Eine Frage: Warum gehen Leuchtmittel manchmal zeitnah kaputt?

Eine häufig gestellte Frage, der ich als Diagnosetechniker doch gern mal nachgehen möchte:

Hallo,
ich hatte kürzlich das Problem, dass an meinem Auto gleich reihenweise Birnchen kaputtgegangen sind. Zuerst vorne am Scheinwerfer, dann hinten ein Bremslicht, Kennzeichenleuchte und so weiter. Das kann doch kein Fehler in der Serienproduktion von Glühbirnen sein, oder?!?

Mit Produktionsproblemen haben solche Phänomene meist wenig zu tun, mit purer Magie auch nicht – oft sind es Spannungsspitzen der Lichtmaschine, die hier für Ärger sorgen.

Die Lichtmaschine ist bei einem Auto mit Verbrennungsmotor der zentrale Stromlieferant. Vom Prinzip her ist die Lichtmaschine nichts anderes wie ein Stromgenerator, der vom Verbrennungsmotor angetrieben wird. Bauarttechnisch erzeugt die Lichtmaschine dabei einen Wechselstrom, der dann von einem Gleichrichter zu Gleichstrom gewandelt wird. Dieser Strom wird dann in die Autobatterie eingespeist und steht so der Fahrzeugelektronik zur Verfügung.

Üblicherweise funktioniert diese Stromerzeugung recht zuverlässig und ist mehrfach abgesichert durch funktionsfähige Technik und nicht zuletzt durch die Autobatterie, die auch mit größeren Spannungsspitzen und Fehlerströmen der Lichtmaschine umgehen kann. Allerdings eben nicht mit allen. Sind Lichtmaschine oder Gleichrichter defekt, können mitunter recht große Spannungsspitzen entstehen, die auch die schützende Autobatterie überfordern. Solche Spannungsspitzen können dann prinzipiell in das Bordnetz gelangen und dort dann Glühbirnen und – ärgerlicher – auch andere Elektronik beschädigen oder gar zerstören. Bei Glühbirnen sieht man es halt schneller, wenn sie nicht mehr funktionieren.

Aber: Wir können solchen Dingen nachgehen und sie auch messen. Hohe Spannungsspitzen lassen sich bei einer Diagnose ganz gut mit einem Oszilloskop filtern und sichtbar machen. Und wenn man dann Spannungsspitzen als Fehlerquelle entdeckt hat, lassen sich die mit Entstörfiltern auch gut und dauerhaft filtern. Diese Entstörfilter werden parallel zur Autobatterie geschaltet und „schlucken“ als Kondensatoren den größten Teil solcher Fehlerströme.