kunde kommt mitsamt seinem verunfallten Fahrzeug per Abschleppwagen zu uns auf den Hof. Spätestens hier muss man aufpassen, dass die Schadenssteuerung der Versicherungen nicht zum greifen kommt. Das bedeutet, den Versicherungen keine Zeit zu lassen, das Fahrzeug in eine dubiose Werkstatt bringen und zu supergünstigen Preisen für die Versicherung reparieren zu lassen. In der Sache sind wir uns doch einig: Sie wollen Ihr Fahrzeug im Originalzustand und weiterhin mit 12 Jahren Garantie gegen Durchrostung!

Darum schnell ein Gutachten erstellen und loslegen mit der Instandsetzung. Das geht eben nur beim Fachbetrieb und das wir so einer sind, sehen sie schon daran, wie lange wir das schon machen. (Wink mit dem Zaunpfahl: 99 Jahre.)

Zurück zum Thema. Also, Sie stehen bei uns auf dem Hof mit Ihrem Fahrzeug. Jetzt kommt das System von Live-Expert ins Spiel. Wir bauen unsere Kamera auf und kontaktieren einen Sachverständigen von Live-Expert. Mit gehen wir „live“ verbunden über das Internet ums Fahrzeug und besichtigen zusammen den Unfall. Er stellt detailliert Fragen zum Unfall und steuert mich, beziehungsweise die Kamera. Die ganze Sache dauert ca. 30 Minuten und fertig. Nun heißt es 30 Minuten warten und schon kommt das Gutachten per eMail ins Haus.

Was haben Sie jetzt unterm Strich davon? Schnellere Reparaturabläufe, fachgerechte Instandsetzung, keine Schadenssteuerung seitens der Versicherung.

Also sind wir mal gespannt auf unseren 1. Fall! Ich werde dann berichten.

Presseecho zum Start des Weblogs.

Die Pforzheimer Zeitung hat in ihrer vergangenen Samstagsausgabe einen schönen Artikel zum Start des Gerstelblogs veröffentlicht, den wir Ihnen an dieser Stelle mit freundlicher Genehmigung der Pforzheimer Zeitung zeigen möchten. Klicken Sie einfach auf die untenstehende Grafik für eine Großansicht:

Vorstellung des neuen Opel Meriva im Autohaus.

Seien Sie dabei, wenn am 12. und 13. Juni 2010 bei einem „Tag der offenen Tür“ der neue Opel Meriva im Autohaus Gerstel vorgestellt wird. Es erwartet Sie ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm, ebenso ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Öffnungszeiten: Am Samstag, 12. Juni von 9 bis 16 Uhr, am Sonntag, 13. Juni von 11 bis 16 Uhr. Am Sonntag keine Beratung und kein Verkauf.

Eine Frage: Gibt es keine AU-Plakette mehr?

Montags, mittwochs und freitags werden im Autohaus Hauptuntersuchungen vorgenommen. Bisher zum 31. Dezember 2009 war es so, dass die Abgasuntersuchung (die früher auch mal “Abgassonderuntersuchung” hieß) eine gesonderte Veranstaltung war, die zwar gern nach einer Hauptuntersuchung durchgeführt wurde, aber eben nicht zur Hauptuntersuchung gehörte.

Da beide Untersuchungen formal unabhängig waren, gab es auch zwei unterschiedliche Prüfplaketten: Die runde Hauptuntersuchungsplakette, die auf das hintere Autokennzeichen gehört und die sechseckige Abgasuntersuchungsplakette, die auf das vordere Kennzeichen montiert wird.

Da es nun eben die gesonderte Abgasuntersuchung nicht mehr gibt und die Autoabgase im Rahmen der Hauptuntersuchung gemessen werden, gibt es auch keine AU-Plakette mehr. Wenn also zukünftig die sechseckige AU-Plakette vorne an Ihrem Autokennzeichen fehlt, ist das kein Fehler, sondern korrekt, wenn Ihre Hauptuntersuchung nach dem 1. Januar 2010 erfolgt ist.

Eine Frage – und unsere Antwort.

Kundenservice bedeutet in erster Linie, Fragen zu beantworten. Und davon werden den Mitarbeitern des Autohauses ziemlich viele gestellt und beantwortet. Genau genommen haben wir bei der Planung dieses Weblogs ursprünglich einmal daran gedacht, eine Art Frage-und-Antwort-Bereich daraus zu machen. Da dies aber nur bedingt unterhaltsam ist, haben wir eben eine Weblog drumherum gebaut. (Letzteres ist ein Scherz…)

Nützlichkeit soll einen großen Stellenwert im Gerstelblog haben. Aus diesem Grund werden immer wieder häufig gestellte Fragen hier im Weblog exemplarisch beantwortet und unter der Rubrik „Eine Frage“ veröffentlicht. Den Anfang macht morgen der erste Artikel von Timo Gerstel, der die in letzter Zeit sehr häufig gestellte Frage beantwortet, was es mit der immer öfter fehlenden AU-Plakette auf sich hat.

Haben Sie eine Frage in Sachen Auto, Autohaus oder Opel, die Sie schon immer stellen wollten, aber nie dazu kamen? Dann stellen Sie doch uns Ihre Frage! Gehen Sie hierzu einfach auf unser Kontaktformular, geben Sie dort Ihre Frage ein und vielleicht ist ja Ihre Frage die nächste, die vom Team des Autohauses beantwortet wird!

Der neue Opel Meriva aus Technikersicht.

11.Mai 2010, Rüsselsheim. Es ist 8.15 Uhr und ich bin gespannt, was mich im Trainingszentrum erwartet. Heute beginnt die Einführung in die technischen Highlights des neuen Meriva. Zwölf Lehrgangsteilnehmer und ein Trainer. Kann das den ganzen Tag gut gehen? Na klar, bei soviel Neuheiten und Informationen vergeht der Tag eigentlich wie im Flug. Und da stehen sie also: Lauter neue Merivas in allen möglichen Ausstattungen und Farben. Bereit zum Ansehen, Anfassen, Ausprobieren und natürlich wollen wir alle technischen Geheimnisse wissen. Und die gibts zuhauf!

Der neue Meriva ist ein komplett europäisches Modell und nur für diesen Markt konzipiert. Viele Komponenten wurden aus bereits bestehenden Modellen übernommen und angepasst, verfeinert sowie verbessert. (Vorder-/Hinterachse, elektronische Handbremse, CAN-Datenbussystem, usw.)

Das große Thema Flex-Doors System ist sehr beeindruckend und erleichtert das Ein/Aussteigen erheblich. Und natürlich wichtig für uns: Fehlersuche, Diagnosesysteme, Programmierungen, was gilt es zu beachten bei Austausch von Komponenten, und und und… Schneller als man denkt sitzen wir dann beim Mittagessen in der Kantine und sind froh über die Pause. Und wer glaubt, das Männer beim Essen nur schweigen (liebe Frauen), der täuscht sich. Ein absolutes Muß bei einem Trainingstag ist der Erfahrungsaustausch untereinander. Was machen die anderen bei den und den Problemen im Feld, was gibt es für Alternativen bei diesen und jenen technischen Störungen, wie ist die Stimmung in eurem Betrieb..? Fragen und Antworten im Raum, die manch denkbar einfache Lösung schon mit sich brachte.

16.30 Uhr. Ich sitze im Auto und fahre wieder heim. Stau auf der A5, aber mir ist es egal. Der Kopf schwirrt sowieso und ich lasse mir das Wichtigste nochmal durch den Kopf gehen. Habe ich alles Wesentliche notiert, oder etwas vergessen? Zum Glück lässt sich alles nochmal in den Unterlagen nachlesen. Auch im Zeitalter der Technik ist Papier immer noch unverzichtbar!

Mein Fazit? Der Meriva ist sehr beeindruckend. Das Konzept ist logisch durchdacht, die Technologie bemerkenswert. Außerdem sieht er sehr gut aus und man fühlt sich sofort angenehm aufgehoben, wenn man reinsitzt. Also dann, am 12/13. Juni geht’s los…