Das „Elferle“.

Am letzten Wochenende haben wir – ich bin ja noch offiziell im Urlaub – einen kleinen Ausflug ins Schwäbische gemacht und an einer ganze besonderen Zugfahrt teilgenommen. Diese Zugfahrt der Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen wurde nämlich von einer Dampflokomotive gezogen, die zufälligerweise ebenfalls dieses Jahr ihr hundertjähriges Jubiläum feiert und die als „das Elferle“ weit und breit bekannt ist:

Das Elferle heißt übrigens nicht so, weil die Lokomotive 1911 (von der Maschinenfabrik Esslingen) gebaut wurde, sondern weil sie die Lok Nr. 11 der damaligen Hohenzollern’schen Kleinbahn-Gesellschaft war. Das gute Stück fuhr (und fährt) also nicht nur in Schwaben, sondern wurde auch dort gebaut. Die Formate der Lok sind dabei schwäbisch-gediegen: Knapp 9 Meter lang, Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, eine Leistung von etwa 450 PS, 12 Atmosphären Kesseldruck. Als Brennstoff geladen werden kann maximal 1,7 Tonnen Kohle und dann geht es schnaufend los.

Eigentlich hätten am letzten Wochenende gleich zwei Dampflokomotiven das „Sofazügle“ ziehen sollen, eine war jedoch kurzfristig defekt, so dass die Lok 11 den ganzen Zug allein ziehen musste und das auch souverän absolvierte. Weil aber deshalb auf dem Zugführerstand dementsprechend mehr geschaufelt werden musste, war für mich kein Platz mehr, denn eigentlich wollte ich vorne mitfahren. Nunja, das nächste Mal. Und dann werden wir das ganze mal filmen.