Warum man nicht mit umgehängter Visitenkarte beleidigen sollte.

Sich als Ferkel aufzuführen, ist grundsätzlich nur dann eine gute Sache, wenn man auch ein echtes Ferkel ist. Ist man eigentlich ein Mensch, ist das weniger schön. Und wenn man Mietwagenkunde bei uns ist, noch viel weniger. Eine kleine Geschichte:

Ein Kunde hatte bei uns einen Mietwagen ausgeliehen und fuhr damit unter anderem zu einem Schnellimbiss. Dort kaufte er zum Mitnehmen ein und futterte offenkundig im Auto sein Essen auf. Schon mal nicht sehr rücksichtsvoll gegenüber den nachfolgenden Mietern, aber das nur am Rande.

Jedenfalls hatte dieser Kunde dann die Frechheit, den Verpackungsmüll an der Ampel stehend aus dem Fenster zu werfen. Ein Passant sah das und bekundete seinen Unmut gegenüber dieser Sauerei (wo wir bei Ferkel waren). Der Fahrer hatte dann – nächste Sauerei – keine bessere Antwort, als den ausgestreckten Mittelfinger.

Was der Fahrer nicht bedachte: Unsere Autos sind auffällig beklebt. Und wenn man in einer Suchmaschine „Autohaus Gerstel“ eingibt, kommt man sehr schnell an unsere Telefonnummer. Die wählte der Passant dann auch und beschwerte sich bei uns. Höflich und auch mit dem Hinweis, dass er sehr wohl wisse, dass wir ja nur der Vermieter sind, aber wir mögen den Kunden doch bitte mal darauf ansprechen, dass es ja so wohl nicht geht.

Das machen wir doch sehr gern, weil wir dieses Verhalten auch unmöglich finden. Und wir gehen davon aus, dass es unserem Kunden eine wichtige Lektion für sein weiteres Leben war. 😉