17. Februar 2017 / by / Neues von Opel / 2 Comments

Zu den Gesprächen zwischen PSA und GM in Sachen Opel.

Kurzer Hinweis vorab: Das ist selbstverständlich kein offizielles Statement der Adam Opel AG, sondern ein Kommentar und die Meinung von uns.

Sagen wir es mal etwas sarkastisch: Dass GM mit PSA möglicherweise darüber verhandelt, die Marke Opel an PSA zu verkaufen, haut uns nicht wirklich um. Schlicht und einfach deshalb, weil die meisten Opel-Händler nach vielen harten Jahren mit GM ganz andere Sachen gewohnt sind. Aber natürlich steckt auch in der jetzigen Entwicklung eine Menge an Potential, um das Markenumfeld von Opel anzukratzen oder zu beschädigen.

Kurzum: Alles ist schlecht, was eine Marke beschädigen kann. Andererseits haben wir mit Opel nach vielen harten Jahren endlich wieder eine Automarke, der nicht nur wir vertrauen, sondern auch immer mehr zufriedene Kunden. Die aktuellen Modellreihen sind allesamt hochwertig und gut. Opel ist nicht mehr auf der „Resterampe“, sondern baut gute Autos, pflegt guten Service und ist schon längst wieder in der Aufmerksamkeit.

Bei vielen unternehmerischen Entscheidungen von Automobilherstellern geht es um sehr langfristige Entscheidungen mit Zeithorizonten von 10 Jahren und noch viel mehr. Man kann problemlos sagen, dass heutige Autos die effizientesten und langlebigsten Autos sind, die je gebaut wurden und dazu haben wir auch noch den Wandel hin zur Elektromobilität. Da stehen wir nicht vor der Türe, sondern haben schon längst die Schwelle überschritten – Elektroautos werden kommen und damit der größte Wandel in der Automobilindustrie.

Wer sich hier nicht aufstellt und möglicherweise nicht bereit ist, auch ganz neue Grenzen auszuloten, der wird in wenigen Jahre vielleicht gar keine Autos mehr verkaufen können. Zweistellige Prozentzahlen als Verkaufseinbrüche kann sich kein Autohersteller leisten, noch nicht mal für wenige Monate. Und wir alle wissen, wie viel Jahre es dauert, bis eine neue Modellreihe wirklich serienreif ist.

Wir alle wissen nicht, wohin uns das alle führen wird. Aber ohne die Bereitschaft, sich dem Wandel zu stellen, hat in der Automobilindustrie noch nie etwas dauerhaft funktioniert. Und dieses Gesetz gilt für den Planer eines Autos bis hin zur Werkstatt, die später einmal dieses Auto wartet und repariert. Das soll keine pauschale Entschuldigung sein, um alles auf den Kopf stellen zu können, aber wie sagte ein Kunde einmal nach einer Opel-Werkbesichtigung ehrfürchtig bei uns: „Ich wusste ja schon, dass ihr im Autohaus verrückt seid. Aber um ein Auto zu bauen, dazu muss man wirklich komplett durchgeknallt sein.“

Warten wir es einmal ab, was bei den Gesprächen zwischen PSA und General Motors herauskommt. Einstweilen geht bei uns exakt das weiter, was wir seit fast 100 Jahren tun: Opel-Autos verkaufen und pflegen.

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2 comments on “Zu den Gesprächen zwischen PSA und GM in Sachen Opel.”

  1. Albert sagt:

    Das schlimmere ist nicht der evtl. Verkauf, sondern wie es wieder Propagandiert wird (Opel wird verramscht…) Es könnten sich Vorteile durch einen Verkauf ergeben, aber auch Nachteile, im Augenblich kann man nur spekulieren aber ändert alles nichts am Ergebnis. Prinzipiell kann es dem Kunden ja egal sein ob die Muttergesellschaft Amerikanisch ist oder Französisch ist, solange Markenwerte, Design & Qualität sich nicht verschlechtern. Jedoch wird gerade wieder der hart erarbeitete gute Ruf durch die ständigen „negativ“ Schlagzeilen zu Nichte gemacht & das hat Opel wie auch die Mitarbeiter + Autohäuser nicht verdient!

    1. Besim Karadeniz sagt:

      Sehe ich im großen und ganzen ähnlich. Eine Automarke braucht in erster Linie Stabilität und zwar von ganz oben bis runter in die Autohäuser. Jeder der Beteiligten muss daran glauben können und ausgerechnet bei der Konzernmutter hatte man immer wieder den Eindruck, dass gerade hier das Vertrauen in die eigene Tochter fehlte, wenn es darauf ankam. Mit viel Zögern ist da dann noch viel mehr kaputtgegangen, als hätte eigentlich kaputtgehen können. Schauen wir mal, was passiert. Immerhin glaube ich, dass mit Karl-Thomas Neumann jemand am Steuer sitzt, der für Opel kämpfen kann und auch kämpfen will.

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