Aus dem Unternehmensarchiv: Ein Microfiche-Lesegerät.

Dieses Ungetüm hier auf dem Foto muss man jungen Menschen schon wieder richtig erklären. Es handelt sich nämlich hier nicht um einen Computerbildschirm, sondern sozusagen um einen ideellen Vorläufer davon. Ein Microfiche-Lesegerät:

Historisches Microfiche-Lesegerät

Früher einmal war so ein Lesegerät für die Ersatzteilbestellung lebenswichtig, denn die Ersatzteilpläne und Zeichnungen waren nicht elektronisch recherchierbar. Von papiernen Plänen hat uns so ein damals hochmodernes Gerät gerade erlöst, denn die Pläne kamen nun nicht mehr auf Papierbögen, sondern auf kleinen belichteten Filmfolien, den Microfiches. Suchte man dann ein Ersatzteil, hat man den passenden Film ins Lesegerät eingelegt und per Vergrößerung auf der Folie recherchiert. Die Sucharbeit unterscheidet sich im Prinzip nicht von der Arbeitsweise wie heute, allerdings geht es heute am PC eben viel schneller und bestellen können wir dann auch sofort. An sowas war damals gar nicht zu denken, aber damals war genau das alles schon eine Revolution.

In unserem Bilderarchiv haben wir auch noch ein passendes Foto gefunden, wo genau das oben abgebildete Gerät zu sehen ist, nämlich im Servicebereich. Die abgebildeten Mitarbeiter gibt es auch noch, am Telefon ist unser Meister Herr Vischer und an der Türe Kollege Markus, damals noch Azubi. Aber, rechts im Bild, der eigentliche Hauptdarsteller, nämlich das Microfiche-Lesegerät:

Büroansicht aus den Achtzigern mit Microfiche-Gerät

Wir haben beizeiten übrigens mal beschlossen, solche alten und damals wichtigen Bürogeräte so wie unsere automobilen Oldtimer zu behandeln und für die Nachwelt einzulagern. Und das ist auch gar nicht so verkehrt, denn hin und wieder brauchen wir tatsächlich noch den ein oder anderen Plan eines Oldtimers. Und gleichzeitig gibt es für unsere Azubis dann immer wieder etwas zu staunen – ein „Computer“ ohne Maus und Tastatur. 😉