Archiv des Autors: Andreas Gerstel

Transport einer Holzsitzbank.

Jetzt können wir es ja sagen, jetzt ist es ja offiziell: Letzte Woche stellten wir unser treues Arbeitspferd, unseren silbernen Opel Vivaro, zwecks Transport einer Holzsitzbank für den Nieferner Kindergarten „St. Christophorus“ zur Verfügung.

Eigentlich liegt das Holzcenter Ocker, wo wir die Holzsitzbank abholen sollten, nur 110 Kilometer hinter Stuttgart entfernt, doch die Hin-und Rückfahrt streckte sich auf schlappe 5,5 Stunden (Staus, Baustellen, schlechtes Kartenmaterial 😉 usw. am Fahrer, also mir, lag’s bestimmt nicht…).

Hintergrund des Holzsitzbank-Transports war folgender: Die Kinder, die dieses Jahr in die Schule kommen und den Kindergarten verlassen, haben den Erzieherinnen zum Abschied eine handgemachte Bank geschenkt. Diese Bank wurde im Zuge des Abschlussfestes des Kindergartens übergeben. Alle Schulanfänger wollen sich hiermit für die tolle Arbeit der Erzieherinnen bedanken! Und wir haben eben die Holzsitzbank transportiert:

Im Bild ist Mario Bruccheri, einer der fleißigen Helfer, zu sehen. Und ja, natürlich haben wir noch eine Transportsicherung angelegt (an die Holzsitzbank…), da wir unsere Holzsitzbank im Zweifelsfall nicht noch über die Verkehrsnachrichten hören wollten. So von wegen: „Achtung Autofahrer, auf der A8 befindet sich zwischen Stuttgart und Karlsruhe in Höhe Pforzheim eine Holzsitzbank auf der Fahrbahn.“

Holzsitzbank. Mal sehen, wie lange es dauert, bis diese Seite in Google unter dem Begriff „Holzsitzbank“ unter den ersten zehn Treffern ist.

Gerade mal eingefahren…

Gerade eben hat eine Kundin ihren Astra F 1.6 i mit 75 PS mit einer Erstzulassung vom 30.10.1997 „in Zahlung“ gegeben. Bei der Übergabe Ihres „neuen“ Gebrauchten warf sie mir folgenden Satz entgegen:

„Wenn der Neue nicht mindestens die gleiche Kilometerzahl schafft, geb ich ihn zurück…!“

Okay…

Wir werden, wie immer, alles daran setzen. 🙂

Spende für den „Lauf für das Leben 2010“.

Vor ein paar Tagen hat mich Uli Loth, ein guter Kunde und Freund unseres Hauses, angerufen. Er hat mir mitgeteilt, dass er dieses Jahr am „Lauf für das Leben 2010“ teilnimmt.

Bei diesem Lauf geht es um die Unterstützung des Hilfsprojektes in Sierra Leone (Westafrika) durch die Evangelisch-methodistische Kirche. Er meinte, das wir uns doch an einem Sponsoring für den guten Zweck beteiligen sollten – okay, machen wir. Für jeden gelaufenen Kilometer müssten wir einen Betrag garantieren: Wir hatten mit Uli einen Betrag von 10,- € ausgehandelt (… und es waren harte Verhandlungen…) Durch die hervorragende Leistung von Uli Loth, welcher eine Distanz von 14 (!) Kilometer zurücklegte, kam letztendlich eine Summe von 140,- € zusammen, wie uns im folgenden Fax bestätigt wurde (wie immer gibt es die Großansicht nach einem Klick auf das untenstehende Bild):

Gerne überweisen wir die Summe zu Gunsten von Sierra Leone! 🙂

Neuer Anstrich.

Es war mal fällig, unseren Gebäuden einen neuen Anstrich zu gönnen. Gerade unser Zweckbau, das ist auf dem Foto das mittlere Gebäude zwischen Showroom und Werkstatt, ist mit seinem hellen Grau einfach nicht schön und es gibt dann wirklich so Tage, wo man sich morgens beim Hineingehen einfach mal galant wegdrehen könnte. Also haben wir vor einigen Wochen beschlossen, Farbe anzulegen. Da die Malmethode nach Mr. Bean (gefüllten Farbeimer sprengen) ausfiel, hat unser Maler des Vertrauens das Gebäude eingerüstet (die Bilder gibt es wie immer nach einem Klick in Großansicht):

Das hatte dann seinen eigenen Charme, denn ein Gerüst braucht Platz und unsere Mitarbeiter brauchen auch ohne Gerüst ein hohes Maß an logistischer Erfahrung, um alle Autos des Tages unterzubringen. Da Platz also Mangelware ist, gab das den genau richtigen Antrieb bei der Suche nach der Farbe und der gewünschten Schnelligkeit bei der Ausführung. Geworden ist es dann ein dunkles Anthrazit und weil der Maler gerade so schön am Werk war, durfte er auch gleich Showroom und die Vorderfront der Werkstatt mitcolorieren. Das Ergebnis sieht schon deutlich anders aus:

Auf dem Foto erkennt man das nicht ganz so gut, wie in der Realität, es sieht nämlich tatsächlich gar nicht so unspektakulär aus. Uns gefällt es gut und unseren Kunden fällt es auch auf. 🙂

Bei der Gelegenheit fällt auf dem obigen Bild auf: Was ist denn mit der Opel-Flagge rechts im Bild passiert??? Da war ein Sturm wohl etwas zu züchtig am Werk.

Sponsoring des Kinderschutzbundes Pforzheim.

Gestern Morgen hatte ich Besuch von Frau Doris Möller-Espe. Sie ist die Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Pforzheim Enzkreis e.V. Das Tätigkeitsfeld des Vereins geht vom 24-h Sorgentelefon über Spiel- und Krabbelgruppen, Kinderbetreuung, Hilfe in Trauersituationen bis hin zu begleitetem Umgang in Trennungs- und Scheidungssituationen (um nur einige Bereiche zu nennen…).

Für nähere Infos einfach mal reinkucken: www.kinderschutzbund-pforzheim.de

Es ging bei dem Gespräch um eine eventuelle Unterstützung des Vereins durch das Autohaus Heinrich Gerstel. Um an diversen Veranstaltungsterminen teilnehmen zu können benötigt der Verein einen Transporter (der große Elefant darf seinen Rüssel/Schwanz nicht mehr brechen…:-)). Da der Verein auf Spenden angewiesen ist und die städtische Kasse bekanntermaßen nicht mehr so üppig gefüllt ist, greifen wir gerne unter die Arme.

Wir stellen unseren silbernen Vorführwagen, ein Opel Vivaro, gerne zur Verfügung – kostenlos versteht sich… Kinder an die Macht! 🙂

WM 2010 und Abflaggen.

Die Weltmeisterschaft ist zu Ende. Spanien hat es geschafft. Trotz aller Bedenken zum Thema Sicherheit ist die WM toll gewesen – letztendlich eine runde Sache.

Was haben wir mit der deutschen Mannschaft gezittert und gelitten! Unsere Jungs haben uns eine tolle Vorstellung geboten! Trotz, oder vielleicht gerade wegen dem Ausfall von Michael Ballack mussten unsere jungen Wilden enger zusammenrücken. Das hat klasse funktioniert. Seit ich Fußball schauen „darf“, war das die beste Mannschaftsleistung. Hut ab!

Und da die Fußball-WM jetzt endgültig vorbei ist, flaggen wir in unserem Showroom auch wieder ab und die edlen Laken werden wieder eingemottet.

„Wir leben Autos.“ Überall.

Den aktuellen Slogan von Opel kennen Sie sicherlich. Der wurde letztes Jahr mit dem Redesign von Opel eingeführt, um nach den “turbulenten Zeiten” im GM-Konzern ein deutliches Zeichen zu setzen, für was Opel steht. Nämlich dafür:

Für uns ist dieser Slogan kein Problem, ganz im Gegenteil. Wir leben, so wie praktisch jedes Autohaus, schon immer Autos und wenn man das schon seit fast einem Jahrhundert tut und am Anfang Autos in privater Hand in etwa so verbreitet waren wie heute Flugzeuge, dann hört das Beschäftigen mit Autos und Technik nicht einfach auf, wenn man den Hof verlässt..

Aus diesem Grund will Opel auch, dass der Slogan offensiv verwendet werden soll, nämlich überall da, wo das Opel-Logo (das in diesem Zusammenhang auch eine Wellnesskur erfahren hat) eingesetzt wird. In der Fachsprache ist der Slogan die „Tagline“ zum Logo, der Slogan soll also immer unter dem Logo stehen. Rechts oben im Weblog sehen Sie das.

Wussten Sie aber, dass alle Opel-Niederlassungen weltweit diesen Slogan verwenden und zwar genau in deutscher Sprache? Wir haben das zunächst auch nicht glauben wollen, aber tatsächlich verwenden alle Opel-Niederlassungen weltweit das Logo mit dem deutschen Slogan. Selbst unsere frankophilen Nachbarn aus Frankreich, die Opel-Kollegen in Russland, in Bahrain, in der Türkei, sogar auch in Singapur oder in Taiwan. Der Slogan wird also nicht in die jeweilige Landessprache übersetzt, sondern steht dort in deutscher Sprache unter dem Logo!

Opel-Arbeitsplätze.

Na, da seit ihr jetzt neidisch, oder? 🙂

Was man nicht alles mit einem Opel-Schildchen, das eigentlich für Autos gemacht ist, anstellen kann. Und wo wir gerade beim Schreibtisch sind… ist das nicht eine gelungene Maus?

So bekommen so Sätze wie „Fahr‘ mal mit der Maus dahin und dorthin“ eine ganz andere Bedeutung.

Schutzpatrone und Aberglaube.

Seit dem es Automobile gibt, gibt es Menschen, die vor den pferdelosen Wagen Respekt hatten. Und sicherlich ist das auch heute noch angebracht, auch wenn man durchaus auch vor einem Pferdegespann Respekt haben sollte. Überall da, wo ungreifbare Geister vermutet werden, sind Schutzheilige, die so genannten Schutzpatrone, nicht weit. Und deshalb gibt es für Fahrzeuglenker gleich eine Reihe von Schutzpatrone, je nachdem, unter welchem Stern sie fahren:

Der „Hauptschutzpatron“ der Autofahrer ist Christophorus und, das wissen dann nicht mehr ganz so viele Menschen, Franziska von Rom. Zumindest Christophorus ist weitläufig bekannt, im Zubehörhandel ist die Christophorus-Plakette inzwischen unausrottbar verankert. Auch an anderen Stellen im automobilen Sektor hat sich der heilige Christophorus verewigt, beispielsweise werden alle Rettungshubschrauber „Christoph“ genannt. Der Reisende an sich tut diese Aktivität unter dem Schutze der Schutzpatrone Valentin und Petronilla, eben dann noch zuzüglich des Christophorus und der Franziska von Rom, wenn er dies mit dem Auto tut.

Taxifahrer haben ihren eigenen Schutzpatron namens St. Fiacrius, den sie sich übrigens mit den Gärtnern teilen. Und das ist, wenn man der Legende Glauben schenken mag, auch kein Zufall, denn im 17. Jahrhundert betrieb der Franzose Nicolas Souvage in Paris eine Pferdewagenvermietung an und man nannte seine Pferdewagen irgendwann „Fiacres“, da sein Betrieb angeblich gegenüber eines Hauses lag, an dessen Wand ein Bildnis des heiligen St. Fiacrius eingelassen war. Dass in Wien deshalb auch heute noch Pferdekutschen Fiaker heißen, hängt auch damit zusammen.

Andere Berufe, die eigene Schutzpatrone haben und während ihrer Ausübung von ihnen Schutz erhalten, sind die Sanitäter mit dem heiligen Kamillus von Lellis, die Feuerwehr mit den Schutzpatronen Florian und Barbara und die Polizei mit dem Erzengel Michael. Wir Automenschen haben übrigens keinen eigenen Schutzpatron, bei uns wirkt dann offensichtlich der Schutzpatron aller Handwerker mit, der ist aber niemand geringeres als Josef von Nazaret.

Wo wir gerade bei Schutzpatronen sind, ist der Weg zu anderen Tabernakel, in denen magische Wirkung stecken soll, nicht weit. Ein solches Tabernakel, das einfach nicht totzubekommen ist, ist das Hufeisen. Dem wurde einst eine mystische Zauberwirkung nachgesagt, weil einst die Bearbeitung des Metalles mit viel Mühen und viel „Show“ verbunden war. Schmelzen, glühen, hämmern, im Wasser abkühlen etc. Verbunden wurde mit dem Hufeisen früher einmal etwas ganz anderes, nämlich der Schutz vor bösen Geistern und Naturkatastrophen, weshalb man gern ein Hufeisen über die Eingangstüre eines Hauses hängte, mit der Öffnung nach unten, damit die „bösen Geister abzuwehren“. In neuerer Zeit – so viel dann zur Wandlungsfähigkeit eines Aberglaubens – war es dann genau verkehrtherum – man montierte das Hufeisen mit der Öffnung nach oben, um damit „das Glück aufzufangen“. Und in genau dieser Stellung hat man dann das Hufeisen auch besonders gut zu montieren gehabt, denn wenn sich das Hufeisen löste und die Öffnung nach unten wanderte oder gar das Hufeisen gänzlich herunterfiel…

Irgendwann kamen dann auch abergläubische Autofahrer darauf, sich ein Hufeisen an den Kühlergrill zu schrauben, selbstverständlich auch mit der Öffnung nach oben. Noch heute gibt es das gute, alte Hufeisen im Zubehörhandel, allerdings immer weniger moderne Autos, an deren Kühlergrill man überhaupt noch ein Hufeisen montieren könnte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass in einigen dunklen Ecken der Werkstatt noch das eine oder andere Hufeisen zu finden ist, dem das Auto abhanden kam. Auch hier ganz wichtig: Es muss ein echtes Hufeisen sein, keines aus Plastik oder gar frevelhaft als Aufkleber. Wenn man das Hufeisen dann schon nicht mehr ans Auto schrauben kann, dann legt man es sich halt ins Handschuhfach. 😉

Bei Taxifahrern gibt es noch einen ganz anderen Aberglauben, bei dem dann unser Fahrzeugpfleger höllisch aufpassen muss: Das Cent-Stück unter der Fußmatte des Fahrers. Das ist in der Regel nicht befestigt und liegt lose und das darf natürlich keinesfalls verlorengehen oder im Staubsaugerbeutel landen.

Kennen Sie noch einen anderen Aberglauben in Sachen Auto? Dann schreiben Sie uns das doch hier als Kommentar!

Versicherungsbetrug.

Vor ein paar Tagen wurde ich (mal wieder) zum Thema Unfallreparatur gefragt: „Den aktuellen Schaden vom Unfallgegner hinten kann man doch sicher mit meinem alten Rempler vorne zusammen an die Versicherung melden? Oder nicht Herr Gerstel…?“

„Nein, kann ich nicht!“ sage ich dann immer. Das ist schlichtweg Versicherungsbetrug – so etwas machen wir nicht mit! Da könnte ich keine Nacht mehr ruhig schlafen. Um Ärger im voraus zu vermeiden, empfiehlt es sich bei größeren Schäden immer, einen Gutachter mit ins Boot zu nehmen. Die so ermittelten Zahlen haben Hand und Fuß und werden von keiner Versicherung angezweifelt.

Nach der Reparatur hat generell jede Versicherung das Recht, einen Unfall nachzubesichtigen. Das bedeutet: Es wird geprüft, ob die der Versicherung berechneten Neuteile alle verbaut sind und ob auch das gerichtet und lackiert wurde, was auf der Rechnung steht. Selbst die Kosten für die Originalersatzteile von Opel sind bei den Versicherungen hinterlegt. Also auch hier keine Schummelei möglich! Ich als fairer Versicherungspartner kann dies natürlich nur begrüßen – so wird Betrügern im Vorfeld schon das Handwerk gelegt. Letztendlich kommt das allen mit der Versicherungsprämie zu Gute… 😉