Kategorie: Technik

24. Mai 2017 / by / Technik / No Comments

Einmal schrauben und gut ist.

Ein Traum eines jeden Technikers … einmal den Schraubenschlüssel nutzen und schon sind alle Probleme weg. Genau das hatte ich bei einem Kunden, der ein richtig heftiges Problem meldete.

Der Kunde, Besitzer eines Opel Astra J, musste feststellen, dass ab und zu sein Fahrzeug überhaupt nicht mehr will. Weder funktionierte die Zentralverriegelung noch die Innenleuchten, geschweige denn der Anlasser oder der Motor überhaupt. Das Phänomen kam immer nur kurzzeitig und war nach ein paar Minuten wie von Geisterhand wieder verschwunden.

Vom Gefühl her riecht das nach Spannungsverlust und wir hatten zunächst die Batterie in Verdacht. Die ist allerdings in Ordnung und auch die Symptome passen nicht so ganz. Also fängt man in so einem Fall von vorne an und prüft sämtliche Anschlüsse auf Spannungsverlust. Und siehe da – das Glück gehört immer den Gründlichen und wir wurden fündig:

Eine lose Verschraubung am vorderen Spannungsverteiler im Motorraum-Sicherungskasten hat das Problem verursacht. Einmal schön mit Drehmoment angezogen und gut ist.

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16. Mai 2017 / by / Technik / No Comments

Geldprobleme besonderer Art.

Technikdiagnose ist vor allem Detektivarbeit – jeden Tag aufs Neue. Hier wieder ein besonderer Fall, nämlich ein relativ neuer Opel Mokka, bei dem die Sitzverstellung des Fahrersitzes nicht mehr richtig funktioniert. Der Sitz ging nicht mehr vor und nicht mehr zurück. Der Auslöser sind Geldprobleme besonderer Art, nämlich ein verkantetes Cent-Stück. Ich denke, dieses Foto erklärt das Maleur sehr anschaulich:

Sieht sehr anschaulich aus, aber tatsächlich ist diese Ansicht unter dem Fahrersitz und die Schiene ist die innenliegende Schiene. Da kommt auch ein versierter Autofahrer nicht ohne größere Verrenkungen heran. Demzufolge eine gute Entscheidung, hier die Werkstatt nachschauen und das Problem beheben zu lassen. Immerhin geht das dann auch recht schnell. 🙂

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7. Februar 2017 / by / Technik / 1 Comment

Wie OnStar effektiv Kosten senken kann.

Opel OnStar ist inzwischen eine oft gebuchte Option für Neuwagen und es ist schon sehr praktisch, immer einen „Concierge“ auf Knopfdruck zu haben, der einem die nächste Tankstelle/Hotel/McDonald’s empfehlen kann. Und der auch bei Notfällen bereitsteht und im Falle eines Aufpralles sich sogar proaktiv meldet und nachfragt, ob mit den Insassen alles in Ordnung ist.

Ein OnStar-Bindeglied ist der integrierte WLAN-Hotspot für WLAN-fähige Gerätschaften. Und genau dieser WLAN-Hotspot ist für einen Großkunden nun zu einem entscheidenden Faktor geworden, seine Kosten drastisch zu senken. Nanu, denkt da der ein oder andere – wie funktioniert das, wo doch OnStar selbst Geld kostet?

Ganz einfach: Er hat eine Anwendung, mit der Mitarbeiter regelmäßig ihre Besuche dokumentieren müssen und zwar zeitnah. Das geschieht über mobile Geräte, die bisher alle via Mobilfunk online sein mussten und neben den üblichen Mobiltelefonen Kosten erzeugten.

Mit OnStar sind nun diese Geräte nicht mehr via Mobilfunk online, sondern nur noch per WLAN und das eben über das Dienstfahrzeug. Und siehe da: Eine Kostenreduktion, weil er nur noch deutlich günstigere Hardware braucht und mehrere Dutzend Mobilfunkverträge weniger braucht. Kunde glücklich. 🙂

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17. Januar 2017 / by / Technik / No Comments

Eine Frage: Was ist eigentlich ISOFIX?

ISOFIX ist ein Standard für die Befestigung von Rückhaltesystemen, hauptsächlich für Kindersitze. Und ISOFIX ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie für die Insassensicherheit innerhalb weniger Jahre ein funktionierender Standard entwickelt und umgesetzt werden kann.

Wenn Sie bei einem neueren Auto genauer auf die Rückbank schauen, werde sie im Spalt zwischen Sitz und Rückenlehne kleine Abdeckungen finden, meist beschriftet mit ISOFIX. Wenn Sie die Abdeckungen abnehmen, sehen Sie nicht viel, sondern bei jedem Außensitz üblicherweise zwei Ösen. Das ist fast schon alles. ISOFIX beschreibt diese beiden Ösen und das besondere an ihnen ist, dass sie direkt mit der Karosserie verbunden sind. Ein ISOFIX-vorbereiteter Kindersitz, der hier angeschlossen wird, ist also mindestens so sicher befestigt, wie die übrigen Sitze.

Komfort versus Sicherheit.

Wer sich früher mit Kindersitzen beschäftigt hat, hatte üblicherweise mit einer echten Plage zu tun. In der Vor-ISOFIX-Zeit wurden Kindersitze über den Sicherheitsgurt befestigt und das ist oft genug eine Fummelei. Und lässt doch immer wieder genügend Fragezeichen entstehen, nämlich darüber, ob ein so montierter Sitz auch tatsächlich richtig montiert ist.

Dazu kommt, dass Sicherheitsgurte einen gewissen Spielraum lassen, um im Falle eines Falles den bestmöglichen Kompromiss zwischen Rückhaltung und möglichst wenig Verletzungen durch die Rückhaltung selbst zu bieten. Da viele Kindersitze aber wiederum einen eigenen Gurt für das Kind haben und hier auch einen Kompromiss eingehen müssen, summieren sich die Kompromisse. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Moderne Kindersitze sind inzwischen sehr gut. Aber es gibt keinen Grund, es noch etwas besser zu machen.

Besonders beim Einbau hat ISOFIX einen unschlagbaren Vorteil, denn die beiden Stäbe am Kindersitz müssen mit einem hörbaren Klacken in die ISOFIX-Halterungen einrasten. Danach ist er schon befestigt. Zusätzlich gibt es bei vielen Kindersitzen noch einen Stützfuß oder einen Haltegurt zu montieren, aber das ist im Gegensatz zu dessen, was bei einem alten Kindersitz an Gurtsalat notwendig ist, Peanuts.

Der ISO-Standard 13216.

Der Name „ISOFIX“ sagt es schon – die Basis der Technik ist ein ISO-Standard. Der wurde bereits 1990 veröffentlicht und nach und nach von Autoherstellern umgesetzt, später dann auch von Gesetzgebern als umzusetzender Standard vorgegeben. Ab 1995 tauchten die ersten ISOFIX-vorbereiteten Fahrzeuge auf und seit der Jahrtausendwende sind alle größeren Autohersteller bei neuen Modellreihen serienmäßig dabei.

Aber Achtung: Nicht jeder ISOFIX-Kindersitz ist für jedes Auto zugelassen!

Ganz wichtig: Es gibt bei allen Kindersitzen zu beachten, dass sie für das Auto, für das sie gekauft werden soll, zugelassen sein müssen. Dazu gibt es für alle Kindersitze entsprechende Listen, die auch über die Websites der Hersteller recherchiert werden können. Darum sollte man sich auch wirklich kümmern, denn auch wenn die ISOFIX-Halterungen standardisiert sind, unterscheiden sich die Aufbauten der Rücksitze von Hersteller zu Hersteller und Modellreihen mitunter sehr deutlich.

Ein guter Fachhändler für Kindersitze und natürlich auch Ihr Autohaus des Vertrauens sind Ihnen bei der Auswahl des richtigen Sitzes und auch bei Fragen der Kompatibilität gern behilflich.

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29. November 2016 / by / Technik / No Comments

Der felgen-lose Opel Corsa.

Da bastelt man mit dem Corsa-Konfigurator ein Auto zusammen und dann kommt ein Auto dabei heraus, das eigentlich fast schon zu gut aussieht:

Der felgenlose Corsa

Das sind keine Spezialfelgen ohne sichtbare Speichen, sondern das sind in dieser fehlerhaften Ansicht einfach mal gar keine Felgen. So fährt der Bolide natürlich nicht sehr weit. 🙂

Üblicherweise fängt der Konfigurator spätestens beim Abspeichern diese Fehler auf, denn es gibt bei Konfigurationen immer einen Grundzustand, der bei individuellen Konfigurationen als Rückfalloption dient. Sprich: Wer keine besondere Felge bestellt, bekommt immer die Felge konfiguriert, die als Grundoption eingestellt ist.

Spätestens bei uns wird das dann erkannt, den wir gehen vor einer Fahrzeugbestellung mit dem Kunden seine Konfiguration nochmal durch, denn immerhin muss er am Ende der Bestellung auch seine Unterschrift daruntersetzen.

Konfigurationsfehler bei der Produktion?

Das kommt hin und wieder einmal vor, ist aber inzwischen dank elektronischen Bestellabläufen sehr selten geworden. Wenn wir ein Auto bestellen, kommt die gesamte Konfiguration in die Bestellung und wird vorab geprüft.

Und auch bei der eigentlichen Fahrzeugproduktion werden alle einzubauenden Teile genauestens vorkonfektioniert und „just in time“ verbaut. Bei den einzelnen Produktionsschritten und auch ganz am Ende der Fertigung erfolgen umfangreiche Qualitätsprüfungen, die nicht nur auf die Qualität achten, sondern auch auf die Konfiguration. Und dann gibt es ganz, ganz, ganz am Ende ja auch nochmal eine Abnahme bei uns, die ebenfalls nach Qualität, Transportschäden und letztlich auf die Konfiguration achtet.

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10. August 2016 / by / Technik / No Comments

Marderabwehrgeräte mit Batteriebetrieb.

Von Marder-Abwehrstrategien hatten wir es erst kürzlich und in vielen Fällen und ländlichen Gebieten helfen die Tipps mit Duftmarken entfernen nicht mehr. Hier funktioniert oftmals nur die Abschreckung durch Ultraschall. Recht neu sind dabei Abwehrgeräte, die intern nicht mit Hochspannung arbeiten und daher so stromsparend sind, dass sie mit eigenen Batterien betrieben werden können.

Marderabwehrgerät

Die integrierten zwei Knopfzellen sorgen für zwei Jahre Betrieb. und so muss dieses Marderabwehrgerät letztlich nur gut befestigt werden im Motorraum und schon kann es losgehen.

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1. August 2016 / by / Technik / No Comments

Ein Lena-Überbleibsel.

Dieses Ersatzteil kommt immer wieder mal auf den Tisch unseres Teilelagers und es ist weitgehend selbsterklärend: Die Sondermodell-Plakette der Satellite-Modelle beim Opel Corsa. Eigentlich kleben die Plaketten recht gut, aber bei Unfällen und Remplern geht dieses Kleinmaterial eben leider am ehesten verloren.

Satellite-Plakette der Corsa-Satellite-Sondermodelle

Das waren noch Zeiten… Lena! Auch wenn die echte Lena leider nie bei uns im Autohaus war, so waren wir doch mal recht gut unterwegs mit Lena. Und der Lena-Pappaufsteller steht bei mir zu Hause noch im Partykeller. 😀

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25. Juli 2016 / by / Technik / 1 Comment

Marder-Abwehrstrategien.

Das Thema Marderschaden haben wir leider immer wieder auf Arbeitskarten stehen. Marder gehören zu unseren Lebensräumen dazu und fühlen sich auch in städischen Räumen teilweise pudelwohl. Bei Autofahrern sind Marder berüchtigt, denn als „Kabelbeißer“ können sie in Motorräumen parkender Autos richtig viel Schaden anrichten. Warum sie dabei Kabel anbeißen, ist eine interessante Geschichte.

Marder bei einem Auto in „heimischen“ Gefilde.

Marder haben üblicherweise eigene Reviere. Dass Sie einen Marder in der Nachbarschaft haben, bemerken Sie üblicherweise an zwei Dingen:

  1. Sie haben Pfotenabdrücke auf dem Autodach und der Haube, die selten von Katzen sind, sondern viel eher von einem Marder.
  2. Sie bemerken irgendwann Aasgeruch aus dem Motorraum und bei der Kontrolle finden Sie ein verwesendes Tier. Klarer Fall, dass hier ein Marder im Motorraum Ihres Autos ein Festmahl gefeiert hat.

Sind Sie mit Ihrem Auto in diesem „Stadium“, ist noch nicht viel passiert, denn Marder beißen nicht einfach grundlos in Kabel – ganz im Gegenteil: Sie müssen, so wie jedes Jagdtier, ihr Gebiss schonen und daher wird aufgepasst.

Was aber in diesem Stadium schon ein Problem geworden ist: Ihr Auto ist markiert. Der Marder hat mit hoher Wahrscheinlichkeit seine Duftnote auf oder in Ihrem Auto hinterlassen und damit beginnt früher oder später der Ärger.

Ihr Auto zu Besuch in einem fremden Marder-Revier.

Sie ahnen, was nun kommt und Sie ahnen richtig. Wenn Ihr Auto nun in einem fremden Marder-Revier steht und es kommt ein fremder Marder an Ihrem Auto vorbei, dann gibt es Krawall. Der Marder riecht die fremde Duftnote und ahnt fälschlicherweise einen Artgenossen in seinem Revier. Und dann geht es los. Im glimpflichen Fall sehen Sie das Unglück kommen, so wie Besim auf seinem ADAM S vor einigen Tagen:

Marderspuren auf dem Autodach

In diesem Fall war auch schon die Autoantenne auf dem Dach angeknabbert, was ein klarer Fall dafür ist, dass sich hier ein Marder gehörig aufgeregt. Spätestens jetzt muss gehandelt werden und zwar strategisch. Wenn Sie nämlich jetzt nicht reagieren, sind die Chancen leider sehr hoch, dass der Kampf, den hier ein Marder austrägt, irgendwann bis in den Motorraum geführt wird.

Marderabwehr und Duftnoten.

Es gibt zwei Strategien zur Marderabwehr. Sie „parfümieren“ Ihr Auto mit einem Marderabwehrspray, das üblicherweise den Wirkstoff Geraniol enthält. Den Wirkstoff mögen Marder nicht und verschmähen ihn. Allerdings hilft das wenig, wenn am Auto bereits die Duftnote eines anderen Marders hängt.

Sie müssen also Ihr Auto waschen und am besten auch eine Motorreinigung durchführen lassen (letzteres bitte nur da, wo Motorwäschen auch erlaubt sind, im Zweifelsfall in Ihrer Autowerkstatt). Bei der Autowäsche sollten Sie danach nochmal gründlich mit Hand rangehen und sich so Bereiche wie Außenspiegel, Kühlergrille, Heckspoiler etc. vornehmen. Danach können Sie mit Marderabwehrspray Haube, Dach, Antenne und Motorraum einsprühen.

Tipp: Vergessen Sie einen Gegenstand nicht, den Sie üblicherweise niemals in einer Autowaschanlage waschen lassen – die Autoantenne. Dass sich Marder sehr gerne an Autoantennen auslassen, liegt meist genau daran, dass nach der großen Autowäsche eben nur noch die Autoantenne die Duftnote des Marder-Konkurrenten trägt. Deshalb bitte die Antenne abschrauben und ordentlich mit Wasser und Seife oder Shampoo abbürsten.

Marder-Abwehrgeräte.

Marder-Abwehrgeräte arbeiten üblicherweise mit für den Menschen kaum hörbarem Ultraschall, der permanent ausgesendet wird. Das soll Marder verwirren und von einem Besuch am Auto abhalten. Funktioniert oft, aber leider nicht immer. Wenn ein Auto mit Duftnoten eines fremden Marders markiert ist, liegt es an der „Psyche“ des Marders, ob er sich von Ultraschall davon abhalten lässt, sein Revier zu verteidigen.

Bei der Installation eines Marder-Abwehrgerätes kann man darüber hinaus einiges falsch machen. An Dauerplus gehört so ein Gerät nicht angeschlossen, sondern üblicherweise als Stromverbraucher, der dann in Aktion tritt, wenn die Zündung ausgeschaltet ist. Und dann muss auch ein solches Gerät selbstverständlich abgesichert angeschlossen werden, um bei einem Kurzschluss nicht mit dem Risiko zu leben, dass gleich das gesamte Auto in Flammen aufgeht. Sprich: Die Installation eines solchen Gerätes ist dem Fachmann vorbehalten.

Situation im Auge behalten.

Klar ist, dass eine Autowäsche und eine einmalige Marderabwehrspray-Behandlung nicht sofort zum Ziel führen. Die Natur ist zäh und Marder nicht umsonst so robuste Tiere. Sie müssen also möglicherweise mehrmals mit Auto-/Motorwäschen und Abwehrspray reagieren und sich diesem kleinen Kampf stellen.

Zuverlässig helfen tut übrigens nur eine abschließbare Garage, deren Lüftungsschlitze mardersicher sind. Wenn man dann nicht gerade das Pech hat, beim Einparken zufälligerweise auch gleich noch einen Marder mit „einzuparken“, gibt das so lange Ruhe, wie Ihr Auto in der Garage steht.

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4. Juli 2016 / by / Technik / No Comments

Ein Getriebeschaden in Nahbetrachtung.

Moderne Schaltgetriebe sind langlebig und halten einiges aus, da die einzelnen Bestandteile und Getriebescheiben aus entsprechend stabilen Stahlsorten produziert werden. Richtig krasse Schaltfehler setzen aber auch einem modernen Getriebe ordentlich zu. Jeder kennt dieses schreckliche Geräusch, wenn jemand bei einer verbundenen Kupplung einen Gang einlegen möchte. Was da passiert, wenn man mit roher Gewalt ein Getriebe behandelt, zeigen diese Fotos eindrucksvoll:

Getriebeschaden

Der Abrieb setzt sich dann dank des Getriebeöls an anderer Stelle im Getriebe ab und sorgt mitunter dann für weitere Schäden, was nicht zu verhindern ist.

Abrieb bei einem Getriebeschaden

Bei diesem extremen Getriebeschaden ist dann richtig viel Arbeit angesagt: Zerlegen, reinigen, Teile prüfen und tauschen und dann alles wieder zusammenbauen und testen.

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25. April 2016 / by / Technik / No Comments

Diesel-Abgasproblematik: Keine Panik!

Also, zum Thema Diesel-Abgasproblematik müssen wir jetzt mal ein paar Fakten sammeln. Zum Bericht des Bundesverkehrsministeriums, der am Freitag veröffentlicht wurde, kursieren inzwischen viele Meinungen und Halbwahrheiten, die eine Menge Verunsicherung schaffen.

Anmerkung: Dieser Artikel ist kein offizielles Statement der Adam Opel AG. Einen Link zu einem offiziellen Statement von Opel gibt es am Ende des Artikels.

„Betrügt mich Opel mit meinem Diesel-Motor?“

Ganz klar: Nein. Es geht bei Opel-Dieselmotoren zum einen nur um bestimmte, neuere Diesel-Motoren und bei diesen Fahrzeugen um die Abgasreinigung und darüber hinaus um das so genannte „Thermofenster“. Da geht es darum, dass die Abgasreinigung moderner Dieselfahrzeuge nur bei bestimmten Temperaturen gut funktioniert und deshalb beim Erreichen niederer Temperaturen abgeschaltet werden darf. Wie hoch/niedrig diese Temperatur sein darf, ist nicht auf das Celsiusgrad festgelegt, sondern wird im Rahmen der Motorenentwicklung und den Eigenschaften des Motors vom Hersteller aus gesteuert. Üblicherweise gibt es hier Temperaturkorridore (damit ist das „Thermofenster“ gemeint), die die Motorensteuerung permanent während der Fahrt selbst ermittelt und die Abgasreinigung damit dann auch live steuert.

Ganz wichtig ist hier: Es besteht ein Unterschied zu der Problematik, mit der die Volkswagen AG konfrontiert ist. Die Nutzung des Thermofensters ist notwendig und ständig im Einsatz.

„Ist mein Diesel-Auto kaputt/gefährlich?“

Auch hier: Nein! Ihr Auto ist vollkommen sicher, es geht hier rein um die Abgasreinigung.

Und auch bei der Frage der Messwerte aus Labormessungen und realem Einsatz muss man sagen: Ja, diese Werte differieren und zwar bei allen Autos und bei allen Herstellern. Der Grundsatz bei Verbrauchs- und Emissionsmessungen ist, dass diese Messungen für alle Hersteller gleich sein müssen und Vergleichbarkeit zu ermöglichen.

Selbstverständlich ist eine echte Autofahrt immer eine höchst individuelle Mischung aus Fahrsituationen, die abhängig von der Strecke, den Außentemperaturen, des Autofahrers und vielen anderen Kriterien ist. Wer beispielsweise im Auto eher spät schaltet und Gänge ausfährt, erzeugt völlig andere Emissionswerte (von Verbrauchswerten ganz zu schweigen), als jemand, der sehr früh schaltet.

„Opel hat Rückrufe angekündigt, was muss ich tun?“

Wie wir es vor Jahren schon mal hier im Gerstelblog zum Thema Rückrufe geschrieben haben: Ruhe bewahren. Wenn Ihr Fahrzeug von der Thematik betroffen ist, werden Sie in der nächsten Zeit einen Brief von der Adam Opel AG bekommen. Opel hat angekündigt, dass für die betroffenen Fahrzeuge eine freiwillige Serviceaktion durchgeführt wird, in der die Stickoxid-Emissionen von betroffenen Fahrzeugen verbessert werden. Sie erhalten dazu in nächster Zeit einen Brief, der das erläutert und Ihnen empfiehlt, mit Ihrem Opel-Service-Partner entsprechend Kontakt aufzunehmen. Wir werden zu diesen Zeitpunkt über unsere Systeme ebenfalls im Bilde sein und können mit Ihnen dann genaueres besprechen und einen Wartungstermin vereinbaren, wo die Aufgaben erledigt werden. Nach Aussagen von Opel ist mit ersten Schritten im Juni 2016 zu rechnen.

Wichtig: Es wird mit ziemlicher Sicherheit kein Rückruf aufgrund eines Sicherheitsproblems sein und selbstverständlich werden wir von der Serviceaktion betroffene Fahrzeuge im Rahmen von normalen Inspektionen und Werkstattbesuchen immer darauf prüfen, ob für diese Autos Rückruf vorliegen und diese dann auch ausführen.

„Was wird alles an meinem Auto dann gemacht?“

Das wissen wir zum derzeitigen Punkt noch nicht. All dies wird im Zusammenhang mit der freiwilligen Serviceaktion von Opel festgelegt und uns Opel-Service-Partnern üblicherweise rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Das wird in der Regel dann zeitlich so sein, dass wir dann genau Bescheid wissen, wenn die ersten Kunden über die Serviceaktion von Opel informiert werden.

Weiterführender Link zur Thematik:

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Herzlich Willkommen!

Dies ist das Weblog des Autohaus Gerstel in Pforzheim. Wir leben Autos seit dem Jahre 1911 und sind ein traditionsreiches Opel-Autohaus. Seit dem Jahre 2010 bloggen wir über all das und vieles andere, was tagtäglich in und um einem Autohaus passiert. Und wir freuen uns, wenn Sie uns lesen!

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