Archiv des Autors: Timo Gerstel

Der Zug fährt!

So, unsere traditionelle Weihnachtsbaummodelleisenbahn ist nun auch aufgebaut und dreht ihre Runden. Der Aufbau hat ein kleinwenig länger gedauert, als das Aufstellen des Weihnachtsbaumes, für die Modelleisenbahn brauche ich aber halt etwas Zeit, die in den letzten Tagen gefehlt hat. Nun aber:

Und gleich nochmal das ganze in einer Nahansicht:

Man beachte, wie sich der Zug unter meinem Schreibtisch durchschlängelt. Haben wir natürlich alles vorher ausgemessen, damit es zu keinen „Betriebsstörungen“ kommt. 😉

Fit für die nächste Panne. :-)

Nein, wir wünschen wirklich niemandem eine Autopanne. Wenn das Auto streikt, dann immer zur ungünstigsten Zeit, zum schlechtesten Wetter, am unwirtlichsten Ort. Wenn es dann aber doch passiert, ist es gut zu wissen, wie man wenigstens kleine Autopannen beheben kann. Das war das Ziel unserer zwei Pannenkursabende am Montag und Dienstag und diese Pannenkurse waren auch volle Erfolge. Über 100 Besuchern konnten wir an beiden Abenden eine Grundkenntnisse in Sachen Pannenhilfe vermitteln und am gestrigen Dienstag ausschließlich nur Damen und dieses Angebot haben immerhin auch 45 Damen in Anspruch genommen.

Und dazu haben wir auch Praxis aufgefahren und unsere Werkstatt aufgeräumt bereitgestellt. Nach einem Theorieteil durften nämlich alle Teilnehmer in der Werkstatt an dort präparierten Fahrzeugen gleich die Kenntnisse einsetzen. Ein Reifenwechsel mit Bordwerkzeugen, ein Blick auf den Sicherungskasten und Austausch von Sicherungen, der Tausch von Leuchtmitteln und so weiter. Besondere Aufmerksamkeit zog das Reifen-Notfallset des neuen Opel Meriva auf sich, das mit einem eigenen 12-Volt-Kompressor arbeitet. Das ist schon eine sehr lässige Sache! Alle Kurseinheiten in der Werkstatt wurden begleitet unter fachkundiger Anleitung unserer Werkstattmitarbeiter, die mit Rat und Tat zur Seite standen. Zwar darf man vor einem Auto ruhig Respekt haben, aber beim Reifenwechsel muss man tatsächlich mit aller Kraft ran. Dass einen Reifenwechsel auch durchaus Frauen schaffen können, dazu hatte es genügend eindrückliche Beweise!

Im theoretischen Teil sind wir dann auf ein paar wichtige Punkte eingegangen, die im Pannenfalle lebenswichtig sind. Wie wird eine Unfallstelle abgesichert? Wie gibt man einen Notruf ab? Was darf man überhaupt selbst machen, wo sollte man unbedingt die Finger weglassen? Und abgerundet haben wir alles mit einem kleinen Imbiss zur Stärkung. 🙂

Wir hoffen, dass es allen Teilnehmern mindestens genauso viel Spaß gemacht hat, wie uns. Und für alle diejenigen, die den Termin verpasst haben oder nicht kommen konnten: Wir machen nächstes Jahr eine Wiederholung!

Medienberichte gibt es auch:

Der Weihnachtsbaum.

Jawohl, unser Weihnachtsbaum steht jetzt auch. Beziehungsweise „unsere Weihnachtsbäume“, denn einer steht beim Kundenservice und einer beim Autoverkauf. Der hier (natürlich der schönere!) ist der Weihnachtsbaum im Kundenservice:

Was noch fehlt ist die elektrische Eisenbahn, die um den Baum herum fahren wird. Dazu war am letzten Wochenende einfach noch keine Zeit. Und der restliche Winterschmuck wird auch noch folgen, der plötzliche Wintereinbruch hat uns auch in Sachen Winterdekoration etwas überrascht. 😉

So war das gar nicht gedacht!

Da dachte ich doch etwas naiv, na, nimmst mal den Hund eines Stammkunden auf den Arm und machst ein Foto mit ihm, und dann versteht das Vieh das ganz anders und glaubt, man könne mir einfach mal das Gesicht nasslecken:

Immerhin scheint es dem Vierbeiner sichtlich gut gefallen zu haben. 🙂

Ein historisches Opel-Werkzeug.

So richtig sprachlos sieht man mich nicht oft. Heute morgen wäre allerdings eine Chance gewesen, es einmal zu erleben. Ein Kunde unseres Hauses hat nämlich die regelmäßigen Artikel über die Restaurierungsarbeiten unseres Opel Kapitäns als Anlass genommen, uns ein anderes, historisches Schätzchen zu schenken. Und das sieht eigentlich erst einmal sehr unspektakulär aus:

Erste Frage: Was ist das? Nun, es ist ein Prägewerkzeug. Damit wurde früher einmal auf irgendein Metallstück ein Opel-Schriftzug geprägt. Und das mutmaßlich irgendwann zwischen 1910 und 1937, denn nur in diesem Zeitraum wurde dieses Opel-Logo verwendet, das in vollständiger Fassung so aussah und in der Szene einfach nur das „blaue Auge“ war:

Gefunden hat das unser Kunde übrigens da, wo man auch heute noch echte Schätze aus dem Industriezeitalter hebt: Auf dem Schrottplatz. Dort fand er Bestandteile einer Stanzmaschine, in der eben noch dieses Werkzeug eingebaut war. Unglaublich schwergewichtig, es muss ja auch Metall bearbeiten können. Ich trage also auf diesem (leider etwas verwackelten) Foto wirklich schwer an dem Teil:

Ich versuche mal etwas näheres herauszubekommen über dieses Teil. Das nur schon mal als Vorankündigung an unsere Opel-Leute, von denen nachweislich sehr viele unser Blog hier lesen und zumindest mit dem Kopf schütteln über die Geschichten dieses seltsamen Autohauses da in Pforzheim schon mal anfangen können, bevor wir anrufen. 😉

Letzter Aufruf zu unseren Pannenkursen!

Wer will noch, wer hat noch nicht? Wer weiß nicht, wie ein Reifen gewechselt wird? Oder wer möchte einmal wissen, was es mit hochfesten Stählen auf sich hat und warum eine Reparatur an einer Opel-Karosserie in einem Opel-Autohaus besser aufgehoben ist, als in einer x-beliebigen Werkstatt? Wer das nicht weiß, kommt zu Gerstel!

Nähere Informationen zu den Pannenkursen, die nächsten Montag und Dienstag bei uns im Autohaus stattfinden werden, gibt es hier: Pannenkurse im Autohaus.

Und wenn Sie sich anmelden möchten: Ein Anruf unter 07231 280009-0 oder eine E-Mail auf die Mailadresse pannenkurs@opel-gerstel.de genügt und wir merken Sie vor. Und das sollten Sie so bald wie möglich tun, denn die Teilnehmerlisten füllen sich unaufhörlich. 🙂

Und wieder ein Wildunfall.

Im Herbst ist in Sachen Wildunfall leider Hochkonjunktur. Die Fauna sortiert sich im Wald und dann gibt es auf ländlichen Straßenabschnitten Wildwechsel in höherem Ausmaß. Das ist wirklich ernst gemeint: Fahren Sie gerade jetzt vorsichtig, wenn Schilder vor Wildwechsel warnen! Wenn nämlich tatsächlich ein ausgewachsenes Wildschwein kreuzt, endet das dann durchaus auch mal so, wie das dem Fahrer dieses Opel Vectra C aktuell passiert ist (die unappetitlichsten Stellen haben wir auf dem untersten Foto mal „verpixelt“):

Dem Fahrer ist nichts passiert und noch nicht einmal der Airbag hat auslösen müssen. Dennoch sieht man buchstäblich sehr eindrucksvoll, was für einen Wumm das gemacht haben muss und wie die Konstruktion des Fahrzeuges den Zusammenstoß abfangen musste. Der Opel Vectra schaffte es danach auch nur noch auf dem Abschleppwagen zu uns in die Werkstatt und in den nächsten Tagen wird sich klären, ob da überhaupt noch wirtschaftlich etwas zu machen ist. Das Wildschwein hat den Unfall laut Aussage unseres Kunden übrigens nicht überlebt.

Eine ganz wichtige Sache noch: Es hört sich wirklich schlimm an, und es schrecken auch einige immer wieder zurück wenn ich das so sage: Halten Sie drauf! Ein Baum oder ein entgegenkommendes Fahrzeug gibt nicht nach! Beim Ausweichen lässt sich oft nicht vorhersagen, was mit Ihrem Fahrzeug passiert. Jetzt schon mal ein großes Sorry für’s Wild…

Wartung für den Weihnachtsbaum.

Unseren Rechnungen, die wir im Autohaus erstellen, legen wir immer wieder mal etwas bei. Solche kleinen Aufmerksamkeiten machen sich ganz gut und werden gern angenommen. Da wir langsam aber sicher auf Weihnachten zusteuern, haben wir uns dieses Jahr in Sachen Vorweihnachtsgeschenk für ein Mittelchen namens Gohàwi entschieden.

Gohàwi verspricht, dass mit der Flüssigkeit im Beutel ein Weihnachtsbaum, der normalerweise sein Dasein im Wohnzimmer in normalem Wasser fristet, deutlich länger hält und nicht so schnell abnadelt. Dazu wird der Baum in seinem Weihnachtsbaumständer aufgestellt, in den Wasserbehälter zuerst der Inhalt des Flüssigkeitsbeutels eingefüllt und danach mit normalem Wasser aufgefüllt. Die Menge des Beutels soll dann ausreichend sein, so dass man nur noch gelegentlich mit normalem Wasser „nachtanken“ muss.

Wird auch bei uns ausprobiert, wir stellen zur Weihnachtszeit – wie immer – auch einen Baum im Büro auf. Und unsere elektrische Eisenbahn wird auch wieder auf ihre Kosten kommen. 😉

Ham‘ wa‘ schon.

Eigentlich müssten wir von heute an bis zum 1. Januar 2011 das Bloggen einstellen. Denn wir sind „über Plan“. Als wir im Mai diesen Jahres unsere Blog-Strategie ausarbeiteten (also einfach mal angefangen haben…), hatten wir uns vorgenommen, bis zum Ende des Jahres 99 Blog-Artikel zu schreiben und mit dem 100. Artikel dann das Jahr 2011 zu beginnen, um so das einhundertjährige Jubiläum des Autohauses adäquat einzuleiten.

Das Problem: Das hier ist schon der 100. Artikel im Gerstelblog. 🙂

Und damit auch noch nicht genug, denn unser interner Besucherzähler hat heute morgen den 10.000. Besucher im Blog gezählt und steht aktuell nun auf 10.023 Besucher. Täglich haben wir aktuell zwischen 70 und 90 Besucher, von denen die meisten Leser „Wiederholungstäter“ sind. Das freut uns sehr. Wir sind nämlich auch Wiederholungstäter, wir schließen jeden Morgen auf’s neue unser Autohaus auf und machen unseren Job. Und ab und zu schreiben wir dazu auch etwas in unser Blog. Und nein, wir warten damit jetzt nicht bis nächstes Jahr!

Und dann fiel mir noch die Titelseite der „kfz-betrieb“, einem Autohausfachmagazin (ja, sowas gibt’s tatsächlich) ins Auge:

Schön, dass wir da mit unserem Blog schon vorne dabei sind und viele Dinge im Artikel nicht mehr neu für uns sind. Tut mir leid, liebe Kollegen, bitte hinten anstellen. 😉

Rückbanksanierung im Opel Kapitän.

Die Generalsanierung der Rückbank haben wir, im Gegensatz zur Vorderbank, im Autohaus selbst vorgenommen. Das hat einen einfachen Grund: Die Innereien der Rückbank sind, wie bei fast jedem Auto, in deutlich besserem Zustand, als die Vordersitze bzw. die Vorderbank. Nachdem wir die Polster entfernt haben (leider auch hier endgültig, was bei über fünfzig Jahre alten Sitzbezügen schon ein kleines, schmerzhaftes Drama ist, wenn zwei Chef-Generationen, die den Opel Kapitän schon aus ihren Jugendjahren kennen, das anschauen müssen) zeigte sich schnell, dass der vorhandene Rost mit einer Drahtbürste entfernt werden kann.

Das macht hier auf unseren Bildern (und natürlich nicht nur auf diesen Bildern!) unser Mitarbeiter Nuri Kurt. Nuri hat einen großen Luxus in unserer Werkstatt, denn für die Fahrzeugpflege hat er eine eigene Wartungsbucht. Das ist natürlich nur auf dem zweiten Blick ein Luxus, denn die Werkstattkollegen würden sich sicher sehr freuen, wenn sie bei jeder Fahrzeugwäsche gleich selbst mitgeduscht würden.

Auf jeden Fall ist Nuri hier am Werk und die Drahtbürste ist in unserem Fall ein Aufsatz auf der Bohrmaschine, mit der dann mit kleiner (!) Drehzahl der Rost entfernt wird:

Es ist schon etwas Fingerspitzengefühl bei der Rostentfernung gefragt, das gilt aber grundsätzlich für alle Restaurierungsarbeiten bei solch alten Fahrzeugen. Viele an sich robuste Dinge halten eben nicht unbedingt auch gleich fünfzig Jahre und manch schön aussehende Stelle kann schon durchgerostet sein. Und dann gibt es natürlich auch immer das Problem, dass es immer wieder Teile gibt, die unersetzlich sind, beispielsweise Blinkergläser (kommen wir aber noch dazu).

Nach der sorgfältigen Rostentfernung kommt dann der Schutzlack an die Reihe, der das blanke Metall versiegeln soll. Da braucht es gar nicht so viel Spray, wie man vielleicht gern einsetzen würde, deshalb auch die kleine Dose hier. Wichtig ist nur, dass das gesamte Chassis lackiert ist, um es zukünftigem Rost möglichst schwer zu machen:

Da die Innereien der Rückbank später unter dem Sitzbezug sind, brauchen wir auf dem Schutzlack keinen deckenden Farbton, deshalb ist es egal, dass das Skelett der Rückbank nun eben strahlend hell ist:

So ist das wertvolle Gerippe nun ein Fall für den Autosattler. In Sachen Sitzbezüge haben wir uns nun auch entschieden, das wird aber dann im nächsten Artikel das Thema sein.