Archiv des Autors: Timo Gerstel

Der Opel Ampera ist da.

Um Punkt zehn wurde geliefert – der Opel Ampera ist da! Wir hatten noch gerätselt, ob das Auto „selbst“ fährt oder gefahren wird und tatsächlich wird er gefahren. So einen Autotransporter, der fast so unscheinbar aussieht wie ein Möbelwagen, hätten wir übrigens auch gern. 🙂

Vielleicht auch gar nicht so schlecht, denn vier Monate vor der offiziellen Einführung gibt es noch gar nicht so viele Modelle auf deutschen Straßen. Und jetzt nochmal das Auto in etwas näher, damit der Hunger auch so richtig groß und quälend wird. Hat Opel da nicht ein tolles Hinterteil gebaut? 😉

Großes Thema: Anschauen. Wir bekommen tatsächlich schon seit den letzten Tagen Anrufe von Interessenten, die den Ampera gern anschauen möchten. Nur: Heute nicht, heute ist hier noch Aufbau. Auf einer Baustelle kann man so ein Auto nicht würdig anschauen. Deshalb: Freitag, Samstag, Sonntag. Während dem gesamten Jubiläumswochenendes dürfen alle Autos ausgiebig angeschaut werden. Es kommt ja heute auch noch der Opel 4/20 PS und der Kapitän wird am Wochenende dann auch wieder einen Auftritt haben. Das wird ein richtiges Generationentreffen.

Und das Festzelt steht!

Manometer… was für ein Tag. Gestern Nachmittag und Abend haben wir praktisch den gesamten Fuhrpark an Verkaufsautos „weggeräumt“ und überall zwischengelagert, wo es nur geht. Bei uns zu Hause, bei Mitarbeitern zu Hause in Garagen, einige bei unserer Oma im Hof… hoffentlich finden wir unsere Autos nach dem Jubiläumswochenende alle wieder. 😉

Heute kam das Festzelt, das wir bei der Firma Zeltic angemietet haben. Und das ist nicht einfach nur ein Zelt, sondern eben ein Festzelt, das richtig mit dem Boden verschraubt werden muss, einen Zwischenboden hat und eine Bühne bekommt. Unsere komplette Werkstattbesatzung war heute praktisch nur mit dem Festzelt beschäftigt und es ist einfach phantastisch, so einen Haufen Mitarbeiter zu haben, die anpacken:

Denn erst mit so einem starken Team bekommt man so ein Zelt tatsächlich an einem Tag aufgebaut. Es ist zwar nicht das erste Mal, das ich am Aufbau eines solchen Zeltes beteiligt war, aber man unterschätzt gern, was für eine gewaltige Arbeit dahintersteckt.

Und dann ging es heute nahtlos weiter. Der Toilettenwagen kam (ein ganz modernes Teil, innen kaum als Toilettenwagen zu erkennen), ebenso der Kühlanhänger der Brauerei Ketterer. Und auch für den Kühlanhänger brauchte es die gesamte Kraft, um das Ding auf dem Hinterhof über die rückwärtige Zufahrt hinten zum Zelt zu bugsieren:

Da kann man jetzt darüber schmunzeln, dass es so viele Männer zum Schieben braucht, aber der Bierwagen ist inklusive Ladung knapp 3 Tonnen schwer! Eigentlich wollten wir heute Abend noch das Zelt verkabeln, aber das ist nun auf morgen verschoben. Wir sind für heute fertig. Und zwar fix und fertig.

Der Hof ist leer!

Nein, liebe Nachbarn, wir hören nicht auf, auch wenn unser Hof derzeit einen desolaten Eindruck macht, wie ein Bild unserer Überwachungskamera zeigt:

Das ist nur die Vorbereitung für morgen, wenn das Festzelt für das Jubiläumswochenende geliefert und aufgebaut wird. JETZT wird es also spannend!

Bewegtbilder aus dem Jahre 1971.

Wir hatten es ja vor einigen Tagen schon kurz angerissen, dass wir beim Stöbern im Firmenarchiv ein Schmankerl gefunden haben: Zwei Rollen belichtete Super-8-Filme, beide noch in erstaunlich guter Qualität. Die haben wir in einer Nachtschicht mit einer HD-Kamera abgefilmt und den ersten Film vor zwei Tagen auf YouTube hochgeladen.

Bei diesem ersten Film geht es auch um ein Jubiläum, nämlich dem sechzigjährigen Jubiläum, das im Jahre 1971 gefeiert wurde, natürlich auch auf dem Autohaus-Gelände. Dieser Umstand erweist sich im Nachhinein als glückliche Fügung, denn so sehen wir das Gelände in einer einzigartigen Art und Weise, wie es vor genau 40 Jahren aussah. Welch ein großer Vorteil, dass schon die Vorfahren technikbegeistert waren und eine Super-8-Kamera organisiert haben! Wir haben den Film in HD auf YouTube hochgeladen, deshalb beim Abspielen ruhig das Video auf volle Bildschirmgröße aufziehen und genießen:

Tatsächlich sieben Minuten Zeitgeschichte, die allerdings ohne Ton daherkommt, da Super 8 ein Amateurformat war und keine eigene Tonaufzeichnung mitbrachte. Aber das mindert die Faszination des Stückes keinen Deut.

Am zweiten Film, der einige Jahre später entstanden ist, arbeiten wir noch, da hatten wir leider ziemliche Probleme mit dem Projektor und mussten den Film stückweise abfilmen. Außerdem müssen wir da noch einige Mitarbeiter bei uns fragen, ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden sind, denn damals haben tatsächlich schon einige Mitarbeiter bei uns gearbeitet, die auch heute noch an Bord sind. 🙂

Jubiläums-Nachtschicht.

So, wir erstellen gerade eine Übersicht über das Jubiläumswochenende, die wird im Laufe des Tages hier noch veröffentlicht. Heute ist schwerer Vorbereitungstag, was nicht bedeutet, dass es in den letzten Tagen ansatzweise leichter war. Unser Besprechungsraum, normalerweise ein Hort von strenger Askese, sieht aktuell so aus:

Anzumerken sind auf dem Bild die „süßen Stückle“ – die sind da nicht hindrapiert, die stehen tatsächlich auch mal ein paar Stunden dort, weil es zur Zeit kaum Zeit für einen ruhigen Kaffee gibt.

Heute Abend gibt es dann noch eine Nachtschicht, bei der unsere Oma zu der Ehre kommt, ein Videointerview zu geben und darin ein paar Geschichten zur damaligen Zeit preiszugeben. Immerhin ist sie noch einer der wenigen lebenden Menschen, die den Firmengründer Heinrich Gerstel noch persönlich gekannt haben. Ein Wissensschatz, den es für die Nachwelt zu erhalten gilt. Und bei der Gelegenheit werden wir noch ein paar Super-8-Filme aus der Autohaus-Vergangenheit auf Video kopieren, die werden wir dann mittelfristig auch auf unserem YouTube-Kanal veröffentlichen. Es wird also von der heutigen Nachtschicht noch viel zu sehen geben.

Nicht mit dem Meister verscherzen!

Für Mitarbeiter und vor allem für Azubis gilt das erste Gebot im Betrieb: „Verscherze es dir niemals mit dem Meister!“ Und das gilt ungeschriebenerweise auch für Kunden, auch wenn wir sehr darauf Wert legen, dass jeder Autobesitzer mit jedem Problem zu uns kommen kann und jeder genauso behandelt wird, wie jeder andere auch. Die kleinen Unterschiede macht jedoch die Zuvorkommenheit, auf allen Seiten. So wie hier, klicken Sie das Bild einmal für eine Großansicht an:

Den Regenschirm zu halten, um den Meister vor einem kleinen Sommerregen zu beschützen, während dieser in den Motor schaut… tja, da weiß ein Kunde offenkundig genau, wie es funktioniert. 😉

Impressionen von der Eutinger Leistungsschau.

Dieses Wochenende ist Eutinger Leistungsschau, so auch logischerweise heute. Gestern war mein Bruder Andreas an unserem unübersehbar gelben Pavillon, heute bin ich es. Zum Schauen gibt es als Evergreen unseren Opel Kapitän und zwei käuflich erwerbbare Vorführwagen, einen Opel Meriva und einen Opel Corsa.

Gerade der Opel Meriva ist mit seinen gegenläufig angeschlagenen Türen im Fond immer noch ein Besuchermagnet. Bei solchen „Außendiensten“ schauen sich dann Besucher gerade solche Dinge sehr gern einmal direkt an. Anfassen ist ja erlaubt! Und beim Opel Meriva kommt noch ein Punkt hinzu: Er ist einen Tick höher, als andere Autos und lässt deshalb Menschen, die nicht mehr ganz so flott auf den Beinen sind, erheblich einfacher einsteigen.

Und was viele Besucher auch in den Bann zieht: Unsere Fotowände, die wir zum Jubiläum haben machen lassen. Impressionen aus 100 Jahre Autohaus auf rund 20 Meter. Ist schön geworden und obwohl wir ja die Bilder alle kennen – in „Groß“ und in chronologischer Abfolge sieht das dann doch alles nochmal ganz anders aus.

Und unser Jubiläumswettbewerb, bei dem zu erraten ist, wie viele Ventile sich in der durchsichtigen Box befinden, ist auch gestartet:

Teilnehmen können Sie bis zum Jubiläumssonntag an jedem Tag in unserem Autohaus, in dem Sie die Zahl schätzen, eine Teilnahmekarte ausfüllen und mit etwas Glück und der am nächsten liegenden Zahl können Sie vielleicht zu einem der drei Glücklichen gehören, die 100 Tage kostenlos Opel fahren dürfen.

Vorbeikommen? Bis 18 Uhr sind wir da, in Eutingen am Alten E-Werk (unten an der Enzstraße).

Ersatzteile im Namen der Wissenschaft.

Wir haben in und um Pforzheim herum viele metallverarbeitende Unternehmen und Automobilzulieferer. Da geht es gar nicht mal so sehr um Gold und Silber, sondern vielmehr um komplexe Metallverarbeitung und Präzisionstechnik. Als Interims-Teilechef klingelte vorhin bei mir das Telefon, ein Mitarbeiter eines solchen Unternehmens aus der Metallbranche war am anderen Ende der Leitung. Und sie bestellten tatsächlich Original-Ersatzteile, um diese dann im hauseigenen Prüflabor zu analysieren. Auspufftöpfe, Schrauben… volles Programm.

Und sie wissen, was sie tun, denn Metall ist nicht einfach Metall. So ein Motor lebt zwar nicht, aber er ist ständig in Bewegung, auch wenn er in einem Auto eingebaut ist. Am deutlichsten sehen Sie das, wenn sie bei geöffneter Motorhaube einem Motor dabei zuschauen, wie er gerade gestartet wird, da wackelt es ganz ordentlich. Diese Kräfte und Vibrationen müssen kontrolliert abgefangen werden, denn nicht jedes am Motor angeschlossene Metallteil soll diese Kräfte in gleicher Intensität weitergeben, sonst würde Ihr Auto rasseln wie ein überdimensionaler Schlüsselbund. Und das ist alles eine Frage der Komponenten und verwendeten Materialien.

Der „spannende“ Höhepunkt des Jubiläumswochenendes.

Wir hatten es ja auf unserer Facebook-Seite heute schon so etwas anklingen lassen, dass wir heute Abend eine „weiße und energiereiche“ Katze aus dem Sack lassen werden, die an unserem Jubiläumswochenende vom 22. bis 24. Juli (also in zwei Wochen, nicht vergessen!) bei uns im Autohaus stehen wird. Und vor einigen Tagen hatte ich geschrieben, dass „Spannung angesagt“ sei.

Nun, das hat alles (wie eben alles) einen triftigen Grund und war als Appetitanreger gedacht, denn wir haben an diesem Jubiläumswochenende von Seiten Opels unter anderem niemand geringeren zu Besuch, als diesen Kollegen hier:

Gestatten, das ist der Opel Ampera. Kommt offiziell erst im Herbst 2011 auf den Markt, fährt schon in einigen Exemplaren als Vorführmodell auf den Straßen, hat inzwischen weit über 5.000 Vorbestellungen – und wird am Jubiläumswochenende bei uns sein. Nicht als Modell, nein, in echt. Wir schauen also nicht nur einfach 100 Jahre zurück, sondern auch gleich mal in die nächsten 100 Jahre. Und darüber freuen wir uns sehr.

Die heiße Phase ist angebrochen!

Über zu wenig Arbeit kann sich in diesen Wochen bei uns im Autohaus wirklich niemand beschweren. Werkstatt und Autoverkauf sind gut beschäftigt, wir haben in der Belegschaft die ersten Sommerurlauber und dann eben noch die Vorbereitungen zu den Jubiläumsfeierlichkeiten.

Da unser Ersatzteilechef im wohlverdienten Urlaub weilt, übernehmen dessen Job gerade Eddy und ich und wir sind wirklich gut damit beschäftigt. Man macht sich als Autokunde selten Gedanken darüber, was für ein komplexer Job der Ersatzteilehandel ist und man oft genug detektivisch mit Kunden und auch gestandenen Kfz-Leuten anderer Werkstätten, die bei uns Opel-Teile kaufen, in den Schaubildern nach den passenden Teilen suchen muss. Unnötige und falsche Teile wollen wir ja nicht bestellen.

Dafür kommen bei mir in den letzten Tagen bei der Organisation des Jubiläumswochenendes die tollsten Geschichten aus 100 Jahre Autohaus an, überraschenderweise vor allem von außen, also von Menschen, die irgendwann einmal mit unseren Vorgängern zu tun hatten und darunter sogar Menschen, die noch den Heinrich Gerstel, also den Firmengründer, noch persönlich kannten. Die netteste Geschichte:

Ein Kunde kam damals zu uns in die Werkstatt, noch vor dem Zweiten Weltkrieg. Auf dem prinzipiell auch schon damals zugestellten Hof standen Mitarbeiter und Heinrich Gerstel um ein Hochrad, das gerade zerlegt werden sollte. Der Kunde fragt, was denn an dem Hochrad so toll sei, dass man das alte Ding denn zerlegen müsse. Die Antwort von Heinrich – eine echte „Gerstel-Nummer“: „Ja, wir wollen das Rad zerlegen, die Speichen geben besten Schweißdraht ab.“

Ja, so war er, der Heinrich. Ich habe es ja schon mal geschrieben gehabt: Könnten wir eine Zeitreise in die Vergangenheit machen – mit dem Heinrich würden wir uns vermutlich bestens verstehen.

Ansonsten: Die Vorbereitungen laufen wie am Schnürchen, wir sind im Zeitplan! Gelegentlich staune ich in einer ruhigen Minute darüber, aber es rollt. 🙂