Premierenfest und eine Einladung für morgen!

Den heutigen Tag unseres zweitägigen Premierenfest des neuen Opel Meriva haben wir hinter uns. Wir hatten viele Besucher, die Verpflegung war wie immer top und die Fahrten mit der Aussichtsgondel am Autokran auf rund 60 Meter ein absoluter Renner. So haben Sie Pforzheim garantiert noch nicht gesehen! Wir haben einige Impressionen gedreht und schneiden die zu einem kleinen Film zusammen, der dann noch folgen wird.

Wer das heute verpasst hat, hat morgen nochmal die Chance auf eine Mitfahrt, im zweiten Teil des Premierenfests von 11 bis 16 Uhr. Auch hier gibt es wieder Verpflegung mit Gegrilltem, Bier und alkoholfreien Getränken, Kaffee und Kuchen. Zwei Opel Meriva und die restliche Opel-Modellreihe stehen zum Probensitzen bereit, Beratung und Verkauf ist jedoch, da Sonntag, nicht möglich. Zum Anschauen gibt es außerdem auch noch einige unserer Old- und Youngtimer, beispielsweise im Showroom unser Opel Kapitän, den Opel GT und auch noch einen Opel Manta.

Und eine kleine Überraschung für unsere Facebook-Freunde: Für alle unsere Facebook-Freunde geben wir morgen ein Getränk aus! Wer also ein Fan von unserer Facebook-Seite ist, sagt uns, wie er heißt, wir schauen auf unserer Liste nach und dann wird angestoßen. 🙂

Fan werden ist übrigens ganz einfach: Rechts im Weblog gibt es weiter unten unsere Facebook-Box und einen Button namens „Gefällt mir“. Die klicken Sie einfach an, loggen sich eventuell noch bei Facebook ein sind dann Fan von uns auf Facebook.

Verdrehte Werbeanzeigen.

Durch einen Fehler bei der Buchung unserer Werbeanzeigen steht in der gestern erschienenen PZ-Extra, dem Anzeigenblatt der Pforzheimer Zeitung, leider eine falsche Werbeanzeige, die besagt, dass das Premierenfest schon gestern und heute stattfinden würde („Heute und morgen“). Das ist nicht so! Falls Sie diese Anzeige sehen und sich nun jetzt einmal hier in unserem Weblog informieren wollen… Samstag und Sonntag! 🙂

Der Fehler ist ganz einfach zu erklären… wir haben zwei Anzeigen gebucht, eine für das am Donnerstag erscheinende Anzeigenblatt PZ-Extra und eine, die am morgigen Samstag erscheinen wird. Sie können sich nun vorstellen, was passiert ist: Die Anzeige für morgen, die eben sagt, dass „heute und morgen“ das Premierenfest stattfindet, erschien gestern.

Aber alles halb so schlimm, wir fangen das auf. Unser Showroom ist ja schon weitgehend bereit, die Autos sind auch schon alle da und da wir auch schon in den letzten Tagen viele Besucher hatten, die sich für den Opel Meriva interessierten (und teilweise auch schon bestellt haben!), haut uns das alles nicht um. Dafür machen wir den Job ja schon ein paar Jahrzehnte…

Heiße Phase.

Die buchstäbliche „heiße Phase“ gibt es in den letzten Tagen gleich mehrfach bei uns im Autohaus. Einerseits kommt nun endlich mal das Wetter in die Gänge und wird (hoch)sommerlich, dazu kommt dann das Fieber und die Vorfreude in Sachen Fußballweltmeisterschaft, zu der wir unseren Showroom passend beflaggt haben. Sieht doch gleich viel hübscher aus!

Und andererseits stehen wir in den letzten Vorbereitungen zu unserem Premierenfest des neuen Opel Meriva am kommenden Wochenende und die Vorbereitungen haben es wirklich in sich, denn neben dem König Fußball regiert dieses Wochenende auch noch die „Pforzheimer Messe“, der jährliche Jahrmarkt in der Stadt Pforzheim. Und das bedeutete in Sachen Getränkelogistik harte Telefonarbeit, die aber dann doch noch zum Erfolg geführt hat. Dem leiblichen Wohl steht also am Samstag und Sonntag bei uns im Autohaus nichts im Wege und auch unser „Räucher-Joe“ (ein Räuchergrill) steht schon bereit.

Oldtimer bei Gerstel: Opel GT.

Damit sind keineswegs unsere zum Teil langjährigen Mitarbeiter gemeint, eher unsere Sammlung historischer Fahrzeuge. Für diese bin ich in der Firma zuständig. Unser „Fuhrpark“ besteht aus 4 Oldtimern und 2 Youngtimern. Diese werde ich Ihnen alle nach und nach ausführlich vorstellen.

Widmen wir uns heute unserem Opel GT, Baujahr 1971 (Tag der ersten Zulassung 6.5.1971). Dieses Fahrzeug stammt aus unserem Hause, wurde also einmal von uns ausgeliefert. Käufer war ein entfernter Verwandte unserer Familie. Das Fahrzeug wurde am 27.06.1983 abgemeldet und ging dann in unseren Besitz über. Aufwändige Restaurierungsarbeiten an der Karosserie (ich sage nur: „Verzinken“…) und einige Arbeiten am Innenraum machten das Fahrzeug zu dem, was es jetzt ist. Ein vollrestaurierter Oldtimer (Großansicht wie immer mit einem Klick auf das Bild):

Sicher ist Restauration Geschmacksache. Meiner Meinung nach sollte eine Restauration den Originalzustand des Fahrzeuges wieder herstellen. Dies ist nicht immer einfach, wenn man sich mal die Verfügbarkeitskurve von Ersatzteilen anschaut. Da gibt es bei Serienautos nämlich ein interessantes Phänomen:

Der Hersteller ist verpflichtet, technische Teile noch 10 Jahre nach Einstellen der Serienproduktion eines Fahrzeuges vorzuhalten. Bis dahin ist es noch kein sehr großes Problem, Ersatzteile zu finden. Das Ende der Serienfertigung des Opel GT kam 1973, Ersatzteile gab es dann also bis 1983. Und nun, beispielsweise für meinen „Youngtimer“, ein Opel Senator B, der sich genau in dieser Zeit befindet? In dieser „Danach“-Zeit ist es tatsächlich nämlich relativ schwierig, an Teile zu kommen.

Das ändert sich erst wieder ein paar Jahre später, wenn der Markt sich „bereinigt“ und überschaubar wird. Es gibt naturgemäß immer weniger Fahrzeuge aus den betreffenden Serien, die „normalen“ Nutzer fahren ihre Autos irgendwann auf den Schrottplatz und am Ende bleiben einige wenige Tausend oder gar Hundert Fahrzeuge zurück, die Basteleien und/oder den Zahn der Zeit überleben. Dann beginnen viele kleine Firmen wieder, Teile in geringen Stückzahlen zu produzieren. So auch bei unserem GT. Auf Anfrage nach einem Original Schaltknauf (jetzt ziert ein eher hässlicher Knauf eines E-Kadetts den Schaltknüppel) teilte man mir mit, dass eine Kleinserie nächste oder übernächste Woche fertig werden soll. Original-Schwarz, Original-Form aus der Original-Maschine. Natürlich gleich bestellt. Und für 15 – 20 € endlich wieder einen heilen Innenraum.

Zur Farbe von unserem GT: Also jetzt wird’s knifflig für mich… es ist jetzt nämlich Anthrazit. Das ist nicht ansatzweise eine der Farben, in der der Opel GT ausgeliefert wurde. Ursprünglich war unser GT gelb! So hätte ich das auch wieder gemacht, aber unser Vater machte ihn anthrazit. So hat jeder seine Philosophie der Autorestauration.

Das Fahrgefühl jedenfalls hat nicht darunter gelitten. Der GT lässt sich prima fahren und macht jede Menge Spass. Das nahe Sitzen an der Hinterachse ist ein richtig gutes Gefühl. Den Vorderwagen um die Ecken zu steuern… das wendige Lenkverhalten ist trotz Fehlen einer Servolenkung einwandfrei! Die mechanisch umklappbaren Scheinwerfer sind ein Hingucker. Die maximale Zuladung des GT beträgt allerdings 220 kg! Also ich mit meinem Kumpel… Sprechen wir nicht weiter!

Fazit: Der Opel GT bleibt ein Klassiker und Mythos. Er besticht durch seine klare Linienführung und der nicht zu leugnenden Verwandtschaft zur Corvette. Das Fahrgefühl ist ungefiltert, jeden Straßenbelag gibt das Fahrwerk ungetrübt weiter an den Hosenboden des Fahrers, der, auf schwarzen Kunstleder gebettet, satt in diesem Auto sitzt. Sonderausstattung war das Kunstleder nicht. Im Sommer ist es jedoch ratsam, vor Fahrtantritt ausreichend für Durchzug zu sorgen um keine Brandblasen am Allerwertesten davonzutragen. Aber Luxus geht nicht ohne Leiden!

Der GT ist ein Fahrzeug, der einem Single mit kleinem Einkaufsvolumen (er hat keinen Kofferraum!) sehr viel Fahrspaß vermittelt. Mir jedenfalls macht er sehr viel Spaß und wenn meine Kinder gerade mal nicht mit Papa fahren wollen, werde ich zum GT greifen.

Highlight zum Opel-Meriva-Premierenfest.

Auch wenn heute Montag ist und der Montag mit den typischen Erscheinungen zu Tage tritt – nämlich einem vollen Hof – freuen wir uns auf das nächste Wochenende, denn da ist das offizielle Premierenfest des neuen Opel Meriva bei uns im Autohaus. Und da es eine gute Tradition unseres Autohauses ist, auf unseren Premierenfesten etwas auf die Beine zu stellen und wir auch schon die ersten Anfragen haben, was wir denn zur Einführung des Opel Meriva aufbieten… bitteschön:

Das gute Stück, ein 70-m-Autokran des Pforzheimer Kranverleihs Rothmund, gibt es bei uns zwar nicht zu kaufen, aber dafür zum Ausprobieren. Dieser Bolide, der während der Woche in ganz Deutschland ein gefragtes Werkzeug ist, wird nächstes Wochenende in der Altstädter Straße an unserem Autohaus stehen. Obwohl allein schon das Fahrzeug höchst eindrucksvoll ist, tun wir dennoch etwas damit, nämlich in regelmäßigen Abständen eine Personenkorb hochziehen lassen, von dem Sie dann einen seltenen und unvergesslichen Blick auf unsere Stadt haben werden, sozusagen „Auge in Auge“ mit Kirch- und Sparkassenturm. Hoffen wir, dass uns die Witterung keinen Strich durch die Rechnung macht, denn auch wir freuen uns sehr auf Rothmund-Geschäftsführer Heiko Brückner, der persönlich sein „Spielzeug“ bedienen wird.

Neben dieser Hauptattraktion gibt es wieder ein lustiges Kinderprogramm, die beste Versorgung für das leibliche Wohl weit und breit mit unserem „Räucher-Joe“ und natürlich die komplette Opel-Modellpalette zum Probesitzen und Probefahren.

Nochmal die genauen Daten:

  • Samstag, 12. Juni 2010: 9 bis 16 Uhr
  • Sonntag, 13. Juni 2010: 11 bis 16 Uhr
  • Autohaus Heinrich Gerstel, Altstädter Straße 14-18, 75175 Pforzheim

(Der erforderliche Disclaimer: Außerhalb der gesetzlichen Öffnungszeiten keine Beratung und Verkauf.)

Eine Frage: Warum gibt es in Großbritannien kein Opel?

Der Kenner kennt natürlich die schnelle Antwort: In Großbritannien und Nordirland gibt es kein Opel, sondern dort vereinen sich die meisten, im restlichen Europa als Opel-Modelle bekannten Fahrzeuge unter der Marke Vauxhall. Es lohnt sich jedoch, einmal über die ausführlichere Antwort zu sprechen.

Vauxhall hat seine Ursprünge in einem Unternehmen namens Alex Wilson & Company Steam Engineers, wurde in Großbritannien im Jahre 1857 als Maschinenfabrik gegründet und betätigte sich zunächst, wie sollte es in Großbritannien zur damaligen Zeit auch anders sein, im Markt der Dampfmaschinen. Im Jahre 1894 kam dann der Name „Vauxhall“ ins Spiel, in dem das Unternehmen in Vauxhall Iron Works umbenannt wurde. Elf Jahre später, im Jahre 1905, kam dann die Umbenennung in Vauxhall Motors und damit zeichnete sich auch schon der nachfolgende Weg von Vauxhall vor, nämlich die Produktion von Automobilen. Das erste Modell war ein Fahrzeug namens „Vauxhall 5 h.p.“, wobei das „5 h.p.“ für „5 Pferdestärken“ steht. So ging das eine Weile weiter. Vauxhall steigerte bei den ersten eher pragmatischen Modellen konsequent die Leistung und baute eigene Modellreihen, die man auch als Konkurrenz zu den deutschen Automobilen der damaligen Zeit verstand. Von Anfang an hatten Vauxhall-Fahrzeuge ein typisch „britisches“ Aussehen, etwas kugelig, gemütlich, etwas „lieb“ ausschauend.

Der Erste Weltkrieg war eine Zäsur für Vauxhall Motors, genau genommen die Nachkriegszeit. Man setzte nämlich weiterhin auf eher sportliche Modelle, die vom Markt nur sehr schleppend angenommen wurden, zudem hatte Vauxhall von Anfang an das Problem, dass man noch nie in großen Stückzahlen produzieren konnte. Die unausweichliche Folge waren finanzielle Probleme des Unternehmens. Die Rettung nahte in Form des amerikanischen Automobilherstellers General Motors, der 1925 Vauxhall Motors übernahm und damit sein europäisches Engagement begann.

Der Einstieg von General Motors bedeutete zunächst, dass man sich vom Vierzylindermotor zugunsten des Sechszylindermotors verabschiedete und „amerikanische“ Modelle baute. Erst einige Jahre nach dem Einstieg von GM konzentrierte sich Vauxhall wieder auf kleinere Automobile, die einfach besser dem britischen Automobilzeitgeist entsprachen. Ein wichtiges Ergebnis war der Vauxhall 10, der jahrzehntelang die britischen Straßen bevölkerte und für viele Menschen immer noch das britische Automobil schlechthin ist. Im Jahre 1930 begann Vauxhall Motors auch ein anderes, wichtiges Kapitel: Die Gründung des Tochterunternehmens Bedford als Hersteller von Nutzfahrzeugen. Bedford prägte ebenfalls mit seinen Lastwagen, Lieferwagen, Bussen und Kleintransportern das Straßenbild Großbritanniens.

Mitte der 1970er-Jahre änderte sich Vauxhall grundlegend, in dem General Motors die Fahrzeugfertigung in Europa grundlegend umstrukturierte. Die Entwicklungsabteilungen von Vauxhall wurden geschlossen und damit endete auch die eigenständige Modellpalette von Vauxhall. Opel, das es bis zur Umstrukturierung in Großbritannien und Nordirland als weitere General-Motors-Marke noch gab, verschwand nach und nach und wurde dadurch ersetzt, dass Opel-Modelle in Großbritannien und Nordirland unter der Marke Vauxhall verkauft wurden, meist mit den gleichen Ausstattungsvarianten und den gleichen Modellnamen, eben aber einer anderen Marke. Der Opel Astra fährt in Großbritannien daher als Vauxhall Astra.

Und das ist der Dank!

…. den wir sehr gern angenommen haben, nämlich in Form einer selbstgemachten Torte, schön mit Sahne, Erdbeermarmelade und Schokostreuseln, wie es unter anderem auch Mitarbeiter von Autohäusern gern haben. Unser Mitarbeiter Peter Sondej hat stellvertretend das gute Stück angenommen.

Worum ging es? Unsere Kundin hatte mit ihrem Opel Vectra einen Unfall. Wir haben ihr einen Leihwagen zur Verfügung gestellt, das Fahrzeug abgewickelt und ihr einen neuen Wagen, einen Opel Insignia vermittelt. Als Dank für die unkomplizierte Abwicklung gab es deshalb gestern die besagte Torte.

Haben wir gern gemacht. 😀

Eine Frage: Wird eine Änderung der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) Reparaturen billiger machen?

Sascha Rehm aus Pforzheim stellt uns eine Frage zur geplanten Änderung der so genannten Gruppenfreistellungsverordnung zum Jahre 2013:

„Hallo Andreas,
glaubst Du, dass die neuen EU-Pläne tatsächlich zu sinkenden Kosten führen werden? Oder verwendet ihr (oder andere Werkstätten) bereits Teile in ’neutraler‘ Form?“

Unsere Antwort: Ob und wie die neue GVO (Gruppenfreistellungsverordnung) bis 2013 kommt, ist meiner Meinung nach noch nicht sicher…

Für mich als Vertriebler ist es nicht nachvollziehbar, wie vor einigen Jahren die Position der Vertragshändler gestärkt wurde, in dem man die Aufnahme einer anderen Fahrzeugmarke im Haus ermöglicht, und nun eine 180°-Wendung an den Tag gelegt wird, welche wieder die Rechte der Hersteller hervorhebt. Wie schon aus meinem vorherigen Blog-Artikel ersichtlich ist, haben wir uns bewusst für nur eine Marke entschieden. Wenn ich aber an einige Händlerkollegen denke, die unter einem Dach mehrere Marken haben, so könnte ich in deren Haut in nächster Zeit nicht mehr schlafen… 🙁

Bevor ich aber alle Händlerkollegen in den Wahnsinn treibe, aber nochmal meine Einschätzung: Ich denke nicht, dass die neue GVO in dieser Form 2013 kommt…

Was den Service angeht – und da komme ich zu deiner zweiten Frage – gibt es klare Erfahrungswerte: Die Original Opel-Teile sind mit Sicherheit nicht die billigsten, sind aber, was die Qualität und Langlebigkeit angeht, weit den Zubehör-Teilen von Drittherstellern überlegen. Unserer Erfahrung nach halten deren Bremsbeläge, Auspuffanlagen und Co. nicht annähernd so lange, wie Originalteile, die nun eben einmal hundertprozentig auf das dazugehörige Fahrzeug angepasst sind. Andererseits kann ich den Käufer von Ersatzteilen von Drittherstellern schon verstehen: „Bremsbelag“ auf unserer Rechnung schreibt man gleich wie „Bremsbelag“ auf der Rechnung von XYZ…

Haben auch Sie eine Frage? Stellen Sie sie uns!

Warum eigentlich „nur“ Opel?

Immer wieder taucht die Frage auf, warum wir als Autohaus eigentlich „nur“ Opel führen, also eine Ein-Marken-Strategie fahren, während andere Autos teilweise einen ganzen Stall von Automarken führen. Das ist ganz einfach:

Seit 1911 vertreten wir immer nur eine Marke. Und das aus gutem Grund: Es ist doch logisch, dass man in die Materie eines Herstellers einfach tiefer eintauchen kann, wie wenn man mehrere Marken zu Auswahl hat. Egal, ob das den Verkauf, Service oder die Ersatzteilbeschaffung betrifft – in jedem Bereich kann man sich spezialisieren, fortbilden und über Jahrzehnte seine Erfahrungen sammeln. Habe ich mehrere Marken, so kann ich dies niemals alles bei jeder Marke bewältigen. Kann man sich ungefähr wie ein langes Gedicht vorstellen: Je länger, desto schwieriger zum auswendig lernen und die Fehler häufen sich auch …

Ein weiterer Grund ist das gesteigerte Fahrzeugaufkommen, sowohl was den Verkauf, als auch den Service angeht. Wir hätten rein platztechnisch schon gar nicht die Möglichkeit, eine zweite Marke adäquat zu präsentieren. Hier bleiben wir mal wieder unserer Devise treu: Entweder wir machen es richtig oder gar nicht.

Eine Frage: Reaktion auf Wildunfälle.

Eine Frage: Eine Leserin hat uns aufgrund des Artikels „Wildsau gegen Opel Vectra“ eine Frage geschickt, nämlich die nach der korrekten Reaktion auf einen Wildunfall. Die wollen wir gern beantworten, auch wenn das Thema eher unangenehm ist.

Vorausschauendes Verhalten, um Wildunfälle zu vermeiden bzw. glimpflich zu überstehen

  • Beachten Sie die Verkehrszeichen, die vor Wildwechsel warnen. Diese Schilder stehen in der Regel nicht wahllos in der Landschaft, sondern tatsächlich dort, wo in der Vergangenheit Wildwechsel beobachtet wurde. Vorausschauend fahren Sie, wenn Sie in der Dämmerung und in der Nacht das Tempo wegnehmen und besonders umsichtig fahren, also auch etwas aufmerksamer links und rechts an den Straßenrand schauen. Oft kündigt sich Wildwechsel hier schon sichtbar an.
  • Wenn Sie Wild sehen oder gar vor Ihnen auf der Straße auftaucht: Fuß vom Gas! Bremsen Sie jedoch nur, wenn hinter Ihnen niemand fährt und keine Gefahr besteht, dass Ihnen jemand bei einer scharfen Bremsung hinten hineinfährt. Falls Sie mit Licht fahren, sollten Sie abblenden, also eventuell eingeschaltetes Fernlicht ausschalten, da Wild von starkem Licht oft wie festgenagelt reagiert. Setzen Sie zudem Ihre Hupe ein und beobachten Sie, wie das Wild darauf reagiert.
  • Wenn Sie einen Zusammenstoß nicht verhindern können, weil das Wild zu dicht vor Ihnen auf der Straße auftaucht oder Sie nicht abbremsen können, weil hinter Ihnen jemand fährt, sollten Sie, so schlimm sich das anhört, draufhalten. Verreißen Sie das Lenkrad nicht, solche unbedachten Fahrmanöver enden leider viel zu oft im Wald an einem Baum, im Straßengraben oder im Gegenverkehr.

Nach einem Wildunfall

  • Wenn es zu einem Zusammenstoß mit Wild gekommen ist, müssen Sie unbedingt handeln. Fahren Sie keinesfalls einfach weiter, sondern halten Sie an. Ein verletztes oder getötetes Tier, das möglicherweise auf der Straße liegt, stellt für andere Verkehrsteilnehmer eine Gefahr dar, zudem muss ein verletztes Tier von seinen Qualen erlöst werden, selbst wenn es sich in den Wald schleppt.
  • Nehmen Sie angefahrenes Wild keinesfalls mit, denn das erfüllt den Straftatbestand der Wilderei.
  • Sichern Sie als erstes die Unfallstelle ab! Warnblinker an, Warndreieck aufstellen und ggf. eine Warnleuchte aufstellen, falls vorhanden. Falls es verletzte Personen gibt, sollten Sie selbstverständlich Erste Hilfe leisten.
  • Verständigen Sie unbedingt die Polizei und geben Sie möglichst genau Ihren Standort durch. Bei Wildunfällen informiert die Polizei in der Regel die zuständige Jagdaufsicht, die, auch nachts, hinzugerufen wird. Die Polizei wird vor Ort den Unfall aufnehmen und Ihnen eine Wildunfallbescheinigung ausstellen. Den Einsatz eines Jägers müssen Sie übrigens nicht bezahlen.
  • Fassen Sie ein verletztes Tier keinesfalls an, Sie können für das Tier nichts tun. Ein panisch reagierendes Tier könnte Sie verletzten, außerdem besteht die Gefahr einer Tollwutinfektion, wenn Sie ein Tier ohne Handschuhe o.ä. anfassen. Falls sich das Tier von der Straße schleppt und in der Dunkelheit verschwindet, sollten Sie sich die Richtung merken. Dies hilft der Jagdaufsicht bei der Suche nach dem Tier bzw. macht die Suche meist erst möglich.

Reparatur und Regulierung

  • Ist das Fahrzeug noch fahrbereit, fahren Sie nach der polizeilichen Aufnahme damit nach Hause bzw. an Ihren Zielort. Informieren Sie aber zügig Ihre Autowerkstatt, damit der Schaden dort begutachtet werden kann. Was Sie nicht tun sollten: Das Auto reinigen, so schlimm es auch aussieht. Bei Wildunfällen sind so Dinge wie klebende Borsten unvermeidlich, letztendlich aber auch ein wichtiges Beweismittel. Wenn das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit ist, sollte es abgeschleppt und zu einer Autowerkstatt transportiert werden. Eigene Fotos sind sicherlich auch nicht schlecht.
  • Wildunfälle werden in der Regel von der Kasko-Versicherung übernommen, wenn es sich um so genanntes „Haarwild“ handelt, darunter zählen beispielsweise Rehe, Wildschweine, Hasen und Füchse. Unfälle mit Federwild sind da schon problematischer und werden meist nicht von Autoversicherungen reguliert.

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