Archiv des Autors: Andreas Gerstel

Versicherungsbetrug.

Vor ein paar Tagen wurde ich (mal wieder) zum Thema Unfallreparatur gefragt: „Den aktuellen Schaden vom Unfallgegner hinten kann man doch sicher mit meinem alten Rempler vorne zusammen an die Versicherung melden? Oder nicht Herr Gerstel…?“

„Nein, kann ich nicht!“ sage ich dann immer. Das ist schlichtweg Versicherungsbetrug – so etwas machen wir nicht mit! Da könnte ich keine Nacht mehr ruhig schlafen. Um Ärger im voraus zu vermeiden, empfiehlt es sich bei größeren Schäden immer, einen Gutachter mit ins Boot zu nehmen. Die so ermittelten Zahlen haben Hand und Fuß und werden von keiner Versicherung angezweifelt.

Nach der Reparatur hat generell jede Versicherung das Recht, einen Unfall nachzubesichtigen. Das bedeutet: Es wird geprüft, ob die der Versicherung berechneten Neuteile alle verbaut sind und ob auch das gerichtet und lackiert wurde, was auf der Rechnung steht. Selbst die Kosten für die Originalersatzteile von Opel sind bei den Versicherungen hinterlegt. Also auch hier keine Schummelei möglich! Ich als fairer Versicherungspartner kann dies natürlich nur begrüßen – so wird Betrügern im Vorfeld schon das Handwerk gelegt. Letztendlich kommt das allen mit der Versicherungsprämie zu Gute… 😉

Und das ist der Dank!

…. den wir sehr gern angenommen haben, nämlich in Form einer selbstgemachten Torte, schön mit Sahne, Erdbeermarmelade und Schokostreuseln, wie es unter anderem auch Mitarbeiter von Autohäusern gern haben. Unser Mitarbeiter Peter Sondej hat stellvertretend das gute Stück angenommen.

Worum ging es? Unsere Kundin hatte mit ihrem Opel Vectra einen Unfall. Wir haben ihr einen Leihwagen zur Verfügung gestellt, das Fahrzeug abgewickelt und ihr einen neuen Wagen, einen Opel Insignia vermittelt. Als Dank für die unkomplizierte Abwicklung gab es deshalb gestern die besagte Torte.

Haben wir gern gemacht. 😀

Eine Frage: Wird eine Änderung der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) Reparaturen billiger machen?

Sascha Rehm aus Pforzheim stellt uns eine Frage zur geplanten Änderung der so genannten Gruppenfreistellungsverordnung zum Jahre 2013:

„Hallo Andreas,
glaubst Du, dass die neuen EU-Pläne tatsächlich zu sinkenden Kosten führen werden? Oder verwendet ihr (oder andere Werkstätten) bereits Teile in ’neutraler‘ Form?“

Unsere Antwort: Ob und wie die neue GVO (Gruppenfreistellungsverordnung) bis 2013 kommt, ist meiner Meinung nach noch nicht sicher…

Für mich als Vertriebler ist es nicht nachvollziehbar, wie vor einigen Jahren die Position der Vertragshändler gestärkt wurde, in dem man die Aufnahme einer anderen Fahrzeugmarke im Haus ermöglicht, und nun eine 180°-Wendung an den Tag gelegt wird, welche wieder die Rechte der Hersteller hervorhebt. Wie schon aus meinem vorherigen Blog-Artikel ersichtlich ist, haben wir uns bewusst für nur eine Marke entschieden. Wenn ich aber an einige Händlerkollegen denke, die unter einem Dach mehrere Marken haben, so könnte ich in deren Haut in nächster Zeit nicht mehr schlafen… 🙁

Bevor ich aber alle Händlerkollegen in den Wahnsinn treibe, aber nochmal meine Einschätzung: Ich denke nicht, dass die neue GVO in dieser Form 2013 kommt…

Was den Service angeht – und da komme ich zu deiner zweiten Frage – gibt es klare Erfahrungswerte: Die Original Opel-Teile sind mit Sicherheit nicht die billigsten, sind aber, was die Qualität und Langlebigkeit angeht, weit den Zubehör-Teilen von Drittherstellern überlegen. Unserer Erfahrung nach halten deren Bremsbeläge, Auspuffanlagen und Co. nicht annähernd so lange, wie Originalteile, die nun eben einmal hundertprozentig auf das dazugehörige Fahrzeug angepasst sind. Andererseits kann ich den Käufer von Ersatzteilen von Drittherstellern schon verstehen: „Bremsbelag“ auf unserer Rechnung schreibt man gleich wie „Bremsbelag“ auf der Rechnung von XYZ…

Haben auch Sie eine Frage? Stellen Sie sie uns!

Warum eigentlich „nur“ Opel?

Immer wieder taucht die Frage auf, warum wir als Autohaus eigentlich „nur“ Opel führen, also eine Ein-Marken-Strategie fahren, während andere Autos teilweise einen ganzen Stall von Automarken führen. Das ist ganz einfach:

Seit 1911 vertreten wir immer nur eine Marke. Und das aus gutem Grund: Es ist doch logisch, dass man in die Materie eines Herstellers einfach tiefer eintauchen kann, wie wenn man mehrere Marken zu Auswahl hat. Egal, ob das den Verkauf, Service oder die Ersatzteilbeschaffung betrifft – in jedem Bereich kann man sich spezialisieren, fortbilden und über Jahrzehnte seine Erfahrungen sammeln. Habe ich mehrere Marken, so kann ich dies niemals alles bei jeder Marke bewältigen. Kann man sich ungefähr wie ein langes Gedicht vorstellen: Je länger, desto schwieriger zum auswendig lernen und die Fehler häufen sich auch …

Ein weiterer Grund ist das gesteigerte Fahrzeugaufkommen, sowohl was den Verkauf, als auch den Service angeht. Wir hätten rein platztechnisch schon gar nicht die Möglichkeit, eine zweite Marke adäquat zu präsentieren. Hier bleiben wir mal wieder unserer Devise treu: Entweder wir machen es richtig oder gar nicht.

Der erste neue Opel Meriva bei uns im Autohaus.

Wenn ein neues Opel-Modell kommt, sind wir alle wieder Kinder, die ein neues Spielzeug bekommen. Über die offiziellen (und inoffiziellen) Opel-Kanäle wird schon Monate im voraus getrommelt, es gibt Einführungen, es gibt Veranstaltungen für Verkäufer und Techniker, Hunger machendes Werbematerial und so weiter. Wenn dann aber das erste Fahrzeug des Modells kommt, dann ist das Hochspannung pur und vom Chef bis zum Azubi muss, darf und soll sich jeder einmal das Auto anschauen. Das ist übrigens schon seit 99 Jahren so…

Zugegeben, unser Film ist sicherlich kein Oscar-verdächtiges Werk, aber so sieht es eben nun mal aus, wenn wir ein neues Opel-Modell in die Finger bekommen. Am letzten Freitag war es dann soweit, als ich den neuen Opel Meriva B abgeholt habe, standesgemäß natürlich auf einem Anhänger. Symbolisch haben wir dann auch unseren „alten“ Meriva-A-Vorführwagen aus unserem Showroom gerollt und Platz gemacht. Auftritt, bitte!

Das ist selbstverständlich noch nicht die offizielle Vorstellungsparty für den neuen Opel Meriva gewesen, die wird am 12. und 13. Juni bei uns im Autohaus stattfinden und dazu erwarten wir – Sie! Nähere Informationen dazu gibt es in den nächsten Tagen, inklusive dem Unterhaltungsprogramm.

Autohaus Gærstel.

So in etwa würde unser Autohaus in norwegischer Sprache heißen. Sollten wir im Hinterkopf behalten, denn unsere Reichweite reicht tatsächlich bis nach Norwegen, denn von dort kommt jedes Jahr ein Fahrzeug, das bei uns seinen Kundendienst bekommt, ein Opel Corsa. Das Autokennzeichen beweist es:

Die norwegische Flagge und das Nationalitätszeichen „N“ sind klar, die Buchstaben „RJ“ bedeuten, dass das Fahrzeug in Stavanger in der Provinz Rogaland registriert ist. Der gelbe Aufkleber rechts, dessen Farbe von Jahr zu Jahr unterschiedlich ist, ist ein amtliches Siegel, das man vom norwegischen Straßenverkehrsamt bekommt, wenn man für das Auto Steuern und Versicherung bezahlt hat und die technische Untersuchung (der norwegische „TÜV“) bestanden wurde.

Und wie kommen wir nun zu diesem Kunden? Ganz einfach: Familiäre Beziehungen des Besitzers führen das Auto mindestens einmal im Jahr nach Pforzheim und wenn dann schon der Besitzer Urlaub hier macht, macht sein Auto eben auch Urlaub von ihm und wird bei uns inspiziert. Und dann haben wir eben auch „Ausländer“ auf dem Hof stehen. Ein Opel ist ein Opel – egal, welches Kennzeichen er trägt.

Hallo Opel Meriva!

Eigentlich will man sich ja immer nur die Rosinen herauspicken – das geht aber hier nicht…Also habe ich als erstes meine 4 In-House Trainings absolviert, bevor ich mich bei OPEL zur Meriva-Schulung in Stuttgart anmelden durfte. (Eigentlich mag ich ja keine Verkäufer-Trainings – die Verkäufer finden sich nämlich alle sooo toll.) Trotzdem: Leinfelden-Echterdingen: ich komme!

Voller Vorfreude kam ich dann letzten Freitag natürlich auf Grund des Verkehrs noch15 Minuten zu spät… kein Problem… rein in meine neue Meriva-Jacke und da steht er:

Hm… gleich als Opel zu erkennen – schön. Mein Blick geht natürlich zuerst auf die Türen, denn da muß ich mich zuerst dran gewöhnen. Eigentlich bei Opel ja nichts neues, hatten wir bei den Vorkriegsmodellen ja schon einmal. 😉

Aber zunächst geht’s zur Theorie: Motoren, Design, Innovationen, Preise, alles wird akribisch genau besprochen und abgefragt. Doch jetzt wird´s interessant: Ich darf Ihn anfassen! Wow – wie weit gehen die Türen (Flex Doors) denn noch auf ??? Das mit der Queen beim Ein-/Aussteigen war vorhin echt nicht übertrieben.

Wir üben alles: Kindersitz rein, Fritz anschnallen, Fritz raus, vorher natürlich abschnallen, Sitze verschieben und versenken, Wagen voll packen, Flex-Fix-Fahrradträger aufbauen, Fahrrad festmachen, alles wieder einpacken, Flex-Rail-Mittelkonsole verschieben und ausbauen – ich hör nur noch FLEX…wir kommen ins Schwitzen. Aber eines ist jetzt schon klar: So einen Verwandlungskünstler hatten wir bei Opel noch nie im Programm.

Aber wie fährt er sich? Ab auf die Straße. Natürlich hat uns Opel nicht den kleinsten Motor hingestellt – wir durften den 140 PS Benziner fahren… wir haben mit ca. 10 Merivas die Stuttgarter Straßen unsicher gemacht. (Die Verkäufer sind ja alle so begnadete Autofahrer – klar, man ist ja vom Fach…;-))

Mir fällt gleich auf, dass die Aussicht vorne nicht mehr von dem kleinen Fenster (Meriva A) getrübt wird, das ist gut. Fährt sich auf Anhieb gewohnt Opel-typisch gut. Selbst bei den Vorserienmodellen ist die Verarbeitung schon gut. Ich stelle mir die ganze Zeit die Frage, was denn meine Kunden am neuen Meriva stören könnte…? Vielleicht den seitlichen Verlauf der Fensterline? Geschmacksache: Ich finde es gut: Da können meine Kids viel besser seitlich rausschauen…

Meriva: wir werden Dir am 12/13. Juni den roten Teppich zur Vorstellung auslegen!