Schlagwort-Archive: Zeitgeschichte

#firstsevenjobs

Auf Twitter geht in den letzten Tagen ein so genannter Hashtag herum. Dabei soll man in einem Tweet aufschreiben, welche sieben Jobs man als erstes getan hat in seinem Leben. Da niemand gesagt hat, dass das nur für Menschen gelten soll, haben wir als Autohaus dazu eine Antwort gegeben, die wie folgt lautet. Das alles haben wir als Autohaus gemacht seit 1911:

Für die Gerstelblog-Leser, die uns nicht von Anfang an mitlesen und sich auch noch nicht bis zum Anfang des Blogs durchgelesen haben (was inzwischen nach Aussage eines begeisterten Lesers rund einen Tag dauert), sollten wir da die Punkte erklären:

Motorenwerkstatt

Angefangen hat Heinrich Gerstel 1911 mit einer Motorenwerkstatt. Autos gab es da noch nicht ganz so viele und deshalb war die Reparatur von Motoren aller Art der Beginn von allem. Es gab ganz zu Anfang auch tatsächlich noch keine Autos zu kaufen, das kam dann erst später dazu.

Flugzeugwerft

Tja, das ist nicht gelogen und auch nicht übertrieben – Heinrich Gerstel hatte zusammen mit einem Kompagnion ein Flugzeug gebaut. Die Geschichte dazu haben wir recherchieren lassen: Heinrich Gerstel und die Sache mit dem Flugzeug

Karosseriebauer

Auch das war zu Anbeginn des Automobils noch nichts besonderes, denn Automobile kamen in der Regel als Einheitsware und wurden dann von Automobilwerkstätten auf Kundenwunsch umgebaut. Tatsächlich war der Karosseriebauer der Übergang von der Motorenwerkstatt zum Autohaus und der …

Autowerkstatt

Wir bauen heute keine Autos mehr selbst zusammen, sondern warten und reparieren sie. Einer der Jobs, die wir bis heute machen.

NSU-Händler

Gerstel war vor gut 90 Jahren tatsächlich „NSU-Generalvertretung für Pforzheim und Enzkreis“ und hatte mit dem Verkauf von NSU- und Horch-Fahrzeugen einen Fuß in der Audi-Welt. Auch dazu gibt es Recherchen und auch Fotos: Der Horch 8 und echtes Guerilla-Marketing

Tankstelle

Viele Jahre gab es in Pforzheim eine Esso-Tankstelle namens „Esso Ost“ und die war die Tankstelle des Autohaus Gerstel. An der konnte man nach dem Zweiten Weltkrieg bis immerhin noch ins 21. Jahrhundert tanken. Erst 2007 gab es das letzte Mal Sprit aus der Gerstelschen Zapfpistole und heute sieht man nur noch Relikte der Zapfsäuleninseln auf dem Hof. Bilder davon gibt es unter anderem in einer kleinen Diashow aus dem Jahre 2011:

Opel-Händler

Und das durchgehend seit 1929, also nunmehr im 88. Partnerschaftsjahr. Und diese Partnerschaft pflegen wir auch heute noch mit allen drei Säulen: Opel Neuwagenverkauf, Opel Service Partner und Opel Teile & Zubehör. Und: Wir sind immer noch einer der inzwischen wenig gewordenen reinen Opel-Autohäuser.

Wir bitten um Aufmerksamkeit!

So, jetzt brauchen wir Leserhilfe. Und zwar genau von einem Leser, der vor einiger Zeit bei uns im Autohaus war und uns eine Plakette mit Georg Adam Heinz von Opel präsentiert hat. Dazu haben wir im Mai diesen Jahres einen kleinen Blog-Artikel geschrieben und etwas Recherchearbeit geleistet. Die Plakette sieht folgendermaßen aus, unsere Stammleser werden sich an den Blog-Artikel sicherlich erinnern:

Das Spannende an dieser Plakette ist nämlich, dass das Original dieser Plakette offenbar als verschollen gilt. Ein Mitglied der Familie Von Opel hat uns nämlich angemailt und war ganz erstaunt darüber, dass er ein Foto eben dieser Plakette bei uns im Gerstelblog gefunden hat. Jetzt würden wir natürlich gern den Kontakt zwischen dem Besitzer dieser Plakette und der Familie Von Opel herstellen, aber dazu fehlt uns leider Name und Kontaktdaten des Besitzers. Denn die haben wir beim Besuch damals zwar notiert, diese finden wir aber leider nicht mehr. 🙁

Also, lieber Besitzer dieser Plakette, wenn Sie hier mitlesen, dann schreiben Sie uns doch bitte kurz einmal (gern über das Kontaktformular) und hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer oder rufen Sie uns einfach direkt unter 07231 280009-0 an und verlangen Sie Timo Gerstel. Dann besprechen wir nähere Details.

Plakette mit Georg Adam Heinz von Opel.

Ab und zu landen bei uns immer wieder historische Opel-Findlinge, die von dem ein oder anderen Kunden gesammelt wurden. Vor einiger Zeit hatten wir es ja beispielsweise von einem Opel-Stanzwerkzeug, das ein Kunde auf dem Schrottplatz gefunden und uns geschenkt hat und hier ist wieder ein kleines Schmankerl, zu dem wir gern die Geschichte gesucht und auch gefunden haben:

Georg Adam Heinz von Opel war tatsächlich ein Nachkomme des legendären Adam Opel, nämlich sein Urenkel. Geboren wurde er am beschriebenen 10. Oktober 1943 in Mainz und verstarb am 18. Janur 2006 in Ingelheim. Nähere Personendaten finden sich auf der Website der Gesellschaft für Geschichte des Weines mit dem Personenprofil von Georg Adam Heinz von Opel.

Das Interessante an dieser Plakette ist, dass sie vermutlich nicht im Zusammenhang mit der automobilen Karriere von Georg Adam Heinz von Opel steht, sondern mit seiner Tätigkeit im Weinbau. Er übernahm nämlich kurz nach seinem Jurastudium und einem USA-Aufenthalt von seiner Mutter die Betriebe der Gutsverwaltung Schloss Westerhaus und war ein honoriger Winzer und Weinbauexperte. Und genau in diesem Zusammenhang wird vermutlich auch diese Plakette stehen.

Der Name „Emil Hub“ in der Plakette unterhalb des Kopfes ist übrigens der Name des Frankfurter Bildhauers, der diese Plakette entworfen hat; Emil Hub ist übrigens auch der Bildhauer, der die Adam-Opel-Statue in Rüsselsheim geschaffen hat. Bleibt alles immer irgendwie in der Familie. 🙂

Ein kleines Schmankerl zum Wochenende.

Freitag. Das Wochenende liegt vor der Türe. Und weil dieses Wochenende vermutlich das kälteste Wochenende dieser Wintersaison werden dürfte, spricht doch nichts dagegen, vornehmlich zu Hause zu bleiben. Und vielleicht bei einer heißen Tasse Tee eine schöne Dokumentation über Opel anzuschauen?

In YouTube finden Sie derzeit eine sehr umfassende und liebevoll produzierte Dokumentation des Hessischen Rundfunks aus dem Jahre 2010, in der die Anfänge der Adam Opel AG nachgezeichnet ist, von den Anfängen mit der Opelschen Nähmaschinenproduktion, über die Fahrradsära bis hin zu den modernen Automobilmodellen des Opel Insignia und Opel Corsa. Und wer in der Dokumentation gut aufpasst, findet dort auch genau den Opel 4/20 PS, der während des Jubiläumswochenendes letztes Jahr als Leihstellung von Opel im Autohaus zu Besuch war.

Die Opel-Geschichte

Opel-Video zum Einhundertfünfzigsten.

Opel feiert dieses Jahr tatsächlich schon seinen 150. Geburtstag; im Jahre 1862 begann Adam Opel mit der Produktion von Opel-Nähmaschinen. Das hört sich witzig an, aber von Opel gab es ja bekanntlich im Laufe der Jahre viele Dinge zu sehen: Raketenflugzeuge, Fahrräder, Kühlschränke … die frühen Industrieriesen haben sich in vielen Disziplinen getestet.

Mit einem kleinen und spannenden „Intro-Video“ startet Opel schon mal das Jubiläumsjahr:

http://www.youtube.com/watch?v=RjYrF8_NzdQ

Bilder und Geschichten aus 100 Jahren Autohaus Gerstel.

Noch vier Wochen haben wir bis zum Jahresende und damit auch bis zum Ende des Jubiläumsjahres. Bei vielen Veranstaltungen im Laufe des Jahres wurde die „Geschichtsfototapete“ gezeigt, die auf immerhin 10 Metern Breite eine Auswahl der spektakulärsten Fotos aus 100 Jahren Autohausgeschichte zeigt. Da diese Tapete in der Form kein Platz im Weblog finden kann, haben wir schon vor einen Wochen angefangen, einige Bilder aus dem riesigen Bilderarchiv herauszupicken, die Geschichte dahinter aufwendig zu recherchieren und mit diesen Bildern und Geschichten die Vorweihnachtszeit im Gerstelblog auszuschmücken.

In den nächsten Tagen werden Sie hier im Gerstelblog also eine Reihe von historischen Bildern und deren Geschichten finden und hoffen, dass Sie beim Lesen mindestens genauso darüber staunen und hier und da lächeln können, wie wir.

Autohaus-Ansichten aus den 1980ern.

So, wie versprochen, hier nun die zweite Super-8-Filmrolle, hier mit Bildern aus den 1980ern. Da geht es um die Vorstellung des Opel Rekord und vermutlich auch um das 70jährige Jubiläum im Jahre 1981. Wer genau hinschaut, sieht, dass es auch damals Oldtimer gab, die auch noch fahrbereit waren bzw. für kleine Ausfahrten genutzt werden konnten. Leider gibt es auch auf dieser Filmrolle keine Spur von unserem Opel Kapitän, aber das lässt sich verschmerzen.

Übrigens: Der kleine, getätschelte Junge gegen Ende des Filmes, der im braunen Anorak – das bin ich!

Die Diashow zum Jubiläum.

Nach und nach bestücken wir den gerstelschen YouTube-Kanal mit Inhalten aus dem Jubiläumsfest. Nach dem kleinen Film zum Opel Ampera gibt es nun die Jubiläums-Diashow „Zeitreisen“ mit Impressionen aus 100 Jahren Autohaus Gerstel:

Der Film ist in HD hinterlegt, es macht also Sinn, ihn bildschirmfüllend anzuschauen. Und leider ist er tonlos, da wir die Musik, die wir ursprünglich während der Präsentation auf der Jubiläumsfeier in der Diashow hatten („La Femme D’Argent“ von Air) aus rechtlichen Gründen nicht einfügen dürfen.

Bewegtbilder aus dem Jahre 1971.

Wir hatten es ja vor einigen Tagen schon kurz angerissen, dass wir beim Stöbern im Firmenarchiv ein Schmankerl gefunden haben: Zwei Rollen belichtete Super-8-Filme, beide noch in erstaunlich guter Qualität. Die haben wir in einer Nachtschicht mit einer HD-Kamera abgefilmt und den ersten Film vor zwei Tagen auf YouTube hochgeladen.

Bei diesem ersten Film geht es auch um ein Jubiläum, nämlich dem sechzigjährigen Jubiläum, das im Jahre 1971 gefeiert wurde, natürlich auch auf dem Autohaus-Gelände. Dieser Umstand erweist sich im Nachhinein als glückliche Fügung, denn so sehen wir das Gelände in einer einzigartigen Art und Weise, wie es vor genau 40 Jahren aussah. Welch ein großer Vorteil, dass schon die Vorfahren technikbegeistert waren und eine Super-8-Kamera organisiert haben! Wir haben den Film in HD auf YouTube hochgeladen, deshalb beim Abspielen ruhig das Video auf volle Bildschirmgröße aufziehen und genießen:

Tatsächlich sieben Minuten Zeitgeschichte, die allerdings ohne Ton daherkommt, da Super 8 ein Amateurformat war und keine eigene Tonaufzeichnung mitbrachte. Aber das mindert die Faszination des Stückes keinen Deut.

Am zweiten Film, der einige Jahre später entstanden ist, arbeiten wir noch, da hatten wir leider ziemliche Probleme mit dem Projektor und mussten den Film stückweise abfilmen. Außerdem müssen wir da noch einige Mitarbeiter bei uns fragen, ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden sind, denn damals haben tatsächlich schon einige Mitarbeiter bei uns gearbeitet, die auch heute noch an Bord sind. 🙂