Archiv des Autors: Timo Gerstel

Eine typische Ersatzteillieferung.

Als Chef kann man sich ein paar Dinge erlauben, für die man als Mitarbeiter nur noch entsetzt und/oder mitleidig angeschaut wird. Zum Beispiel das Aufbauen und Fotografieren einer typischen Ersatzteillieferung eines Tages. So sieht das dann aus (wie immer, ein Klick auf das Bild für eine Großansicht):

Das ist die gestrige Lieferung der Ersatzteilbestellungen, die wir vom Dienstagnachmittag bis Mittwochvormittag elektronisch vorgenommen haben. Die Reifen hinten rechts gehören nicht dazu und was hier auch nicht dabei ist, sind die so genannten „Top-Dring-Bestellungen„, also die Ersatzteilbestellungen, die frühmorgens geliefert werden und ganz eilig sind, weil sie gleich frühmorgens zur Werkstattöffnung verbaut werden müssen, da der Kunde sein Auto dringend braucht.

Ansonsten: Reife Leistung, die wir da auf herkömmlichen Bestellwegen tagtäglich nachmittags aus dem Ersatzteillager in Stuttgart bekommen. Wir nehmen meistens gar nicht so sehr Kenntnis, wie viel das ist, denn bei der Fotografieraktion haben die Kollegen auch nur gestaunt: „Das alles? An einem Tag? Junge, Junge.“

Ja, „Junge, Junge“ trifft es genau. 🙂

Im Oktober: Licht-Test 2010.

Die meisten Autofahrer werden den kleinen quadratischen Aufkleber (der früher einmal oval war) kennen, der alljährlich im Herbst an der Windschutzscheibe vieler Autos klebt. Dieses Jahr sieht der Aufkleber folgendermaßen aus:

Was besagt dieser schmucke Aufkleber? Nun, seit immerhin schon 1956 gibt es diese Aktion, bei der jedes Jahr im gesamten Oktober jeder Autofahrer das Licht seines Fahrzeuges kostenlos bei einem Kfz-Meisterbetrieb überprüfen lassen kann. Überprüft werden hierbei folgende „Beleuchtungspunkte“ an Ihrem Fahrzeug:

  1. Fern- und Abblendlicht
  2. Nebel-, Such- und andere erlaubte Zusatzscheinwerfer
  3. Begrenzungs- und Parkleuchten
  4. Bremslichter
  5. Schlusslichter
  6. Warnblinkanlage
  7. Fahrtrichtungsanzeiger
  8. Nebelschlussleuchte

Ist alles in Ordnung, gibt es den Sticker auf die Windschutzscheibe. Gibt es Probleme, bieten wir Ihnen gern an, das Problem zu beheben. Wir sind so offen und sagen, dass sich das genau an dieser Stelle für uns halbwegs refinanziert, nämlich bei der eventuellen Behebung von Beleuchtungsproblemen oder einem kompletten Wintercheck.

Dennoch finden wir den Licht-Test auch ohne diese Möglichkeit eine sehr sinnvolle und segensreiche Einrichtung, die unseres Wissens nach weltweit einmalig ist. Denn im Sommer bemerkt man viele Probleme mit Lichtern am Fahrzeug gar nicht, während es im Winter höchst unangenehm sein kann, wenn man beispielsweise Nebelscheinwerfer hat, die viel zu hoch eingestellt sind oder die Bremslichter nicht funktionieren.

Licht-Test machen? Ganz einfach: Sie rufen uns im Laufe des Oktobers an (vielleicht nicht gerade am 29. Oktober..) , machen mit uns einen Termin aus und kommen dann mit ihrem Boliden vorbei. Während wir dann die WeihnachtsBeleuchtung an Ihrem Fahrzeug testen, bekommen Sie eine heiße Tasse Kaffee oder Tee und bedienen sich aus unserer gut sortierten Snackbox! Und wenn Sie nicht aus Pforzheim kommen und/oder keine sich immer lohnende Reise zu uns machen wollen, suchen Sie sich hier einen unserer freundlichen Kollegen bei der Opel.de Händlersuche.

Übrigens: Den Licht-Test gibt es nicht nur für die Lichter Ihres Fahrzeuges, sondern auch für Ihre Augen. In Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der Augenoptiker führen eine Reihe von Optikerfachgeschäften kostenlose Sehtests im Rahmen des Licht-Test 2010 durch. In Pforzheim müssen Sie da gar nicht so weit fahren, das machen nämlich hier auch die Bloggerkollegen vom Optikerblog, das vom Optikerfachgeschäft Schütz betrieben wird. 😉

„Ich hätte mal gern den Heinrich gesprochen!“

Immer wieder sehr beliebt bei Anrufern ist der Wunsch, sofort mit dem Chef zu sprechen. Weil unser Autohaus „Heinrich Gerstel“ heißt, gibt es gar nicht so wenige Menschen, vor allem Vertreter und Callcenter-Drohnen, die nur nach dem Firmennamen gehen und die eben den Heinrich Gerstel zu wünschen sprechen. Bei dieser Anrufklientel erlauben wir uns dann gelegentlich mal gern einen Ausflug in das Reich des richtig trockenen, Schwarzen Humors. Das hört sich dann in etwa so an:

Callcenter-Drohne: „Ja, Guten Tag, hier Müllermeierschulze. Ich hätte gern den Heinrich Gerstel gesprochen.“

Wir: „Das geht leider nicht, er ist nicht mehr da.“

Callcenter-Drohne: „Ah, das ist schade. Wann kommt er denn wieder?“

Wir: „Das kann ich Ihnen leider nicht sagen, könnte aber dauern.“

Callcenter-Drohne: „Okay, dann werde ich morgen noch einmal anrufen. Wiederhören.“

Prinzipiell kann man dieses Spielchen bei einigen Callcentern ständig machen, jeden Tag ruft eine andere Drohne an, die offensichtlich den Anrufbefehl vom Kollegen Computer angezeigt bekommt. Wir können da jedoch sehr ausdauernd sein und Heinrich hätte diese Art des Schwarzen Humors sicherlich diebisch gut gefallen. 😉

Opel GTC.

Manchmal ist der Werkstatthof mit den Autos, die unmittelbar auf ihren Werkstatttermin warten, ein richtiger Showroom. Unvergessen ist da bei uns ein weißer Opel Astra in Sportausführung, der vor einigen Jahren ein halbes Wochenende auf dem Hof stand und am Montag für eine ganze Reihe von Anrufen von interessierten Käufern sorgte. Leider, leider… Kundenfahrzeug. Die Enttäuschung der potentiellen Käufer, die das Ding teilweise sofort mitgenommen hätten, war deutlich zu hören und das geht uns Autoleuten dann schon gelegentlich auf die Benzinpumpe… äh, ans Herz. 🙂

Das gleiche könnte mit dem Opel GTC passieren, der im Oktober erstmals auf dem Pariser Automobilsalon (2. bis 17. Oktober) gezeigt wird und einfach nur „Wow!“ ist. Da bläst es einem den Autoreifen von allein auf! Die Opelaner vom Astra-Blog haben ein paar sehr beeindruckende Fotos, die wir hier mal zeigen:

Opel GTC Paris

Opel GTC Paris

Opel GTC Paris

Opel GTC Paris

Opel GTC Paris

Opel GTC Paris

Opel GTC Paris

Opel GTC Paris

Das dreitürige Konzeptauto kommt mit einem 2.0-Liter-Twinscroll-Turbo daher und bringt satte 213 kW bzw. 290 PS auf die Straße. Nochmal: Wow!

Es bleibt abzuwarten, was mit dieser Konzeptidee passiert. Der Astra-Dreitürer landet irgendwann nächstes Jahr und ob der GTC tatsächlich als GTC oder vielleicht als Astra-OPC-Variante auf die Welt kommt – abwarten. Und darüber staunen, was Opel erfinden kann, wenn man Opel lässt.

WOLKE zum Letzten: Die Energie.

Unsere kleine WOLKE-Serie neigt sich dem Ende zu und wir sind beim „E“, das für „Energie“ steht. Wie aber prüft man die Energie im Auto? So einfach ist das gar nicht. Allerdings, um es gleich mal nachzuschicken, ist es auch lange kein so großes Thema mehr, wie früher.

Für die Energieversorgung von zentraler Bedeutung ist die Autobatterie. Sie gibt den Saft dafür, um den Wagen überhaupt erst einmal gestartet zu bekommen und arbeitet eigentlich als Akkumulator, wird also stetig auf- und entladen. Der eigentliche Stromerzeuger im Auto ist die Lichtmaschine, die allerdings logischerweise nur dann Strom erzeugt, wenn der Motor läuft. Die Batterie arbeitet hier also als Strompuffer, damit die Benutzung von Licht und Bordgeräten davon abhängig ist, ob der Motor läuft oder nicht bzw. ob der Motor die richtige Drehzahl hat oder nicht. Alles einmal sehr vereinfacht dargestellt, in Wirklichkeit ist die Energieversorgung eines modernen Autos eine sehr komplexe Geschichte, von der der geneigte Autobesitzer allenfalls etwas mehr mitbekommt, wenn das Steuergerät mal zickt…

Auf was ich hinaus möchte: Die Autobatterie sitzt im Motor meist still und einfach da, aber man sollte immer gebührenden Respekt vor ihrer Aufgabe und vor allem vor ihrer gespeicherten Leistung haben. Rein technisch gesehen sind schon die Grundbestandteile nicht ganz ohne, denn eine Autobatterie besteht aus mehreren Zellen, in denen sich Bleielektroden in einer Schwefelsäurenlösung befinden. Während das Blei nach der Entsorgung in der Umwelt nicht besonders schön macht, ist die Schwefelsäure, die meist in einer Verdünnung von 37 % genutzt wird, nicht ungefährlich für Kunststoff, Kleidung und Mensch. Es gibt für den Laien also rein gar nichts an einer Autobatterie selbst zu warten, wenn man nicht wirklich genau weiß, was man da tut. Schließt man die Batterie versehentlich kurz und fließt der Strom einer vollen Batterie in kürzester Zeit, bringt es problemlos so Dinge wie Schraubenschlüssel zum Glühen. Und nein, bitte probieren Sie solche Sachen niemals aus, das hat wirklich nichts mit Spaß zu tun, sondern ist hochgefährlich.

Deshalb: Eine Autobatterie ist nicht ohne Grund abgedeckt und enthält nicht wenig Warnhinweise. Das einzige, was Sie tun dürfen, ist, die Batterie zu nutzen und sie ggf. aufzuladen, wenn Sie leer ist. Das machen Sie entweder mit einem Ladegerät für Autobatterien und achten auf die Ladehinweise oder geben ihr Starterhilfe mit einem Starthilfekabel. Wie das genau geht, finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeuges.

Sie werden sich jetzt sicher fragen, warum ich das mit dem Nachfüllen von destilliertem Wasser nicht aufführe – ganz einfach: Es gibt immer mehr Autobatterien, wo man das gar nicht mehr tun kann, das Auffüllen des Elektrolytes mit destilliertem Wasser. Falls Ihre Autobatterie hier noch zugängliche Zellen hat, können Sie das tun, aber dann bitteschön auch wirklich mit destilliertem Wasser, denn normales Leitungswasser ruiniert Ihnen die Autobatterie schon nach kurzer Zeit.

Altert eine Batterie wirklich?

Ja, das tut sie und das vom ersten Tage an. Die stetigen Lade- und Entladezyklen und die teilweise sehr großen Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sorgen dafür, dass die Kapazität jeder Autobatterie stetig sinkt. Durchschnittlich nach drei Jahren ist eine Autobatterie fällig, was sich für den Autobesitzer meist dadurch zeigt, dass der Wagen immer schlechter anspringt. Verstärkt wird das noch, wenn die Batterie gelegentlich mal vollständig leerläuft, weil der Motor eine Zeitlang nicht lief und logischerweise nicht die Batterie geladen werden konnte. Tiefentladungen sind zwar für jede Batterie Gift, aber auch ohne solche Unfälle hält eine Autobatterie nicht ewig.

Es hilft also nicht – auch Ihre Autobatterie altert und wird irgendwann mal fällig. Bevor das im Winter passiert, morgens, dann, wenn es auch noch pressiert, prüfen wir Ihre Autobatterie gern im Rahmen eines Winterchecks, in dem wir die Spannung testen und ziemlich genau feststellen können, in welchem Zustand das gute Stück ist.

Transportschaden.

Heute Nacht haben wir eine Fuhre bestellte Neuwagen erwartet, die auch pünktlich geliefert wurde. Allerdings, um es mal sehr dezent auszudrücken, war ein neuer Opel Meriva B nicht mehr so ganz im fahrbereiten Zustand und sah aus, wie manchmal Spielzeugautos im Kinderzimmer aussehen:

Was genau passiert ist, wissen wir noch nicht. Gestern Abend bekamen wir zumindest schon mal einen Hinweis der Spedition, dass ein zu liefernder Wagen „undicht“ sei. Das kann immer wieder einmal passieren, aber das ist dann schon ein große „Undichtigkeit“. Ist jetzt natürlich ein Versicherungsfall, bei dem morgen ein Gutachter schauen wird, wie es da weitergeht. Ein Neuwagen ist das jedenfalls keiner mehr und den werden wir auch im reparierten Zustand (wenn er sich denn wirtschaftlich rechnet) keinem Kunden so als Neuwagen verkaufen.

Für den Kunden ist es aber noch ärgerlicher, denn er hat auf sein Auto sechs Wochen gewartet. Da müssen wir mal jetzt schauen, wie wir da die Kuh vom Eis bekommen. Die Kuh Elsa ist tot, sozusagen.

Eine Frage: Aus einem Opel einen Vauxhall machen?

Eine Frage: Kann man aus einem Opel einen Vauxhall machen, also die „britische Version“ eines Opels?

Unsere Antwort: Ja, das geht, zumindest optisch. Und auch verhältnismäßig einfach, jedenfalls bei den aktuellen Modellen. Denn da wird einfach die Logoplakette hinten bzw. der Kühlergrill vorne ausgetauscht, die erforderlichen Ersatzteile lassen sich problemlos bei uns bestellen und austauschen, was gar nicht so selten vorkommt.

Problematischer wird es bei den Details, beispielsweise dem Lenkrad, in dem das Opel-Logo eingelassen ist und sich nicht ohne weiteres entfernen lässt. Oder bei den Motorabdeckungen. Wer auch hier Wert auf die Details legt, muss leider tiefer in die Tasche greifen. Und was natürlich auch nicht geht, ist eine Umschreibung des Fahrzeuges auf Vauxhall. Opel bleibt Opel. Aber da Vauxhall eben auch Opel ist, geht nichts verloren. 🙂

Aber auch schon das Vauxhall-Logo vorn und hinten macht genügend Eindruck. Einige Mitarbeiter bei uns schwören auf diesen Hallo-Effekt bei ihren auf Vauxhall getrimmten Opels. 😉

“Immobilien Gerstel”.

So undeutlich spreche ich eigentlich gar nicht. Offenbar reicht es dennoch immer wieder für ein paar Missverständnisse am Telefon, so auch am Freitag. Ich wollte jemanden sprechen, der jedoch nicht zu Hause war und lies ihm deshalb etwas ausrichten:

Timo: “Wenn Sie bitte ausrichten würden, dass ich angerufen habe?”

Angerufene: “Klar, mache ich, Immo Gerstel. Mache ich!”

Timo: “Äh, nein, nicht Immo, sondern Timo!”

“Immo” Gerstel. Sie hat tatsächlich geglaubt, ich wäre ein Immobilienunternehmen. 🙂

Das „K“ aus der „WOLKE“ – Kraftstoff.

Gut, das „K“ in der WOLKE, also den Dingen, die man regelmäßig an seinem Fahrzeug kontrollieren sollte, ist wohl nicht besonders deutlich zu erklären. Ohne Kraftstoff funktioniert ein Auto mit Verbrennungsmotor nicht, egal ob nun Diesel- oder Ottomotor.

Hauptwerkzeug zum Überprüfen ist die Tankanzeige, die früher einmal auch als Tankuhr bekannt war. „Tankuhr“ deshalb, da die damaligen Tankanzeigen rund waren und tatsächlich einmal direkt mit einem Schwimmer im Kraftstofftank verbunden waren, was sich vor allem dadurch zeigte, dass der Zeiger der Tankuhr bei jeder Bodenwelle pendelte wie ein Halm im Sturm.

Moderne Tankanzeigen bekommen ihre Informationen vom Bordcomputer, die wiederum ihre Informationen von Sensoren im Tank erhalten. Diese Messungen sind inzwischen so genau, dass sie auch bei Gefälle zuverlässig funktionieren und die Informationen von Bordcomputern auch für mehr oder weniger genaue Berechnungen genutzt werden, beispielsweise den geschätzten Kilometern, die man noch fahren kann.

In der Regel fängt die Tankanzeige an zu blinken, wenn, je nach Wagentyp, noch 10 bis 15 Liter Sprit im Tank sind. Das Blinken wird aufdringlicher, wenn davon nur noch ein Drittel zur Verfügung steht. Und selbst wenn die Tankanzeige anfängt, eine gewisse Endgültigkeit des Spritvorrates anzuzeigen, sind meist noch genügend Tropfen für 10, 15 Kilometer an Bord.

Das sollte man natürlich nicht unbedingt ausreizen, denn ohne Sprit fährt es sich bekanntlicherweise schlecht und wer beispielsweise auf der Autobahn dank Benzinmangels stehenbleibt, kassiert eine Strafe – als ob das danach folgende Spazieren mit einem meist nicht vorhandenen Reservekanister nicht schon Strafe genug ist. Wo das Leerfahren des Tankes richtig teuer werden kann, ist beim Dieselmotor. Zieht die Hochdruckpumpe nämlich aufgrund leeren Tankes Luft an, hilft auch das reumütige Tanken nicht, da die Spritzufuhr entlüftet werden muss. Das kann der Pannendienst zwar meist vor Ort tun, aber dazu ist halt eben der Pannendienst erforderlich.

Falsch getankt

Da lacht man gern darüber, es ist manchmal aber schneller passiert, als gedacht. In einen Benziner Diesel zu tanken, funktioniert selten, weil der Einfüllstutzen einer Diesel-Zapfpistole größer ist, als die Tanköffnung. Und das ist auch gut so, denn mit Diesel im Ottomotor passiert wenig explosionstechnisches, weil es zündunwillig ist. Gelangt Diesel daher in die Kraftstoffzuleitung, muss das alles aufwendig gereinigt werden.

Grundsätzlich: Tankt man den falschen Kraftstoff, ist es meistens immer schlecht.

Wenn man als Ottomotor-Fahrzeuglenker merkt, dass man Diesel tankt, ist jeglicher Termin, zu dem man fahren möchte, abzusagen, denn weiterfahren ist nicht. Der getankte Diesel muss vollständig aus dem Tank. Das bedeutet auch, dass man das Fahrzeug nicht mehr anlässt, also auch nicht mal eben dazu, um von der Zapfsäule wegzufahren!

Tankt man einen Dieselmotor mit Benzin, war es bei älteren Dieselmotoren eine Frage der Menge. Ein paar Liter Benzin ist meist kein Beinbruch gewesen, wenn man danach den Tank mit Diesel auffüllte und verdünnte. Das Problem beim Dieselmotor ist nämlich genau andersherum, als beim Ottomotor: Das Benzin sorgt im Dieselmotor für eine frühere Verbrennung und gibt der Kolbenwelle außerhalb des geplanten Zeitpunktes einen heftigen Schlag, das sie nicht dauerhaft aushalten wird. Gibt man genügend Diesel mit, verringert sich der Zündeffekt von Benzin, allerdings ist durch das Benzin die Schmierwirkung des Diesels herabgesetzt, das tut dem Dieselmotor auf jeden Fall nicht gut.

Benzin wird aber für moderne Dieselmotoren immer zu einem Problem, die mit aufwendiger Einspitztechnik („Common Rail“ und so Sachen…) arbeiten, denn moderne Dieselmotoren haben recht komplexe Einspritzmechanismen, die solche Experimente nicht mitmachen. Auch bei modernen Dieselmotoren gilt deshalb, dass der falsche Kraftstoff unbedingt wieder aus dem Tank muss.

Was tun, wenn der falsche Kraftstoff getankt wurde?

Regel 1: Auf keinen Fall mehr den Motor anlassen. Sagen Sie dem Tankwart Bescheid und schieben Sie Ihr Auto beiseite, falls das ohne Anlassen des Motors geht. Ansonsten, wie gesagt, nicht den Motor anlassen, denn jetzt ist Ihr Fahrzeug leider ein Fall für den Pannenservice, den Sie anrufen müssen.

In ihrem eigenen Interesse: Der Pannenservice Ihres Vertrauens ist ihr erster Ansprechpartner, erst dann der Tankwart. Verlassen Sie sich nicht auf windige und schnelle Aktionen, denn der Tank muss gereinigt werden und das macht man nicht eben mal so an der Tankstelle.

Letzte Runde Open-Air-Kino dieses Jahr.

Heute habe ich es mal wieder in die Zeitung geschafft, wenn auch mit meinem privaten Engagement. Als Mitglied im Kommunalen Kino Pforzheim betreue ich nämlich das alljährliche Open-Air-Kino technisch mit und an diesem Wochenende geht die diesjährige Open-Air-Saison mit dem Film „Das Weiße Band“ (heute um 20:30 Uhr) und „Avatar“ (Samstag, 20:30 Uhr) zu Ende.

Die Wetterverhältnisse waren dieses Jahr nicht ganz so toll, aber immerhin können wir mit unseren zwei Projektoren, von denen einer im Kulturhaus Osterfeld einsatzbereit steht, auch bei schlechtem Wetter relativ kurzfristig in trockene Gefilde umziehen. Da sich dies schon herumgesprochen hat, gibt es auch an regnerischen Wochenenden eine treue Besucherschar, die sich das Kinoerlebnis nicht entgehen lässt.

Also, wer heute oder morgen Abend noch nichts vorhat: Das Open-Air-Kino im Kulturhaus Osterfeld (oder eben im Hof) hat noch zwei Filmhighlights im Angebot!