Des Kapitäns neue Kleider, Teil 3.

Ja, ich weiß, wir sind noch eine weitere Berichterstattung über die Sitzbezüge unseres „Haus-Oldtimers“, unserem Opel Kapitän, schuldig. Und ich muss zugeben, dass die beiden Sitzbänke des Kapitäns immer noch bei der Autosattlerei Arres auf mich warten, aber die Oldtimer-Geschichten sind halt immer Geschichten, die erst dann kommen können, wenn das Tagesgeschäft erledigt ist.

Wobei… wir haben das Thema mit der Kapitän-Restauration nun ganzheitlich angepackt und kümmern uns um einen Rundumschlag. Den Grund dazu sieht man auf diesem Foto leider ganz deutlich, wenn man sich einmal anschaut, was da unter den Teppichen im Innenraum in den vergangenen sechs Jahrzehnten passiert ist. Der Zahn der Zeit geht nun mal auch nicht an so einem Boliden vorbei:

Den Rost muss man allerdings erklären, denn eigentlich kommt der Rost nicht aus den Jahren, in denen er bei uns im Autohaus steht (da ist es nämlich trocken), sondern davor. In seiner Zeit bei uns im Autohaus hat sich das Rosten zwar dann in Grenzen gehalten, wenn wir allerdings eben jetzt die Sitzbänke draußen haben, wird die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und auch das Thema Rost angegangen. Immerhin, nichts ist durchgerostet, das wussten wir allerdings schon vorher. Aber so Schutzlack (das Schwarze im Bild) hält nicht ewig.

Wir arbeiten uns jetzt deshalb von hinten nach vorne durch (ist ja nach dem Ausbau der Sitzbänke alles nur noch „ein Raum“), holen im Fahrgastraum den Teppich heraus, entfernen sorgfältig den Rost. Danach kommt Zinkspray auf das blanke Blech und schließlich schwarzer Schutzlack. Mit dem Zinkspray haben wir mit unseren anderen Oldtimern schon beste Erfahrungen gemacht. Ist keine wirklich spannende und auch keine wirklich super-motivierende Arbeit, gerade mit dem Spray. Wenn man das aber gut macht, hält das die nächsten 50 Jahre mindestens.