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Arbeitskarten für Mutige.

Okay, einer müsste die alten, inzwischen aus der Archivierungsfrist ausgelaufenen Arbeitskarten da mal vom Regal herunterholen und über den Aktenvernichter in den Altpapiercontainer geben. Aber ganz ehrlich, da traut sich keiner so recht heran, auch wenn der rechte Turm trotz seiner gewaltigen Schieflage auch bei einem kleinen Wackeltest scheinbar betonfest steht. Scheinbar. Wenn der Berg da vom zwei Meter hohen Regal herunterkommt, dann ist Aufräumen angesagt. Und das sieht alles noch viel bedrohlicher aus, als auf diesem Bild …

Berge von Arbeitskarten

Eigentlich doch eine super Geschicklichkeitstest für unsere Azubis, oder? Mal schauen, ob sie das hier lesen und sich freiwillig melden. 😉

Und weil doch immer wieder mal Kunden fragen: Ja, Arbeitskarten sind immer noch aktuell und sicherlich nicht nur bei uns. Trotz moderner Computertechnik, die natürlich auch bei uns existiert (irgendwo werden die Arbeitskarten ja auch ausgedruckt) sind Arbeitskarten immer noch das einfachste und verbindlichste Mittel der Wahl. Noch. Ich würde mich nicht darauf festlegen, ob wir in zehn Jahren immer noch auf Arbeitskarten schreiben oder ob wir dann endlich auch Tablet-Computer haben, die den rauen Werkstatteinsatz auch dauerhaft überleben und auch mit nicht ganz so sauberen Fingern funktionieren.

Arbeitskartenarchiv.

Hier, im abgeschiedenen und verschlossenen Archiv, darf dann wirklich niemand husten…

Die fein säuberlich gestapelten Blätter sind für Stammkunden eine bekannte Einrichtung: Das sind nämlich unsere erledigten Arbeitskarten, die wir natürlich alle archivieren. Jeder Werkstatttermin erzeugt so eine Arbeitskarte, auf der alles notwendige steht: Wer den Auftrag gegeben hat, Kilometerstand, was genau gemacht werden muss, was genau getan wurde, wer es getan hat und so weiter. Zudem bekommt die Arbeitskarte eine Nummer, die dann auch das dazugehörige Fahrzeug mit einem Schildchen auf das Dach trägt, so dass wir auf dem Hof sehr schnell das Auto finden, das als nächstes drankommt. Bis so eine Arbeitskarte letztendlich als Basis für die Rechnung dient, geht dieses Stückchen Karton, das wir jeweils auf eine Kladde stecken, durch zig Hände. Aber es gilt: Ohne Arbeitskarte kein Arbeitseinsatz, das ist allen bei uns fest im Blut.

Und tatsächlich ist so ein Archiv auch nicht einfach nur ein „Endlager“, sondern wird tatsächlich immer wieder einmal gebraucht, um einzelne Vorfälle nachzuprüfen. Zwar sind alle Vorfälle auch in unserer EDV erfasst und recherchierbar, aber Papier ist geduldiger. Und in einem Papierarchiv zu recherchieren, ist noch echte Geschichte. 😉